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* * *  ´´Mein Bruder – Mein Bruder´´  * * *

* 60 Jahre – Winnetou 1 * 

* * * Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft * * *

Ullitou´s

Abenteuer – Tour

in den Jagdgründen der Apachen

vom

29.05. – 05.06.2023

in Biograd / Kroatien

im Hotel Ilirija

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Neugierig geworden? Dann klick doch bitte in das Fest – Fotoalbum …

Mein Fest – Tagebuch:

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Nachdem wir durch Corona bedingt 2 Jahre in Slowenien waren

und letztes Jahr zum 60jährigen Jubiläum ´´Der Schatz im Silbersee´´ in Plitvice waren,

trafen wir uns dieses Jahr endlich wieder in Biograd im Hotel Ilirija.

Das Personal erkannte uns und begrüßte uns recht freundlich – es war wie nach Hause kommen …

Ich war an meinem Geburtstag im Winter schon hier und sah die Modernisierung,

vor allem aber die 13 großen neuen Palmen – die das südliche Flair verstärken – und stellte mir geistig schon den Sektempfang vor.

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Ich kann ja planen und gute Ideen haben, aber der Wettergott muß auch mitspielen …

Um 16:30 hatte ich den Gästen den Welcome Drink angekündigt.

Die Tage zuvor war das Wetter immer schön, aber umso näher der Zeitpunkt kam, desto dunkler wurde der Himmel.

Schließlich prasselte der Regen auf die Terrasse und ein heftiges Gewitter ging über Biograd nieder.

So schwamm meine Idee dahin und der Kellner baute die Gläser, mit den Flaschen und den Knabbereien in der Lobby auf.

Eine Begrüßung innen – gab es noch nie in all den Jahren!

Da kann ich auch ein Fest in Deutschland im Restaurant zum ´´Schwarzen Bär´´ machen.

Die Gäste versuchten mich zu trösten.

Ich ging vorne aus dem Hotel, ich ging hinten aus dem Hotel und schaute hoch zum Himmel, ob es vielleicht besser wird.

Langsam wurde es besser und wir hatten ja noch Zeit bis zum Abendessen.

Ich überlegte sogar den Empfang nach dem Essen zu verlegen.

Aber dann kam doch die Sonne und das Personal verlegte den Tisch, an die von mir gewünschte Stelle.

Einige Gäste halfen mir die Fahnenmasten umzulegen und die Ullitours-Fahnen zu hissen.

Ich hatte einen Winnetou-Pierre Brice-Aufsteller mitgebracht, den ich mittig auf den Rasen stellte.

Rechts und links dekorierte ich mit Werner jeweils 2 Original-Filmplakate von Winnetou 1.

Zusätzlich hatte ich aus meiner Kindersammlung 6 GONG-Plakate dabei, die ich vor den Palmen aufstellte.

Diese hatte ich bis jetzt noch auf keiner Veranstaltung gesehen.

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Danach erklärte ich den Gästen gegen 17 Uhr meine Blick-Idee …

Vorne umrahmten die Ullitours-Fahnen die ´´Naturbühne´´.

In der Mitte war der Winnetou-Aufsteller umrahmt von den Filmplakaten.

Seitlich lenkten die GONG-Plakate den Blick auf die Palmen, die Boote, die Altstadt mit dem Kirchturm.

Dazu schien die Sonne und der Himmel leuchtete in blau-grau-weiß-schwarz Tönen.

Eine tolle Stimmung – es war perfekt.

Glücklich begrüßte ich die Gäste und hieß sie herzlich willkommen zu unserem Fest.

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Vor dieser Kulisse präsentierte ich auch das diesjährige Festplakat. Nach meinem Geschmack das bisher schönste meiner Plakate.

Als Getränke gab es Grappa, Kirschlikör, Blaubeerlikör, Kruškovac, Gin Tonic und Aperol.

Dazu gab es süße und salzige Knabbereien wie Nüsse, Mandeln und Gebäck.

Es wurde fleißig angestoßen, viel geredet und fotografiert.

Zum Schluß machten wir ein Damengruppenfoto mit mir, ein Männergruppenfoto mit mir und ein allgemeines Gruppenfoto.

Bis das Personal kam, hatten wir die Fahnen schon wieder gewechselt.

Das hätten wir vor Jahren nicht machen dürfen.

Jetzt aber bekam ich dafür das Werkzeug … durch so Kleinigkeiten zeigt es sich, dass man sich kennt und vertraut.

***

Anschließend ging es zum Abendessen. Auch der Speisesaal hatte ein optisches Update bekommen.

Das Essen war wie immer sehr gut und vielfältig!

Für uns gab es reservierte Tische mit Ullitours-Schildchen, wie es sich die Gäste gewünscht hatten.

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Im Bar- und Lobbybereich waren überall neue Sofa- und Sitzlandschaften …

Um 20 Uhr trafen wir uns im Konferenzsaal.

Ich begrüßte die Gäste nochmals und stellte die neuen Gäste vor, mit der Bitte diese in unseren Reihen herzlich aufzunehmen.

Danach stellte ich das diesjährige Programm vor und gab dazu Erklärungen ab.

Anschließend sahen wir unseren Festfilm von 2022 in Plitvice an, den Marlies Schwester erstellt hatte.

Nach einer kurzen Pause, sahen wir noch einen weiteren Film an.

Es war für Adelheid ein Geschenk zum 70. Geburtstag gewesen.

Dieser bestand aus einer kurzen Zusammenfassung von unseren Festen in der Vergangenheit.

Mit dieser einmaligen Rückblendung waren wir alle positiv auf die nächsten Tage eingestimmt.

Zum Schluß gab es noch den Festfilm von 2022 und die Screenshotmappen zu kaufen.

***

Danach ging es an die Bar und Lobby.

Um 23:30 gingen die Letzten ins Bett und träumten von den kommenden Abenteuern.

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Heute hatten wir zwei Programmpunkte:

die ´´Schwarzer Adler-Wiese´´ aus Winnetou 1 und im NP Krka die ´´Roski Wasserfälle´´.

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Pünktlich um 9 Uhr fuhr der Bus in Richtung Manojlovački-Schleife.

Oben am Aussichtspunkt bei den Tischen und Bänken machten wir eine Pause mit Blick auf die beiden Filmwiesen.

Die Größere davon ist die Filmwiese aus Winnetou 1 mit dem Schwarzen Adler.

Die kleinere Wiese wurde in Old Shatterhand als Film-Location genutzt – Winnetou und Tujunga gehen auf Jagd.

Die Sonne schien,

die Wiesen oben am Aussichtspunkt waren bunt von den verschiedenen Blumen, die Bienen summten und unten hörte man die Wasserfälle rauschen.

Die blaue Krka schlängelte sich durch die grünen Wiesen.

***

Danach fuhren wir runter bis zum Fluß und parkten in einem Nebenweg. Von dort spazierten wir zur Filmwiese.

Seit einigen Jahren führt jetzt ein angelegter breiter Schotterweg hinab zu den Wiesen.

2008 bin ich erstmals diesen Weg gegangen.

Damals war es noch ein schmaler Trampelpfad für die Schafe und man musste sich den Weg durch das Gestrüpp bahnen.

Unten auf der Wiese angekommen, leuchtete die grau-schwarz-rötliche Felswand angestrahlt von der Sonne.

Darüber ein blauer Himmel mit weißen Wölckchen und wir standen auf der saftig grünen Wiese umrahmt von den hellgrünen Sträuchern.

Anhand der Screenshot-Mappe konnten die Gäste die Filmeinstellungen gut nachvollziehen. 

Die Vegetation hatte zugenommen, aber es ließ sich noch alles lokalisieren.

Danach gab es noch eine Überraschung für die Gäste.

Marlies, Roman und Ulrich verschwanden im Gebüsch und kehrten als Santer und Schwarzer Adler zurück.

Beide waren bei Marlies in der Maske gewesen.

Helmut hatte extra von zuhause Pflöcke und Stricke mitgebracht und so wurde der Schwarze Adler nach 60 Jahren erneut auf der Wiese gefoltert …

Die Gäste hatten Ihren Spaß!

Mich juckte das Gras und irgendwelche Krabbelviecher suchten den Kontakt zu mir.

Santer wollte von mir wissen, woher ich das Gold habe und hielt mir den qualmenden Zigarillo unter die Nase.

Ich spuckte nach Ihm und das Ende ist ja bekannt …

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Danach machten wir uns auf den Weg zum Bus zurück und die Sonne brannte auf uns herunter.

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Anschließend fuhren wir nach Roski Slap und erlebten dort eine Überraschung.

Es war so voll, dass wir keinen Parkplatz mehr bekamen.

Wir stiegen aus und der Bus mußte wegfahren und sich einen Parkplatz außerhalb des Nationalparks suchen.

Ursprünglich wollte ich erst die Drehorte zeigen und dann in der Wassermühle einkehren.

Aber vielleicht bekamen wir dann später keinen Platz mehr im Restaurant.

Deshalb beschlossen wir erst in die Mühle zu schauen, wie voll es dort ist.

Zu unserer Überraschung war nicht viel los und so blieben wir zuerst im Lokal und machten unsere Mittagspause.

Natürlich nahmen wir auch unser Fußbad wieder in dem erfrischenden Wasser.

Es gab Käse, Schinken, Wurst, Speck, Tomaten, Oliven und frisches Weißbrot.

Dazu wurde Bier bzw. Rotwein getrunken und zum Abschluß ein Schnäpschen.

***

Gestärkt machten wir uns auf die Drehortetour. Schwerpunkt war dieses Jahr natürlich Winnetou 1.

Wir fingen diesmal von der anderen Seite mit dem Nachtlager der Apachen an, weil wir zum Schluß noch ein Highlight präsentieren wollten.

Die Drehorte liegen wie eine Perlenkette alle am Fußweg.

Allerdings werden die Sträucher immer dichter und so manches Foto, dass man vor Jahren noch gemacht hat, ist jetzt nicht mehr möglich.

***

Plötzlich tauchte nach 60 Jahren Nscho-tschi wieder an den Schleierfällen auf.

Die Zeit war an Ihr spurlos vorbeigegangen und so ermöglichte Aneka sich und uns so manch schönes Foto.

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Im Vorfeld meiner Geburtstagstour kam mir die Idee den Bravo-Starschnitt mit Marie Versini zu suchen.

Werner war auch von der Idee begeistert.

Dass dieser in Roski aufgenommen wurde, war für uns beide klar.

Aber wo?

Im Hotel bemerkte ich, dass ich das Bildmaterial zu Hause vergessen hatte …

Deshalb starteten wir einen Aufruf, uns Bilder in die WhatsApp-Gruppe zu schicken.

Aber es gibt nicht so viel Bildmaterial und dann ist es noch meistens seitenverkehrt.

Hinzu kam, dass im Winter auch noch Hochwasser war.

Zum Glück waren an den Bäumen keine Blätter, doch trotz der freien Sicht hatten wir kein Erfolgserlebnis.

Werner suchte abends auf dem Handy die Felswände nach Merkmalen ab, während ich mich mit den Bildern mit Marie beschäftigte.

Woran erkennt man, ob das Bild richtig oder seitenverkehrt ist?

Die Aufklärung waren schließlich die Zöpfe und die Haargummis.

Der linke Zopf war immer dünner und hatte einen roten Zopfgummi, während der rechte Zopf dicker war und einen gelben Zopfgummi hatte.

Also drehte Marie nur einen Tag in Roski – bei allen anderen Bildern sind die Zöpfe gleich dick.

An unserem Abreisetag im Februar machten wir nochmals einen Abstecher nach Roski, weil wir dachten, wir hätten etwas auf den Handybildern erkannt …

Aber wir ließen uns vom Film täuschen und suchten im Winter im Bereich vor dem Nachtlager.

Enttäuscht machten wir uns auf den Heimweg.

Zuhause ließ uns das keine Ruhe und wir suchten mit Google-Street und Fotos weiter.

Unabhängig voneinander fanden wir endlich den entscheidenden Hinweis!

***

Zwei Tage vor dem Fest fuhren Werner und ich nochmals nach Roski und fanden jetzt einiges heraus.

Nscho-tschi geht vom Nachtlager direkt runter zum Fluß.

Dort setzt sie sich auf den Baumstamm, wo auch Old Shatterhand dazukommt.

Örtlich wäre unterhalb des Nachtlagers dafür Platz, um diese Szene dort zu drehen.

Aber in Wirklichkeit wurde diese Szene 100m weiter vorne gedreht.

Auch konnte Santer die beiden gar nicht belauschen,

da diese Stelle nochmals ein paar Meter weg ist und man im Hintergrund die beiden Hufeisen-Wasserfälle sieht.

Hier an der Belauschungsstelle gibt es auch ein Bild mit Marie und einer Thermosflasche während einer Pause.

Vielleicht wurde der Starschnitt nach einer Drehpause gemacht?

Wir stiegen durch das Dickicht weiter nach oben in Richtung Felswand und fanden 4 Punkte, die auf dem Starschnitt-Bild im Hintergrund zu sehen sind.

Ganz zum Schluss fanden wir direkt neben dem Weg noch einen Felsen mit 2 weiteren eindeutigen Merkmalen.

Es fehlt nur die kleine Schottererhöhung, wo Marie den rechten Fuß stehen hat.

Dieser ist im Laufe der Flurbereinigung für den Parkweg zum Opfer gefallen.

Der Starschnitt wurde auf dem heutigen Parkweg aufgenommen.

Wenn man sich die Bäume in der ersten Reihe wegdenkt, dann hat man das Starschnittbild.

Dadurch, dass es damals fast keine Vegetation gab,

war der Blick auf die Felswand frei und man bekommt den Eindruck, dass die Steine direkt hinter Marie wären.

So hatten wir pünktlich zum 60 jährigen Jubiläum von Winnetou 1

das Nscho-tschi BRAVO-Starschnitt-Rätsel gelöst

und konnten dies den Gästen als Höhepunkt des heutigen Tages präsentieren!!!

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Um 17 Uhr machten wir uns dann auf den Rückweg zum Hotel.

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Nach dem Abendessen trafen wir uns in gemütlicher Runde um 20 Uhr auf der Terrasse und ließen den Tag dort ausklingen.

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Heute war für mich als Veranstalter der Tag der Tage mit den drei großen Highlights:

Das gefesselte Kleeblatt an den Marterpfählen auf dem Plateau

Die feierliche Essenstafel und (vielleicht) der Abschied vom Plateau

Nachts der Kinoabend mit Winnetou 3 im Lager der Jicarillas

Um acht Uhr fuhren wir bei schönstem Wetter über die Autobahn zum Pueblo-Plateau.

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Wir parkten am Parkplatz und hatten das Plateau (noch) für uns alleine.

Ich hatte die Gäste unterwiesen, wo wir unsere Sachen abstellen sollten und bis wohin wir uns ´´breitmachen´´ sollten.

Alle packten mit an und so wurden die Marterpfähle, Stangen, Platten, Seile, Werkzeug, Kostüme und Decken auf das Plateau getragen.

Das Licht war perfekt und der blaue Rio Pecos leuchtete umrahmt von den weißen Felswänden.

Wir begannen sofort die Marterpfähle an den richtigen Filmpositionen aufzustellen.

Die Positionen hatte ich mit Marlies, Helmut und Werner am Sonntag schon ermittelt.

Gleichzeitig fing Marlies mit der Maske an.

Sie richtete Werner, Rolf, Christian, Helmut, Aneka und Ulrich her.

Da wurde gekämmt, gepudert, gefärbt und falsche Bärte angeklebt bis wir ´´gut´´ aussahen.

Danach schlüpften wir in unsere Kostüme.

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In der Zwischenzeit kam der LKW vom Hotel Ilirija und brachte die Hochzeitsgarnitur an runden Tischen und Stühlen mit.

Zwar hatte ich eine lange Tafel geplant, aber mit den runden Tischen konnte man sich besser unterhalten.

Ich hatte zwar alles in weiß bestellt, wußte aber nicht, dass es eine eigene Hochzeitsgarnitur gibt.

So war dies eine positive Überraschung für mich …

***

Vielen Dank an alle Gäste, ohne Euch wäre dies ALLES nicht machbar gewesen!!!

Einige waren mit den Marterpfählen beschäftigt, andere dekorierten die Tische, einige waren in der Maske und der Rest bewachte unsere privaten Sachen.

Schließlich kam Adelheid auch noch auf das Plateau.

Sie hatte im Hotel extra für uns den ´´guten´´ Kaffee gekocht.

Außerdem hatte sie noch rote, blaue Servietten, Teelichter und Gewichte für die Tischdecken mit.

Wir beide hatten uns zuhause schon überlegt, wie wir die Tische feierlich dekorieren wollen.

Zusätzlich hatte ich noch zwei goldene Kerzenleuchter mit …

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Es war ein unbeschreiblicher einmaliger festlicher Anblick:

Die vier weißen großen runden Tische waren mit weißen Stühlen umstellt und mit weißen Tischdecken, weißem Porzellan-Geschirr, Besteck, Gläsern, roten und blauen Servietten, Teelichtern und goldenen Kerzenleuchtern mit jeweils 3 langen roten Kerzen dekoriert.

So standen die Festtische auf dem rot-bräunlichen Schotter des Pueblo-Plateaus.

Von der einen Seite blickte man in den Flusscanyon auf die blaue Zrmanja, von der anderen Seite auf den stolzen Tulove Grede mit seinen Felszinnen. Über uns der blaue Himmel und um uns herum die Sträucher im Frühlingsgrün.

So etwas feierliches edles hatte es noch nie auf dem Plateau gegeben und der Wettergott war bei uns zu Gast!!!

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Danach fingen wir mit unseren ´´Dreharbeiten´´ an.

Winnetou fesselte das Kleeblatt an die Marterpfähle.

Es gab 2 Runden: eine Video – und eine Fotorunde.

Dazu hatten wir von Helmut den Filmtext bekommen, den wir auswendig gelernt hatten.

Bei der ersten Runde hatte ich meinen Text fehlerfrei aufgesagt.

Als wir dann noch Nahaufnahmen machten, musste ich passen und hatte Texthänger.

Mir gingen mehrere Gedanken durch den Kopf …

Würde das Essen rechtzeitig da sein?

Hatte mich Katarina richtig verstanden?

Aber zum Glück war ich nicht der Einzige mit Texthägern.

***

Anschließend kam noch Nscho-tschi aus Roswell mit der braunen Jacke und dem Amulett.

Sie hängte Winnetou das Amulett um …

Winnetou und Old Shatterhand reichten sich zum ersten Mal die Hände!

Danach gab es verschiedene Fotos, jeder mit jedem, kostümiert mit nicht kostümiert usw.

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In dieser Zeit kam Katarina mit zwei Begleitern auf das Plateau.

Im Auto hatte sie unser Essen mitgebracht:

– Dalmatinische Käse – und Schinkenplatten (Schinken, Speck, Wurst)

– die legendäre Bohnensuppe mit Weißbrot, die wir schon 2016 am Tulove Grede auf der Gräberwiese gegessen haben

– große panierte Schnitzel mit Djuvecreis

– Fritule mit Kaffee

– Getränke: Bier, Radler, Rotwein, Weißwein, Wasser und Softdrinks

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Bevor es allerdings losging, holte ich Katarina zu mir und legte meinen Arm um sie.

Sie schaute mich mit großen Augen an.

Ich erklärte den Gästen, dass wir uns nur per Google-Translater unterhalten können.

Ich kann kein kroatisch und Sie weder deutsch noch englisch.

Ich bedankte mich bei Ihr für die phantastische Zusammenarbeit.

Obwohl Ihr Vater erst vor paar Tagen gestorben war, hatte sie für uns gekocht!

Wie schreibt man jemandem in so einer Situation, den man eigentlich nicht kennt und dessen Sprache man nicht beherrscht?

Ich versuchte sie zu trösten und hätte verstanden, dass sie mir in dieser Situation absagt.

Ich hoffte, dass die Übersetzung einigermaßen richtig sei …

Wie sie mir sagte, hatte ich sie mit meinen mitfühlenden Worten verzaubert.

Es entstand zwischen uns eine besondere Beziehung.

***

So bedankte ich mich bei Ihr auf dem Plateau mit einigen kroatischen Sätzen, die ich mir auf einen Zettel aufgeschrieben hatte.

Draga Kaživjelitarina, želim ti puno zahvaliti na velikom trudu.

Nije samo po sebi zadano da netko održi svoju riječ nakon udarca sudbine.

GRAĐANSKI vašem ocu Klausu i mom ocu Manfredu!

Liebe Katarina, ich möchte mich bei Dir ganz herzlich für Deine große Mühe bedanken.

Es ist nicht selbstverständlich, dass man nach einem Schicksalsschlag sein gegebenes Wort hält.

Živjeli auf Deinen Vater Klaus und auf meinen Vater Manfred!

Mit ´´Živjeli´´ stießen wir auf unsere Väter an.

Unser gemeinsames Schicksal – der Tod unserer Väter – hatte uns zusammengebracht.

***

Tapfer hielt sie vor den Gästen durch, aber hinter dem Auto fiel sie mir um den Hals und fing heftig an zu weinen …

Ohne Google konnte ich eh nichts sagen und manchmal sind Worte nur störend …

Ihre Begleiter schauten mich mit großen Augen an. Da hing Katarina an einem Fremden und weint …

Danach servierte sie tapfer und mit einem Lächeln uns die Speisen, die auch diesmal vorzüglich schmeckten.

Sie ist eine klasse Köchin und ein noch wunderbarer Mensch!!!

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Der Käse und die dalmatinische Schinkenplatte schmeckten lecker.

Aber die Bohnensuppe war auch wieder vorzüglich.

Leider habe ich von Ihr fast zu viel gegessen, da ich beim Hauptgang schon teilweise nicht mehr konnte.

Die Schnitzel waren teilweise größer als die Teller.

Adelheid´s guter Kaffee mit den Fritule rundete unser Festessen im Lager der Apachen ab.

Dazu ein, zwei Gläschen Wein oder ein Bier und mit Freunden fachsimpeln – selten war es so entspannt auf den Festen.

Dazu hatten wir das schöne Wetter mit dieser einmaligen Location.

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Dies war von mir ein jahrelanger Traum (seit 2012), der heute in Erfüllung ging und jahrelang von meinen Partnern abgelehnt wurde.

Sollte das Pueblo-Plateau (bald) wirklich bebaut werden …

… so war dies heute ein feierlicher, würdiger Abschied von einem Ort, der uns so viele Traumstunden geschenkt hat.

Dazu hatten wir das Plateau fast für uns alleine. Es waren nur wenige Besucher da.

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Gegen 15 Uhr ging das große Aufräumen los.

***

Die Sachen vom Hotel Ilirija wurden im LKW verladen.

Wir bauten die Marterpfähle wieder ab und gemeinsam trugen wir unsere Sachen wieder zum Bus zurück.

Mit einem glücklichen Veranstalter ging es anschließend zum Hotel zurück.

Man kann alles planen, aber nicht das Wetter. Wir hatten keine Bura und keinen Regen – es waren optimale Bedingungen gewesen.

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Die Zeit bis zum Abendessen war zur freien Verfügung.

Wer wollte konnte die Zeit für ein Nickerchen nutzen, da wir ja noch das Nachtprogramm vor uns hatten.

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Ich hatte mit Ralf noch einen Termin im Meer.

Wir wollten den Wasserkampf zwischen Old Shatterhand und Intschu tschuna mal durchspielen, der in den nächsten Tagen auf der Tagesordnung stand.

Von der Lavenderbar beobachteten uns Aneka und Ihr Mann und luden uns nach unserer Übung zu einem Radler ein.

***

Danach traf man sich zu einem kleinen Abendessen im Speisesaal.

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Nach dem Abendessen wollte ich mit Werner zu unserer Kinobucht fahren, um die Stühle aufzustellen.

Aber das Auto machte keinen Muckser …

Zum Glück bot sich Roman an und wir packten die Stühle in seinen Bus.

Es war ja nicht weit und so erreichten wir in der Abenddämmerung das Lager der Jicarillas.

Als wir ausstiegen hatte die Technik gerade Ihren Soundcheck und AC/DC dröhnte über das Meer.

Wir luden die Stühle aus und Roman fuhr zum Hotel zurück.

Die Stühle stellten wir in mehreren Reihen auf.

Dabei bekamen wir schon einen Vorgeschmack, auf das was uns später erwartete.

Die Technik probte einige Lichteffekte.

Nach und nach kamen die Gäste.

Wir genossen den Blick über das spiegelglatte Meer und auf die Inseln am Horizont.

Der Himmel wechselte seine purpur Farben in der Abenddämmerung und es wurde allmählich dunkel.

***

Ich begrüßte die Gäste recht herzlich im Lager der Jicarillas und kündigte den Film Winnetou 3 an.

2015 scheiterte die Filmaufführung oberhalb von Rovanjska wegen der Bura und Pierre Brice verstarb am nächsten Morgen.

2017 sahen wir zwar Winnetou 3 mit Grab am Kamenjak – aber es ist halt kein Originaldrehort.

Es sollte endlich in dieser Nacht mit Winnetou 3 nach 8 Jahren klappen – und WIE!!!

So hatte man Winnetou 3 noch nie gesehen!

Die Spezialeffekte der Technik waren sensationell!

Als es im Steinbruch die Explosion gab, knallte es so laut am Strand, dass wir alle zusammenzuckten.

Wenn die Prärie und der Rio Pecos brannten, brannte vor der Leinwand der ganze Strand. Im Sand war dafür die Technik eingegraben.

Als Sam das Feuerwerk zündete, gab es über unserer Bucht zeitgleich ein Feuerwerk.

Als es zu größeren Schießereien kam, zuckten weißblaue Effekte über den Strand.

Als Winnetou seine Todesahnung in der Abendsonne hatte …

… war der ganze Strand gelb-orange-rötlich beleuchtet und die Filmleinwand verschmelzte mit dem Strand.

Als Winnetou starb, war der Strand ebenfalls so beleuchtet.

Seitlich am Pinienwald erstrahlte gelblich das Porträt von Pierre Brice / Winnetou und hatte den Effekt eines aufsteigenden Mondes.

So schön ist Winnetou noch nie gestorben und diese Nacht wird man nicht vergessen!

Ich bedankte mich begeistert bei der Technik für diese klasse einmalige Vorstellung.

Sie meinten, es ist kein Job mehr, sondern sie würden es gerne machen und freuen sich schon auf nächstes Jahr … Wir uns auch!

***

Draußen in der Bucht ankerte eine Segeljacht.

Wahrscheinlich hatte sich die Crew diese romantische Bucht ganz anders vorgestellt.

Wir hatten zwar den Mond und einen schönen Sternenhimmel, aber auch …

den Sound, die Schüsse, das Indianergeheul, das Feuerwerk usw. von Winnetou 3, der über die Bucht hinaus auf das Meer hallte.

Hinzu kamen die Explosionen, das Feuerwerk und die Lichteffekte von der Technik.

Was die sich wohl dachten?

Wir klappten die Stühle zusammen und verluden diese bei Roman im Bus.

Einige Minuten später waren wir im Hotel.

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Mit einigen Gästen testete ich noch das Nachleben von Biograd.

Wir schwelgten in den ganz guten alten Zeiten von Silverpit & Co und merkten nicht wie die Zeit verging.

Erst als das Licht ausgemacht wurde gingen wir zurück ins Hotel …

Was war das für ein Tag und eine Nacht gewesen – überglücklich fiel ich ins Bett und träumte sofort.

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Um 9 Uhr fuhren wir los. Unser Ziel war der Tulove Grede.

Mit dem Wetter hatten wir wieder Glück.

Als ich den Busfahrer begrüßte, sagte ich zu Ihm, dass wird heute ein Abenteuertag.

Noch lachte er, denn er wußte nicht was Ihn erwartet …

Er war noch nie am Tulove Grede gewesen.

Es gab aber auch für mich eine Überraschung, von der ich noch nichts ahnte …

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Zuerst ging es Kurve für Kurve die asphaltierte Straße hoch.

Doch plötzlich war die Fahrt beendet – die Straße war gesperrt.

Ich hatte zwar Wochen zuvor gehört, dass hier in der Gegend ein polnischer Kriegsfilm gedreht wird.

Nachdem aber in Marasovic keine Panzer mehr standen …

… und wir sonst auch keine Filmleute sahen, war ich der Meinung, dass dieser Spuk vorbei war.

Nach 2015 war also die Passstraße wieder wegen Filmarbeiten gesperrt.

An der Straße standen unzählige LKW´s und es wimmelte von Menschen.

Nachdem ich versprochen hatte, dass wir zügig bis zur Windschutzmauer fahren, durften wir nach einiger Zeit den Wachposten passieren.

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Dann folgte der Teil mit der Schotterstraße.

Ab dem Steinbruch verwickelte ich den Busfahrer in ein Gespräch, um Ihn abzulenken.

Auf seiner Stirn stand der Schweiß und die Perlen wurden immer größer.

Endlich hatten wir die Windschutzmauer erreicht.

Aber wir brauchten ja noch einen Parkplatz für den Bus und vor allem, wir mußten noch wenden!

Wir fuhren an der Apanatschi-Kurve und der Bärenjagd vorbei.

Dann kam unsere Kurve zum Wenden.

Ich erklärte dem Busfahrer die Situation.

Sein Hemd war nass und die Hände zitterten, obwohl sie am Lenkrad waren …

Mir fiel in dem Augenblick Winnetou´s Satz ein: Maki-moteh´s Hand zittert wohl

Aber das war in dem Augenblick natürlich unpassend.

Ich beruhigte Ihn und sagte, in all den Jahren wurde hier gewendet.

Ich stieg aus und gab Ihm mit Zeichen die Unterstützung.

Nach mehrmaligen Einschlagen hatten wir die Drehung geschafft.

Ich erinnerte Ihn an meinen Spruch mit dem Abenteuertag und er lachte etwas gequält.

Damit sich unser Busfahrer erholen konnte, startete ich dort oben unser Programm.

*************

Zuerst besichtigten wir die Kurve, wo Old Surehand mit seinem Begleiter reitet.

Danach machten wir uns auf die Suche des zerrissenen Schafes.

Schließlich zeigte ich noch die Bärenjagd.

Wir (Robert, Norbert und ich) gingen über den liegenden Hinkelstein als Baumann Senior, Baumann Junior und Winnetou.

In dieser Richtung sind dies die entferntesten Drehorte am Tulove Grede.

Von der Kurve zum Massiv des Tulove Grede hat man einen ganz anderen Blickwinkel.

Wer fotografierte da?

Unser Busfahrer hatte plötzlich an der Landschaft Gefallen gefunden. Er ging den ganzen Tag mit uns überall mit.

Danach fuhren wir knapp bis zur Kapelle und parkten dort.

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Wir starteten unsere Tour an der Windschutzmauer in der Geierwiese.

Da waren Motive aus Winnetou 1, Apanatschi, Old Surehand und Unter Geiern.

*

Dann gab es noch eine Überraschung.

Iris und Rolf hatten noch vor dem Fest die letzte kurze Sequenz aus dem Schlusskampf von Winnetou 1 gefunden – den Bogenschützen.

Dieser liegt am Ende der Geierwiese zum Beginn des Zwischentals zur Großen Wiese.

*

Von dort ging es zur kleinen Wiese, wo einst Maki-moteh stand und Santer runterkletterte.

Hier gab es viele Einstellungen wie:

– dort oben starb der Scout Bonoja durch Old Surehand

– Surehand war am Baum gefesselt

– Fred Baumann kämpfte gegen den falschen Prediger

– paar Meter tiefer lässt Winnetou alle Komantschen auf sich schießen

– der falsche Prediger findet sein Ende

usw.

***

In der Geierwiese wurde auch das Filmplakat UNTER GEIERN aufgenommen.

Dies wollten wir dieses Jahr endlich nachstellen.

Wir holten unsere Kostüme aus dem Bus und Marlies machte uns wieder schick.

Dann standen wie vor 58 Jahren Old Surehand und Winnetou Seite an Seite.

*

Wir stellten auch die Szene nach, wo Old Surehand zu Winnetou sagt: ´´Ich wußte gar nicht, dass man damit auch schießen kann´´.

***

Das Wetter veränderte sich allmählich und der Himmel wurde dunkler.

Wir wollten noch schnell zur Gräberwiese um Nscho-tschi´s Tod nachzustellen.

Old Shatterhand (Helmut) setzte sich auf den mittleren Stein und dann legte sich Nscho-tschi (Aneka) auf seinen Schoß.

Es dauerte einige Zeit bis wir die Beiden richtig in Position hatten.

Dann kniete Winnetou (Ulrich) vor den Beiden

und

Nscho-tschi hauchte: ´´Anika ti matan´´

Passend zu dieser Filmeinstellung war jetzt der Himmel sehr dunkelgrau.

Wir beeilten uns zum Bus und hatten es gerade noch geschafft, dann fing es an zu regnen.

*************

An der Kapelle trafen wir wieder auf das Filmteam.

Dort standen dutzende Statisten – alle blutverschmiert und mit allen möglichen Wunden.

Einer hatte sogar nur noch ein halbes Gesicht.

Obwohl wir die Statisten nur eine Minute sahen, war dies ein beklemmendes Bild.

Wer braucht schon so einen Film, wenn einen täglich die Bilder aus der Ukraine erreichen?

Der Regen begleitete uns bis zum Hotel.

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Nach dem Abendessen wurden wir von Wolfram gebeten uns alle im Konferenzsaal zu versammeln.

Ich musste allerdings als Einziger draußen bleiben.

Schließlich durfte auch ich in den Saal.

Man hatte eine Überraschung für mich.

Ich bekam eine Häuptlings-Gummiente mit Federschmuck und dazu sangen die Gäste mit der Winnetou-Melodie folgendes Lied für mich.

Mein Bruder, Du liebst Dein täglich Bad

Dein Bad, das Dich täglich erquickt und labt

Doch ach, meist badest Du allein

Bei Manitou, das kann nicht länger sein

Heute, da wird es sein!

Ab heute – badest Du nicht mehr allein

Dein Bruder wird nun immer bei Dir sein

Ab heute badest Du nicht mehr allein

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Diesen musikalischen Schwung nahmen wir mit auf die Terrasse, wo Sonja und Rolf für die musikalische Unterhaltung sorgten.

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Bei schönstem Wetter fuhren wie los.

Es war die gleiche Strecke wie gestern, nur das wir am Schluss in Richtung Tulove Grede abbogen, um dann nach einigen Metern anzuhalten.

Von dort gingen wir einige Minuten bis wir das Eisenbahncamp aus Winnetou 1 erreichten.

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Heute war unser Klekih-petra-Tag …

Unter einem kleinen Bäumchen, der uns Schatten spendete, legten wir unser Gepäck ab.

Wir hatten heute etwas Großes vor!

Wir wollten die Szenen im Eisenbahnercamp mit Pferden nachstellen.

Während die Ersten schon anfingen Ihre Kostüme anzuziehen, ging ich mit Helmut nochmals in Richtung Straße zurück.

Dort wollten wir uns mit unserer Pferdefrau Renata treffen, um Ihr den Weg zu zeigen.

Auf dem Weg zur Straße trafen wir auf eine Schafherde, die wir schon Tage zuvor getroffen hatten.

*************

Aus dem Gebüsch kam ein riesiger Schäferhund schwanzwedelnd auf mich zu, mit dem ich schon Freundschaft geschlossen hatte.

Er legte sich auf den Boden und wartete auf seine Streicheleinheiten.

Er hatte einen riesigen Kopf wie ein Löwe und seine Pfoten waren breiter als meine Füße.

Auf der einen Seite hatte er ein tiefes, sehr großes Loch.

Wenn die Narbe schon so groß war, wer war dann sein Gegner gewesen? Da bleibt eigentlich nur der Bär übrig …

Irgendwann rief der Schäfer nach Ihm und er trottete langsam in Richtung Schafherde.

Er blickte sich nochmals um und verschwand zwischen den Sträuchern. Wahrscheinlich ist er noch nie gestreichelt worden.

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Als wir an der Straße ankamen, waren auch schon Renata und Ihr Mann da.

Sie hatte ein braunes Pferd für Klekih-petra mit.

Für mich hatte sie wieder More mit – es war dieses wunderschöne schwarze Pferd vom letzten Jahr.

Wir gingen mit den Pferden zu den Gästen zurück.

Marlies hatte die Zeit genutzt und die verschiedenen Aktiven waren schon bei Ihr in der Maske gewesen.

Die Pferde wurden gezäumt und hergerichtet. Helmut und ich zogen uns um. Zum Schluß richtete mich Marlies her.

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Wir machten ein Gruppenbild mit unseren Darstellern:

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Sam Hawkens, Dick Stone, Will Parker, Old Shatterhand,

Bill Jones, Bancroft, Santer,

Klekih-petra und Winnetou

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Wir spielten alle Szenen doppelt. Eine Runde nur zum Fotografieren, die Zweite für Videoaufnahmen.

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Zuerst spielten wir die Szene nach wie Winnetou und Klekih-petra aus den Bergen kommen und ins Camp reiten.

Die Sonne schien und im Hintergrund war die gigantische Gebirgslandschaft zu sehen – dazu wir beide auf den Pferden mit den schönen Pferdedecken.

Hinzu kamen die anderen Kostüme und jemand spielte noch die Winnetou-Melodie.

So macht das Hobby Spaß und es war großes Gänsehaut-Kino.

Die Gäste konnten alles fotografieren.

Für das Video hatten wir natürlich alle unseren Text gelernt.

***

Dann kam die Szene, wo wir zur Verhandlung im Kreis saßen.

Diese mussten wir allerdings mehrmals wiederholen.

Da die Pferde von den vielen Stechmücken, die unter den Decken vor der Sonne Schutz suchten, von diesen gepisackt wurden. 

So blieben diese nicht ganz so ruhig wie wir wollten. Am Ende hat es dennoch geklappt.

Es gab noch einen kleinen lustigen Zwischenfall.

Wir saßen noch auf dem Boden und ich hielt Iltschi an den Zügeln, als dieser plötzlich ´´musste´´.

Es hörte sich an wie ein Wasserfall.

Die Gäste lachten und ich wollte schon aufspringen.

Aber das Rinnsal floss an mir vorbei. Es hörte gar nicht auf und ich weiß nicht wie viele Liter das waren.

***

Nachdem wir die Verhandlung erfolgreich gedreht hatten, kam dann Santer …

Natürlich gab es auch den Fußtritt gegen Winnetou – aber auch den Faustschlag gegen Santer.

Klekih-petra schmeißt sich schützend vor Winnetou – die Kugeln haben Ihn tödlich getroffen.

Luc sah einfach wunderbar als Klekih-petra aus und er wurde genauso wie im Film mit dem Blut am Mund geschminkt!

Danach gab es noch einige Fotos mit Gästen.

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In der Zwischenzeit hatte sich Aneka als Nscho-tschi umgezogen.

Sie hatte in all den Jahren immer die Pferde verpasst.

Einen Schimmel konnte ich Ihr nicht bieten, aber meinen Iltschi. So bekam sie nach all den Jahren endlich Ihr Pferdebild.

***

Wir zogen uns um und ich bezahlte die Pferde.

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Nun stand der zweite Teil vor uns – die Wanderung auf den Aussichtspunkt von Winnetou und Klekih-petra.

Diesen Hügel kennt jeder Fan und doch war er immer in unerreichbarer Ferne, da das ganze Gebiet vermint war.

Es wurde jahrelang davor mit Minenschildern gewarnt.

Aber heute war der Tag, wo unsere Gruppe den Hügel bestieg.

Ich hatte Tage zuvor schon mit Werner, Helmut und Marlies den Weg mit Wollfäden markiert, damit wir den einfachsten Weg haben.

Meine Frau blieb mit Bernhard unter dem Bäumchen bei all unseren Sachen, die wir zurückließen. So hatten wir möglichst wenig Ballast zu tragen.

Die Sonne brannte herunter. Es war weit und breit kein Schatten.

Einige kehrten um, weil es Ihnen zu heiß war.

Schließlich kamen wir oben auf dem Hügel an.

Die Strecke schaut zwar kurz aus, aber man muss um den halben Berg gehen, um die Filmstelle zu erreichen.

Von oben hat man einen wunderbaren Blick – wie einst Winnetou – auf das Eisenbahncamp.

Zum Glück hatte ich meine Frau als Wache für unsere Sachen eingeplant.

Denn von oben sahen wir, dass auch andere Leute auf der Wiese waren – so wären unsere Sachen unbewacht gewesen.

Bis jetzt hatte ich noch nie andere Leute im Eisenbahncamp getroffen.

Luc war im Kostüm hochgegangen.

Schnell zog ich mich um und wir stellten einige Kameraeinstellungen nach – wie den Anritt, den Blick auf die Ebene und das Seitenmotiv.

Man muss sich mal vorstellen, wie viele Eimer Sand dort hochgetragen worden sind, damit die Pferde die paar Meter gehen konnten!!!

Dann begann der Abstieg zurück ins Camp.

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Eigentlich sollte es noch zu Klekih-petra´s Sterbebaum gehen …

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Aber den Gästen war es zu heiß und so beschlossen wir im ´´Restoran Anita´´ uns zu erfrischen und den Ausflug dort ausklingen zu lassen.

Danach fuhren wir am späten Nachmittag zurück nach Biograd.

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Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus nach Vrlika.

Wir hielten gleich vorne am Haupttal, bevor man nach rechts in Richtung Friedhof der Straße folgt.

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Zuerst zeigte ich den Gästen die Stelle, wo für den Ölprinz zwei Häuser als Kulisse nachgebaut worden waren.

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Danach machten wir uns auf den Weg zum Beratungsfeuer von Nitsas-Ini aus dem Ölprinz.

Obwohl ich erst im Februar hier war, sah es jetzt durch die Blätter etwas anders aus.

Aber nach kurzem Suchen war die Stelle gefunden.

Wenn ich überlege wieviel Fans jahrelang diese Stelle überall in Vrilika gesucht haben und dann lag diese Filmlocation doch so nah an der Straße.

Im Film wirkt das Lagerfeuer viel größer.

Allerdings hat die Vegetation so zugenommen, dass man die Standorte der Tipis und Pferde nicht mehr sehen kann.

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Robert als Nitsas-Ini und ich als Winnetou nahmen Platz am Lagerfeuer der Navajo.

Im Vordergrund die Steine der Feuerstelle und im Hintergrund rechts und links die markanten Berge.

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Anschließend machten wir noch Gruppenfotos mit dem ´´letzten´´ unbekannten Drehort von Vrlika.

Wir gingen zum Bus zurück.

Die Sonne brannte herunter und es war drückend schwül. Das Wetter veränderte sich und der Himmel verfinsterte sich.

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Unser nächstes Ziel war die Iltschiwiese aus Winnetou 3.

Wir fuhren mit dem Bus am Friedhof vorbei und kurz darauf hielten wir.

Um uns herum zuckten die Blitze und es donnerte laut und kräftig.

Unter diesen Umständen konnten wir nicht den Drehort aufsuchen.

Ein Mischlingshund war verängstigt unter den Bus gekrochen um Schutz vor dem Unwetter zu suchen.

Er ließ sich mit keinerlei Leckerlies hervorlocken.

Norbert kroch unter den Bus und versuchte den Hund hervorzuholen – aber zwecklos, er kroch sofort noch weiter unter den Bus.

So verbrachten beide die Zeit unter dem Bus.

Wir blickten auf unsere Wetterapps und Regenradar, danach gingen unsere Blicke zum Himmel und es wurde diskutiert …

Aber als es besser wurde machten wir uns auf den Weg zum ´´Iltschi´´.

Die Sträucher waren bedeutend höher geworden und teilweise konnte man die Felsen nicht mehr sehen.

Wir suchten und suchten, aber vergeblich – trotz Robert´s Koordinaten.

Ging man nur um einen Busch sah man die anderen Gäste nicht mehr.

Bernhard, Christian, Norbert, Robert, Werner und ich waren ja schon mehrmals hier gewesen.

Aber wir fanden nicht mehr die exakte Stelle.

Hinzu kam, dass doch der Himmel noch schwarz war und das Unwetter noch nicht ganz abgezogen war.

Vielleicht fehlte es uns an der Ruhe oder aber wie wir ja aus Erfahrung wissen, schauen die Felsen bei schlechter Witterung ganz anders aus.

So blieb uns der Iltschi verborgen.

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Ein Teil der Gruppe ging dann lieber zum Bus zurück um dort wegen des Wetters in Sicherheit zu sein.

Mit den Anderen ging ich dann zum ´´Trinkbecken vom Schnellen Panther´´ aus Winnetou 3.

Zum Glück fanden wir diese Stelle.

Allerdings ist hier die Vegetation schon noch so wie früher, da der Boden dort sehr steinig ist.

Wir machten dort Fotos mit dem Trinkfelsen und einige spielten die Szene nach.

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Danach gingen wir bei leichtem Nieselregen zum Bus zurück.

Unser Mischlingshund hatte den Bus verlassen und so konnten wir ohne Probleme losfahren.

Unterwegs machten wir noch eine Pause in der ´´Caffe Bar Dvori´´ und dann ging es zurück ins Hotel.

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Im September war ich nochmals privat in Vrilika unterwegs.

Dort traf ich auf einen Forstarbeiter / Ranger und er erzählte mir,

dass die ganze Region jetzt seit 2021 zum jüngsten Naturpark Kroatiens erklärt wurde – dem Naturpark Dinara.

https://croatia.hr/de-de/natur/dinara

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Es war ein herrlicher sonniger Morgen und nach dem Frühstück brachen wir auf …

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Heute war unser letzter Ausflugstag und diesen hatte ich mit einer entspannten Bootsfahrt auf der Zrmanja geplant.

Unsere letzte Fahrt auf der Zrmanja war vor 10 Jahren gewesen.

Damals hatten wir ein großes Schiff, das von Zadar kam und für Ausflüge auf dem Meer vorgesehen ist.

Dieses Mal wollte ich aber ein kleines Boot, damit man besser die Drehorte ansteuern kann.

Ich hatte ein Boot mit einer umklappbaren Heckklappe entdeckt.

So konnte man gut ins Wasser gelangen oder die Kajaks besteigen.

So führte uns die Busfahrt nach Obrovac.

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Am Tag zuvor hatte ich von der Bootsfirma erfahren, dass das gewünschte Boot nicht zur Verfügung wäre.

Dies war keine gute Nachricht, da es auf dem neuen Boot auch kein WC gab.

So bestiegen wir das Boot und hatten auch 2 Totempfähle verladen.

Jetzt wo ich den Text schreibe, frage ich mich … Aber warum 2?

Als die Gäste alle im Boot saßen und ich ebenfalls einsteigen wollte, fragte mich der Kapitän, ob dies alle Gäste wären. Ich bejahte die Frage.

Dann machte er mir den Vorschlag, dass wir in das hintere Boot mit WC und umklappbarer Heckklappe wechseln könnten, wenn wir wollten.

Wir sagten natürlich sofort zu und wechselten die Boote.

Die beiden von mir extra bestellten Kajaks wurden an das neue Boot gebunden.

Die Leinen wurden gelöst und dann starteten wir unsere Bootsfahrt auf der Zrmanja.

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Am Anfang gleitet das Boot durch eine ganz normale Flußlandschaft. Aber mit jedem Meter wird die Landschaft spannender und dramatischer.

Wenn man um die eine Ecke kommt, dann erscheint kurz das Massiv des Tulove Grede´s.

Anschließend erreichten wir die ´´Schwarzwald-Kurve´´.

Jetzt werden die Felswände rechts und links immer höher.

Die Vegetation hört auf und der Fluss ist nur noch von den felsigen Seitenwänden eingerahmt.

Hier ist die Zeit stehengeblieben und man hat den Eindruck, dass das Filmteam jeden Augenblick um die Ecke kommt.

Wir hatten natürlich unsere Filmscreen-Mappen mit und hielten Ausschau nach den Einstellungen.

Zusätzlich hatte Wolfram und Rolf die Drehorte laminiert und der Reihenfolge nach sortiert, wie die Drehorte im und am Fluss liegen.

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Dann kamen wir an die Stelle, wo der Totempfahl stand …

Unser Triathlet Ralf wollte unbedingt der Old Shatterhand sein

und hatte zuhause einen aufblasbaren ´´Totempfahl´´ gekauft, der aber viel zu kurz war und einfach nicht passte.

Mit einiger Phantasie hätte man den gut in einem Sexfilm verwenden können …

Auch hatte er sich das blaue Hemd und die braune Hose besorgt.

Im Vorfeld hatte er sich das Einverständnis von Helmut geholt und glitt so als Old Shatterhand in die Fluten des Rio Pecos.

Ich kühlte mir die Arme und Oberkörper ab, setzte mir mein Stirnband auf und steckte den Tomahawk in den Gürtel.

Den Gürtel hatte ich ganz fest gezogen,

damit ich nicht wieder die Erfahrung machte wie in Rakov Škocjan, wo die Hose zu den Knöcheln rutschte und mich am Schwimmen hinderte.

Dann bestieg ich als Häuptling Intschu-tschuna das Kajak und paddelte in die Flussmitte.

Old Shatterhand schwamm heimlich von hinten an das Kajak und kippte dieses seitlich um.

Ich stürzte in die kühlen Fluten und tauchte wieder auf.

Da sah ich Old Shatterhand, zog den Tomahawk aus dem Gürtel und schleuderte diesen auf Old Shatterhand.

Danach schwammen wir aufeinander zu, packten uns an den Armen und kämpften im Wasser …

Dabei wurde mir mein Stirnband vom Kopf gerissen.

Ich tauchte unter Wasser und sah es dort treiben, aber ich erreichte es nicht.

Beim zweiten Versuch tauchte ich viel tiefer und konnte noch nach dem Stirnband greifen.

Ich tauchte wieder auf mit dem Stirnband in der Hand und einige Gäste klatschten Beifall.

Ralf war in der Zwischenzeit an das gegen überliegende Ufer geschwommen.

Ich versuchte mehrmals das Kajak zu wenden, aber es hatte sich richtig fest an die Wasseroberfläche gesaugt.

Ich schwamm und schob dabei das Kajak zur Uferseite des Totempfahls.

Der Totempfahl steht ja auf einem kleinen Vorsprung am Flußufer.

Ich dachte, ich könnte dort an Land gehen. Aber die Realität sah anders aus.

Dort kann man nicht stehen.

Es geht dort senkrecht in die Tiefe und die Steine unter Wasser sind glatt von den Algen.

Ich rutschte mehrmals ab … schwimmend und krabbelnd konnte ich mich schließlich an dieses Flußplateau hochhangeln.

Dann versuchte ich das Kajak zu wenden, aber es ging nicht.

Ich stieg auf einen anderen Stein, damit ich eine andere Hebelposition habe und versuchte es erneut.

Dabei rutschte ich vom Stein ab und fiel ins Wasser.

Ich krabbelte wieder auf einen Felsen und setzte mich hin. Ich mußte erst mal durchschnaufen.

In dieser Position stütze ich meine Ellbogen auf die Oberschenkel und konnte endlich das Kajak umdrehen.

Ich paddelte rüber zu Ralf, der mir gestand, dass unsere Aktion doch kräfteraubend sei.

Wir waren vor dem Felsen, wo Old Shatterhand ins Wasser springt.

Aber wie will man hier ins Wasser kopfüber springen und nicht im Boden stecken bleiben?

Der Wasserstand war dafür viel zu niedrig.

Da konnte man nur einen Bauchplatscher machen …

Anderseits sind im Film alle meine glitschigen Steine außerhalb des Wassers.

Beide Filmstellen waren aber die richtigen Drehorte.

Wie sollte dies in der Praxis gehen?

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Zuhause schaute ich mir die Filmszene mehrmals in Zeitlupe an und kam zu folgendem Ergebnis:

>> Der Wasserstand war damals viel niedriger, da die Steine beim Totempfahl sichtbar waren.

>> Wenn Old Shatterhand aus dem Blickwinkel von Intschu-tschuna gezeigt wird, steht er auf dem niedrigen Felsen, wo auch wir waren.

>> Kurz bevor Old Shatterhand ins Wasser springt, macht er noch einen Schritt nach oben. Man sieht Ihn im Film nie ganz.

>> Kurz bevor er springt, sieht man das die Wasserfläche viel tiefer ist.

>> Paar Meter neben unserem Sprungstein gibt es einen etwa 2 Meter höheren Felsen.

>> Nur von diesem konnte Lex so seinen Hechtsprung in das tiefere Wasser machen!!!

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So stellten wir im Uferbereich nochmals Teile des Zweikampfes nach,

was gar nicht so einfach war, da man fast bis zum halben Unterschenkel im Schlamm steckte.

Außerdem waren überall größere Steine, über die man stolperte.

Wir konnten diese aber durch das aufgewühlte schlammige Wasser nicht sehen.

Schließlich schmettert Old Shatterhand den Häuptling nieder und dieser fällt mit dem Rücken auf das Wasser.

Old Shatterhand zog den bewußtlosen Häuptling an das Ufer.

So wie die Titanic den Eisberg streifte, so zog mich Ralf über einen Felsen der unter Wasser war.

Mein Rücken hatte eine richtige breite Kratzspur!!!

Aber ein Indianer kennt keinen Schmerz und der Häuptling erst recht nicht.

Danach holten wir vom Boot den Totempfahl.

Helmut und Christian halfen uns dabei mit dem zweiten Kajak.

Dann wurde der Totempfahl auf der Filmstelle plaziert.

Rolf stand hinter dem Totempfahl um den Pfeilen zu entgehen …

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Von dort ging es zurück zum Boot. Wir banden die Kajaks wieder an und unsere Bootsreise ging weiter.

Wie auf einer Perlenkette folgten die Kameraeinstellungen links und rechts.

Natürlich durfte auch Intschu-tschuna ´´Manitou´´ in den Canyon rufen!

Die Felswände wurden immer höher und erreichen hier mehrere hundert Meter. (200-300m)

Wir kamen um die letzte Flußkurve und hatten den Blick auf die Mündung.

Wir schipperten hinaus auf das Novigradsko more, fuhren einen Halbkreis und steuerten wieder in den Flußcanyon.

Auf dem Rückweg hatte man noch die Möglichkeit verpasste Aufnahmen nachzuholen.

Aber für die Rückfahrt waren jetzt hauptsächlich die Drehorte von Winnetou 3 dran.

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Dann ging es zurück nach Obrovac und zur Überraschung der Gäste ging es weiter.

Wir mussten die Köpfe einziehen und das Gepäck vom Kajütendach wegräumen

und fuhren dann unter der Brücke von Obrovac weiter stromaufwärts bis zu dem Wasserfall Jankovića buk.

Von dort ging es dann zurück nach Obrovac.

***

Während ich unseren Tagesausflug bezahlte, entsorgten die Gäste die beiden Marterpfähle in den großen Mülltonnen von Obrovac.

Damit war unser Ausflugsprogramm beendet.

Wir hatten wieder mit dem Wetter die ganze Woche Glück gehabt!!!

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Glücklich, erleichtert und zufrieden saß ich im Bus, als wir zum Hotel zurück fuhren.

Ich muss allerdings nochmals die Zrmanja befahren,

denn am Kanustrand von Winnetou 1 stand ich immer noch nicht …

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Abends trafen wir uns nochmals alle auf der Hotelterrasse und genossen den Sonnenuntergang mit den Palmen.

Ich hatte die Festplakate von diesem Jahr mit und bot diese zum Verkauf an.

Zum Abschluß fragte ich in die Runde, ob wir mal in ein neues Land fahren sollten …

Wohin?

MONTENEGRO

Der Vorschlag wurde begeistert aufgenommen und diskutiert …

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Mit dem heutigen Tag war unsere Festwoche leider schon wieder vorbei.

Ein letztes gemeinsames Frühstück und dann begann die große Aufbruchstimmung.

***

Normalerweise wären meine Frau und ich auch losgefahren …

Aber unser Auto war noch in der Werkstatt und so mußte ich meinen Urlaub um einen Tag verlängern.

Mein Chef war ´´begeistert´´.

Es war alles im Zimmer gepackt und wir warteten auf den Anruf des Mechanikers …

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So bummelte ich mit meiner Frau am Strand entlang in Richtung Crvena Luka.

Als wir mittags zurückkamen trafen wir noch einige Festgäste, die privat noch paar Tage blieben.

Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach Zadar zur Werkstatt.

Laut Mechaniker sollte es nicht mehr lange dauern und wir vertrieben uns die Zeit im Hafen.

Dann sahen wir unser Auto in der Stadt fahren – der Mechaniker machte die Probefahrt.

Endlich konnten wir unser Auto in Empfang nehmen.

***

Unterwegs sahen wir noch große Mülltonnen am Friedhof. Dort entsorgten wir vorbildlich die zwei restlichen Marterpfähle.

Als wir im Hotel angekommen waren, erfuhren wir von der Rezeption, dass man uns zwei Lunchpakete zubereitet hatte.

Das Auto wurde endlich gepackt und wir verabschiedeten uns von den restlichen Freunden.

Zum Schluß gab es noch einen herzlichen Abschied vom Personal des Hotels und dann ging es los.

***

Der Himmel wurde immer dunkler und ich hatte es geschafft alles trocken in das Auto zu verstauen.

Aber umso näher wir zum Tulove Grede kamen, desto stürmischer wurde das Wetter.

Der Himmel hatte eine bedrohliche Färbung in allen grauen und schwarzen Tönen.

Kurz vor dem Tunnel war es stockfinster und so einen schwarzen Himmel hatte ich noch nie gesehen.

Dann waren wir im Tunnel in Sicherheit.

Auf der anderen Tunnelseite peitschte uns der Regen entgegen und ich war kurz davor rechts zu halten.

Der Scheibenwischer packte es fast nicht mehr und die Regentropfen hörten sich wie Hagelkörner an.

Im Schritttempo kroch ich einige Zeit weiter.

Dann ging es wieder normal weiter und bis auf zwei kleine Pausen fuhr ich die ganze Nacht durch …

Zu Hause angekommen, hieß es auspacken und am nächsten Morgen ging es wieder in die Arbeit.

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Später haben wir erfahren, dass aufgrund des Unwetters alle Aktivitäten auf der Zrmanja am nächsten Tag abgesagt wurden.

Was hatten wir für ein Glück mit unserer Bootsfahrt gehabt!!!

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Fazit:

Diese Woche bot uns wieder einige einmalige Erlebnisse!

→ → → Wir konnten vier neue Drehorte besichtigen, wobei zwei Drehorte erst paar Tage vor dem Fest gefunden wurden.

→ → → Wir trafen Nscho-tschi an den Schleierfällen und waren Zeuge wie Santer den Schwarzen Adler folterte …

→ → → Auf der Zrmanja hatten wir ein kleines Boot mit einer Badeklappe, über die wir in die Kajaks einsteigen konnten.

→ → → Wir hatten eine phantastische Filmnacht im Lager der Jicarillas, wo endlich Winnetou 3 auf der Großleinwand gezeigt wurde.

→ → → Winnetou erschien mit seinem weißen Vater Kleki-petra hoch zu Roß im Eisenbahncamp …

→ → → Auf dem Pueblo-Plateau war das Kleeblatt an die Marterpfähle gefesselt …

→ → → Aber der Höhepunkt war die feierliche, vornehme Essenstafel auf dem Pueblo-Plateau.

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Vor 49 Jahren (1974) sah ich Winnetou 1 zum ersten Mal. Es ist mein Lieblingsfilm.

Damals hätte ich mir niemals vorstellen können,

in die Rolle des Schwarzen Adler´s , Intschu tschuna´s und Winnetou´s zu schlüpfen

und an den Originalplätzen die Szenen mit Freunden zum 60 jährigen Film-Jubiläum nachzustellen.

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Mein besonderer Dank gilt meiner Freundin und Köchin Katarina,

die trotz Ihres Schicksalschlages mir meinen langjährigen Wunsch erfüllte!!!

Nach dem Fest schrieb sie mir folgende Zeilen …

Lieber Ulrich,

Du hast mein ganzes Jahr mit diesen wundervollen Worten erhellt.

Und Du hast mich sehr berührt, als Du über meinen Vater gesprochen hast.

Ich liebe Dich sehr und bin sehr glücklich, Dich in meinem Leben getroffen zu haben.

Ich danke Dir von ganzem Herzen für alles, Du hast mich mit Deiner Rede und allem umgehauen.

♥ ♥ ♥

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Vielen lieben herzlichen Dank natürlich an alle Gäste,

ohne Eure tatkräftige Unterstützung hätte der ´´Pueblo-Tag´´  und andere Aktionen so nie stattfinden können!

Es hat mir sehr viel Spass mit Euch gemacht

und

ich bin für Euer Vertrauen, Treue, Hilfe, Unterstützung und Freundschaft

sehr dankbar!

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Ein großes Lob geht auch an meine Technik-Freunde vom MK-Eventdesign,

die sich wieder übertroffen und uns eine einmalige ´´Strandshow´´ geboten haben!

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Es war sehr schön nach 4 Jahren wieder im Hotel Ilirija in Biograd unser ´´Lager´´ aufzuschlagen

und unsere Traum-Festwoche mit Freunden bei Freunden zu verbringen.

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Über ein Wiedersehen im Jahr 2024 würde ich mich sehr freuen!!!

Ideen und Pläne habe ich schon …

Es soll in ein neues Winnetou-Land gehen …

Herzlichst Ulrich

***ULLITOURS***

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Mein Fest – Fotoalbum:

Bildmaterial wurde von den Gästen zur Verfügung gestellt: Copyright Ullitours