* * * Wo Winnetou einst sein Herz verlor * * *

Laßt uns nach diesen außergewöhnlichen Monaten das ´´Dolce Vita´´

in Slowenien, Kroatien und Italien genießen …

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Ullitou´s

Romantische Abenteuer – Tour

vom

25.09. – 02.10.2021

in Ankaran / Slowenien

im Hotel Adria Ankaran Resort

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Neugierig geworden? Dann klick doch bitte in das Fest – Fotoalbum …

Mein Fest – Tagebuch:

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Corona bestimmte auch dieses Jahr das Geschehen!

Wir beobachteten das ganze Jahr die Inzidenzzahlen und es wurde heftig diskutiert, ob man sich impfen lassen sollte oder nicht.

Größenwahnsinnig wie ich bin,

bot ich zu diesen Zeiten eine Drei-Länderreise an – Slowenien, Kroatien und Italien!

Wie im Jahr zuvor mußte ich den ersten Termin wegen der hohen Inzidenzzahlen streichen und das Event in den Herbst verschieben.

Die Sommerwerte waren niedrig und so bestand die Hoffnung, dass alles klappt.

Aber mit jeder Woche stiegen die Zahlen und in unserer Woche während des Festes wurde Slowenien zum Hochinzidenzgebiet erklärt.

Allerdings wurde unser Bus niemals kontrolliert.

Ich selber überquerte die Grenzen in dieser Zeit 15 Mal

 – es war als würde es kein Corona geben –

keine Kontrollen!

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Um 16:30 versammelten wir uns im Atrium des ehemaligen Benediktinerklosters zum Sektempfang.

Es wurde uns Sekt, O-Saft und Wasser pur oder gemischt angeboten.

Ich hieß die Gäste zum 10. Winnetou-Fest herzlich willkommen und bedankte mich für das langjährige Vertrauen.

Es gab einen kleinen Rückblick auf die vergangenen Feste, einen Blick auf das aktuelle Fest und einen Ausblick in die Zukunft von 2022.

Anschließend versammelten wir uns zu einem Gruppenfoto vor der schönen historischen Außenfassade des Klosters.

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Nach dem Abendessen trafen wir uns gegen 20:00 Uhr im Innenhof des Klosters zum gemütlichen Beisammensein.

Man hatte sich nach so langer Zeit viel zu erzählen …

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Da für den heutigen Tag in Venedig Regen vorhergesagt wurde, hatte ich mich noch in der Nacht dazu entschieden,

den ersten und letzten Tag untereinander zu tauschen.

Also ging es heute nach Triest.

Als ich im Hotel gerade mit meinem Frühstück anfangen wollte, gab es die erste Überraschung …

Die Rezeptionistin holte mich vom Frühstück weg und erklärte mir, dass wir ein zusätzliches Einreiseformular benötigen.

Wie oft hatte ich im Hotel und bei dem Busunternehmen nachgefragt, ob wir noch weitere Dokumente brauchen!

Es hieß immer Pass und Coronapapiere / Covid-App werden benötigt.

Das war es dann mit meinem Frühstück …

Nach intensiven Diskussionen wurde mir das Formular 40 Mal ausgedruckt.

Dies war nötig, da einige Gäste kein bzw. ein altes Handy besitzen und es nicht online ausfüllen konnten.

So war der Tausch des Programms ganz gut.

Wir konnten uns in Ruhe auf unseren ersten Grenzübertritt als internationale Gruppe vorbereiten.

Es war ja nur eine kurze Fahrzeit.

Triest liegt gleich hinter der Grenze und wir waren in 15 Minuten dort.

**********

Warum stand Triest, das auch als ´´das kleine Wien am Meer´´ bezeichnet wird, auf dem Programm?

Pierre und Lex suchten hier an den freien Drehtagen nach Abwechslung und Entspannung.

Nach wochenlangem Aufenthalt in der Karstlandschaft war dies kein Wunder.

Auch die italienische Küche lockte die beiden.

Pierre hatte sich ja mehrmals über die „gute“ Feldküche bzw. jugoslawische Küche geäußert.

Joachim Gitt erzählte mir bei einem Telefonat, dass eigentlich ALLE die Gelegenheit nutzten nach Triest zu gehen.

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So wandelten wir auf den Spuren unserer Helden und genossen das italienische Flair.

Wir gingen am Hafen, an der Piazza dell’Unità d’Italia entlang.

Es ist der größte Platz in der Stadt und wird deshalb auch als Piazza Grande bezeichnet.

Von dort bogen wir dann in die Altstadt ab.

Es ging durch enge Gässchen vorbei an der Piazza della Borsa, dem Palazzo del Governo und vielen Prachtbauten.

Unterwegs machten wir Halt zu einem ersten morgendlichen italienischen Kaffee – manche auch zum ersten Bier.

Die Architektur und die Schönheiten der Bauten sind beeindruckend.

Was für ein Kontrast zur jugoslawischen Karstlandschaft …

Zum Mittagessen blieben wir in einem Lokal am Canale Grande, wo ein Kajak-Football-Turnier ausgetragen wurde.

Nach dem Mittagessen kamen wir an der Kirche Sant’ Antonio Taumaturgo und der Orthodoxen Kirche vorbei.

Anschließend gingen wir zum Teatro Romano und stiegen durch kleine Gässchen in Richtung Festung.

Einige benutzen den Fahrstuhl – einige nahmen die Herausforderung an und bestiegen den Colle di San Giusto.

Vor der Festung erstreckt sich ein Platz mit Säulenresten einer alten römischen Kirche.

Von dort hat man einen herrlichen Blick über die Altstadt und den Hafen.

Danach ging es durch die Gassen von Triest zurück zum Bus.

*************

Anschließend machten wir noch einen Abstecher zum Schloss Miramare, das auf einer Felsklippe liegt.

Miramare bedeuted „Meeresblick“

„Wenn einem die Kaiserkrone eines Landes angeboten wird, sagt man nicht nein. 

Hier, auf seinem kurz zuvor erst fertig gewordenen Sitz Castello di Miramare bei Triest,

nahm Maximilian – der Bruder des österreichischen Kaisers – 1864 die Krone von Mexiko an.

Er verließ sein Schloss und sollte es nie wieder sehen…“

(Quelle: reise-schreibmaschine)

https://reise-schreibmaschine.de/europa/italien-triest-castello-di-miramare/

https://www.travelbook.de/attraktionen/schloss-miramare-bei-triest

Der kleine Hafen mit der Mole diente als Kulisse in einem Lex Barker-Film. Wir suchen noch den Filmtitel …

Als wir im Bus waren und nach Hause fuhren, fing es an zu nieseln.

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Nach dem Abendessen trafen wir uns gegen 20 Uhr in der ehemaligen Kapelle des Klosters.

Hier verteilte ich die neuen T-Shirts und die Drehortmappen.

Morgen stand Winnetou auf dem Programm …

Es wurde fleißig über den Wasserstand der Rak spekuliert … am nächsten Tag wussten wir mehr.

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Nach dem Frühstück machten wir uns um 9 Uhr auf den Weg zum Bärenkampfplatz.

Dieser liegt auf dem kleinen Hügel Pečna Reber (763m) über Postojna, von wo man einen schönen Blick über die Berge und die Ebene hat.

Dieses Jahr stellten wir das Vorankündigungsplakat Winnetou 2 nach.

Sogar den exakten Standpunkt von Pierre Brice konnten wir an ein paar weißen Steinen lokalisieren.

Einige Gäste schauten sich die alten Bäume an und verglichen die Äste mit den Screenshots. Aber es konnte kein ´´Filmbaum´´ identifiziert werden.

**********

Anschließend fuhren wir in das Naturreservat Rakov Škocjan, das nur 10km entfernt ist. Hier wurden Szenen von Winnetou 2 und Old Surehand gedreht.

Zuerst sieht man den Naturbogen von W2, wo die Assiniboins ankamen und von den Pferden stiegen.

Ein Blick in die Tiefe zeigte, wie weit wir hinuntersteigen mussten.  

Normalerweise hat man hier einen Blick auf den Fluss Rak. Aber diesmal war er ausgetrocknet. Wir stiegen vorsichtig hinab.

Letztes Jahr konnte man sich nicht unterhalten, so laut war das Getöse des reißenden Wassers. Dieses Jahr hörten wir unsere Schritte auf den Kieselsteinen.

Die kleine steinerne Brücke war letztes Jahr überspült und wir gingen barfuß hinüber.

Dieses Jahr konnten wir die Schuhe anlassen. Der Wasserpegel war letztes Jahr gute 2m höher.

Einige von uns waren schon 4-5 Mal da – aber so trocken hatte es noch keiner gesehen.

***

Der nächste Drehort war aus Old Surehand, wo Winnetou am Fluss entlang läuft um Toby aus dem Labyrinth des Generals zu befreien.

Nach 56 Jahren lief Winnetou wieder zum Versteck des Generals …

***

Danach folgten wir weiter dem Bachbett, bis man zu dem dreiecksförmigen Eingang der Weberhöhle kommt.

Hier stieg Winnetou mit den Assiniboins ins Wasser und schwamm / tauchte in die Höhle um Ribanna zu befreien.

Hier war noch Wasser in der Absenkung und wir stellten fest, dass es das Niveau wie zu Filmzeiten hatte.

***

Lebe Deinen Traum – schon zuhause hatte ich den Plan gefasst hier zu schwimmen.

Mit Lichtern ließ ich die Wasseroberfläche ableuchten,

ob nicht doch ein Loch unter der Wasseroberfläche versteckt sei, von dem man angesaugt werden könnte.

Dies war meine Sorge – aber nicht die Temperatur.

Nach 56 Jahren und einer kurzen Abkühlung schwamm Ullitou mit seinem Krieger Ralf um Ribanna zu befreien.

Die meisten Gäste froren bei diesem Anblick, aber für uns war es – u n b e s c h r e i b l i c h!!!

Es war verrückt, man schwimmt auf eine dunkle Wand zu, das Wasser ist kalt und erfrischend.

Man sieht nur seine Füße, der Rest ist dunkel – bis auf die Lichtkegel von den Gästen.

Es war wunderschön in so einer Naturkulisse schwimmen zu dürfen. Die Glückshormone spielten Pingpong.

Es war ein besonderer – einmaliger – verrückter Augenblick und ich werde diese Filmszene in Zukunft immer besonders genießen!

Diese Gelegenheit bot sich schon am nächsten Tag!

***

Bis ich mich abgetrocknet und umgezogen hatte,

waren die Gäste schon unterwegs zu unserem nächsten Drehort – dem Schlusskampf mit dem General und Old Surehand.

Ich genoss noch die Stille von der Badehöhle für einige Augenblicke und folgte dann den Gästen.

Dieser letzte Drehort ist nicht einfach zu erklimmen.

Es ist feucht, die Steine sind rutschig und der sandige Abhang ist auch durch die Touristen zu einem Rutschhang geworden.

Aus den Erfahrungen vom letzten Jahr habe ich von Werner ein Bergsteigerseil mitbringen lassen, das wir oben um einen großen Felsen banden.

Dies war doch eine große Hilfe und Unterstützung.

Oben auf dieser kleinen Fläche läuft Winnetou in den Hintereingang des Labyrinths.

***

Aber es sollte dort oben etwas anderes präsentiert werden:

Old Surehand, Old Wabble und der General

***

Wir hatten die Höhle mit Fackeln bestückt und es kam erneut zum Schlusskampf.

Hier entstanden wundervolle stimmungsvolle Fotos durch die Fackeln.

Aber auch von dem unteren Loch, wo der General herabrutscht, sah die Höhle bombastisch aus.

***********

Vorsichtig stiegen wir von diesem Drehort herunter und dann begann der nicht ganz ungefährliche Aufstieg, denn der Weg ist immer ein wenig feucht.

Erschwert wird das Ganze noch durch die Blätter, die Wurzeln und die Steine. Mit jedem Gast wurde der Weg immer rutschiger …

Aber wir ALLE sind aus der Unterwelt wieder gesund zurückgekommen.

**********

Nach diesen zahlreichen Highlights hatten wir uns eine Pause verdient. Wir machten wie im letzten Jahr erneut beim Lokal mit dem Riesentipi Pause.

Aber Corona hat einiges verändert und so waren mehrere Diskussionen mit dem Wirt notwendig, um doch noch etwas zu trinken zu bekommen.

Wir ließen uns das Bier und den Wein in der herbstlichen warmen Sonne schmecken.

**********

Die Gäste baten mich darum und so gab es als Zuschlag, obwohl es nicht im Programm stand – die Wiese von Ribanna´s Schimmel …

Anschließend ging es zurück zum Hotel …

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… aber nicht für alle.

Ich hatte noch eine Verabredung mit dem Höhlenführer und unserer Technik vor der Filmhöhle Otoska Jama.

Zu meiner Überraschung war die Wiese vor der Höhle extra für uns gemäht worden.

Allerdings hatte man die Feuerstelle beseitigt und die Steine ins Gebüsch geworfen. Ich nahm mir die Zeit und baute die Feuerstelle wieder auf.

Alle trafen pünktlich ein und so konnte die Technik sich einen ersten Eindruck von der Höhle verschaffen.

Während ich die Technik einwies und ich mich mit Ihnen besprach,

verteilten Robert, Iris und Rolf laminierte Screenshots in der Höhle, damit die Technik sich nachts besser orientieren konnte

und wir legten damit auch für morgen die Drehorte fest.

Danach ging es zurück zum Hotel – die Magen knurrten schon.

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Nachts um halb vier brummte mein Handy …

Die Technik schickte mir die ersten Fotos von der beleuchteten Höhle!

Zufrieden und erleichtert drehte ich mich um, um etwas zu schlafen.

Nach 2 Stunden klingelte der Wecker …

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… um 06:30 holte ich Werner ab, der bereits schon vor seinem Zimmer wartete.

Es war ein phantastischer Morgen.

Die Sonne suchte sich Ihren Weg durch die Nebelschwaden und es gab dadurch ganz bizarre Lichterscheinungen.

Der wolkenlose Himmel erstrahlte in allen Pastellfarben.

Wenn so das Wetter bliebe – was will man mehr?

Wir kamen immer näher nach Postojna und der Nebel wurde immer dicker.

Postojna liegt ja etwas tiefer und so fuhren wir zur Höhle im dicksten Nebel.

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Wir waren alleine, da die Technik sich für ein paar Minuten im Hotel schlafen gelegt hatte.

Alles was ich geplant hatte, bauten wir auf.

Wir rollten den roten Teppich aus – schließlich war es ja eine Weltpremiere, was wir heute erleben würden.

Der rote Teppich auf der grünen Wiese sah klasse aus.

Der Teppich war flankiert mit Aushangsfotos von Winnetou 2, die vergrößert und jeweils umrahmt von einem Filmnegativ waren.

Am Anfang des Teppichs standen die Filmplakate Winnetou 2 und die Vorankündigung.

An der Feuerstelle waren drei Speere zusammengebunden aufgestellt, an denen das diesjährige Festplakat hing.

Für die Höhlentür hatte ich noch einen roten Vorhang – wie im Kino!

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Aber die Luftfeuchtigkeit war so stark, dass wir wieder alles abbauen mußten. Die Plakate, Poster und Aushangsfotos wären wellig geworden.

Dann kam auch schon der LKW mit den Stühlen, Tischen und Bänken.

Anschließend wurde noch diverses Cateringmaterial angeliefert.

Mit der Ruhe auf der Waldwiese vor der Höhle war es für heute vorbei.

Schließlich erschien auch unsere Technik nach 1 Stunde Schlaf und zeigte uns – die beleuchtete Filmhöhle.

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Begeistert, glücklich und zufrieden fuhren Werner und ich zur Touristenhöhle.

Dort holte ich die reservierten Tickets um 9 Uhr ab.

Nun warteten wir auf den Bus mit den Gästen und speziell auf Marlies, die unser Frühstück eingepackt hatte.

Der Magen knurrte schon …

Der Nebel war verschwunden und die Sonne schien von einem wolkenfreien dunkelblauen Himmel.

Im Sonnenschein genossen wir auf der großen Treppe unser Frühstück.

Anschließend machten wir hier noch ein Gruppenfoto und gingen dann um 10 Uhr in Richtung Eingang, wo bereits unser Höhlenführer Roman wartete.

Wie einst schon Lex Barker und Eddie Arendt fuhren wir mit dem Zug in die weltberühmte Unterwelt von Postojna.

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Die attraktivste Karsthöhle der Welt begrüßte uns.

Die Höhle von Postojna ist die 2. Größte (24km) für Touristen erschlossene Höhle weltweit.

Bei dieser unvergesslichen Zugfahrt fährt man mit dem Zug ungefähr 3,5km.

Aufgrund eines Feuers im 2. Weltkrieg sind alle Tropfsteine auf den ersten 200 Metern schwarz verfärbt.

Vom Eingang sind wir mit der Eisenbahn durch den Tanzsaal (Plesna dvorana) gefahren.

Hier staunten wir über die Kronleuchter aus Muranoglas, die von der Decke hingen.

Weiter fuhren wir zur Alten Höhle (Stara jama) und von dort bis zur Konzerthalle (Koncertna dvorana).

Anschließend wird man 1,5km zu Fuß von dem Höhlenführer durch diese absolute Traumwelt geführt.

Wir gingen zum Großen Berg (Kalvarija) und anschließend zur Russischen Brücke (Ruski rov).

Unser Weg führte uns durch die schöne Höhle bis zum tiefsten Punkt.

Man bestaunt Milliarden von Tropfsteinen, die von winzigen Tröpfchen über Millionen von Jahren geformt wurden – ein imposantes unterirdisches Paradies.

Gigantische Stalaktiten hängen von den Höhlendecken und vom Boden wachsen riesige Stalagmiten.

Jeder Tropfstein ist ein Unikat, wuchtig, riesig, gerade, verdreht, wellig, filigran, durchsichtig …

Jede Höhle (Halle, Saal) hat Ihren Reiz und Ihre eigene märchenhaft Atmosphäre.

Es wird einem sofort klar, warum die Höhle, die Hauptsehenswürdigkeit Sloweniens ist.

Jährlich bestaunen 1 Million Besucher dieses Naturparadies.

Schließlich kamen wir zum Wahrzeichen der Höhle von Postojna – dem Brillianten mit der gotischen Säule.

Der Brillant ist ein 5m hoher glänzender, weißer Stalagmit. 

Über den Tropfstein läuft das Wasser und lagert eine dünne Sinterschicht aus reinem Kalzit ab,

diese verleiht dem Brillanten den Glanz und den weißen ´´Mantel´´.

Zum Schluß kamen wir zum Aquarium und bestaunten die Grottenolme.

Der Zug brachte uns wieder in unsere vertraute Welt zurück.

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Werner und ich fuhren zur Filmhöhle Otoska jama.

Wir mussten alles erneut aufbauen, bis die Gäste da waren.

Die Technik hatte vormittags, als wir noch in der Touristenhöhle waren, die Feinabstimmung gemacht und die Leinwand aufgebaut.

Es konnte losgehen – wir waren fertig!

**********

Gegen 13 Uhr kamen die Gäste an der Wiese an und genossen den Welcome Drink vom Cateringteam.

Sofort wurde meine ´´Kino-Deko´´ bestaunt und fotografiert.

Anschließend nahmen die Gäste Ihre Stühle, gingen über den roten Teppich, durch den roten Vorhang und waren dann in der Höhle.

Diese war aber noch nicht bunt sondern weiß gedimmt beleuchtet, damit der Effekt dann umso größer war.

Die Leinwand stand zentral im großen Saal.

Links von der Leinwand war die Stelle wo Winnetou stand und rechts Ribanna, um sich Ihre Liebe zu gestehen.

Romantischer geht es ja gar nicht mehr!

Im Hintergrund war der Wolfsfelsen-Tropfstein beleuchtet, an dem Ribanna und Merril gefesselt waren.

***

Nachdem die Gäste saßen, ließ ich alle Lichter ausschalten, damit man mal sah, wie dunkel es sonst ist.

Dann ging das Licht an und die Höhle erstrahlte in bunten Farben.

Eine kurze Begrüßung von mir …

Der Film lief an und die Weltpremiere hatte begonnen!

Wir sahen Winnetou 2 in einer Höhle – dazu in der Filmhöhle!

Dies hatte es noch nie gegeben …

Nach 57 Jahren gestanden sich Ribanna und Winnetou ihre Liebe erneut in der Höhle.

Gestandene Männer kämpften mit den Tränen oder weinten …

……

Sie sagten mir später, dass dies der schönste und emotionalste Tag aller Feste war.

Dabei waren sie in der Vergangenheit schon mehrmals in der Höhle.

Vielen Dank für dieses Lob, dass mich sehr berührt hat.

……

Nach dem Film nahmen wir unsere Stühle wieder mit nach draußen.

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Wir genossen die Sonne und wärmten uns erstmals auf.

In den vergangenen Wochen und Monaten gab es viele Überlegungen wie man am besten allen Gästen die Drehorte zeigen kann.

Jeder will seine Fotos machen, dazu bei schwierigen Lichtverhältnissen und eingeschränkten Platzverhältnissen.

Außerdem mussten wir ja die Zeit im Auge behalten.

Sollten wir als eine Gruppe die Höhle besichtigen? Oder sollten wir uns teilen und in zwei Gruppen gehen?

Von der Technik bekam ich die Info, dass die ganze Höhle permanent mehrere Stunden beleuchtet werden kann.

Dies war ja in Deutschland noch nicht sicher.

***

Mir gingen X-Gedanken durch den Kopf und dann entschied ich mich spontan für folgende Lösung:

 3 Gruppen mit jeweils 10-11 Gästen

 die im Abstand von 10 Minuten in die Höhle gehen

 jede Gruppe hat einen Führer, der schon mehrmals in der Vergangenheit in der Höhle war

***

Ich ging zu Klaus, Norbert und Robert und fragte sie, ob sie diese Aufgabe übernehmen würden.

Sie stimmten sofort zu.

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So ging es um 15:30 los – eine Gruppe nach der Anderen verschwand in der Höhle

und konnte in aller Ruhe die Drehorte besichtigen und die einmaligen Fotos machen.

Zusätzlich zu der Festbeleuchtung spielte die Technik auch noch dezent Musik ab, die Rolf und ich ausgesucht hatten.

Aus der Höhle kamen nur strahlende und zufriedene Gäste.

Es wurde eifrig erzählt und geschwärmt …

Auch das Höhlenmanagement von Postojna war in der Zwischenzeit eingetroffen und hatte sich ein eigenes Bild vor Ort gemacht.

Sie waren begeistert.

Die offiziellen Höhlenführer Janez und Roman waren erstaunt, sie hatten Ihre Vorgesetzten noch nie vor Ort gesehen.

Man fragte die Technik und mich, ob man diese Beleuchtung denn nicht für immer dalassen könne.

Sie, die die zweitgrößte Höhle der Welt beleuchten, fragten uns, ob wir die Beleuchtung dalassen können.

Wir trauten unseren Ohren nicht …

Ich ließ mir den Satz nochmal wiederholen, ob ich vielleicht etwas falsch verstanden hätte …

Ein größeres Kompliment kann es nicht geben!

Vielen herzlichen Dank an Jonathan und Björn von ´´meiner´´ Technik, der MK-Eventdesign GmbH.

Klar wird die Leistung und das Material bezahlt, aber so ein Projekt läßt sich nur dadurch verwirklichen,

dass in all den Jahren eine Freundschaft entstanden ist und man auch zu einer persönlichen Entbehrung bereit ist.

Nach dem Fest schrieben sie mir:

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir dich auch im kommenden Jahr

wieder bei einer gewagten, herausfordernden und vielleicht einer bisschen verrückten Aktion unterstützen könnten.  🙂

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Nach so vielen Eindrücken knurrte jetzt der Magen.

Ich hatte ein Barbecau mit dem Management vereinbart und dachte immer, dass dies angeliefert wird.

So hatte ich den Eindruck bei unseren Telefonaten und Mails gehabt.

Aber es wurde live vor Ort – bei uns auf der Wiese gekocht.

Neugierig schaute ich in alle Warmhalte-Vitrinen und strahlte, was da meine Augen sahen.

Nach dem Wetter, nach dem Film, nach der beleuchteten Drehorttour – jetzt das Essen – alles klappte …

Die Chemie zwischen Kochteam und mir stimmte.

Ich durfte auf dem ´´XX-Large-Big Green EGG´´ mithelfen und drehte die Cevapcici!

Der Koch gab mir sogar seine Kochmütze und ich durfte die Rinderfilets schneiden.

Das Kochteam war spitzenklasse, freundlich und sehr kompetent!

Es zauberte uns das beste Essen auf den Tisch, das wir jemals auf den 10 Winnetou-Festen angeboten bekommen haben!!!

Dies war die einhellige Meinung und folgendes wurde uns angeboten:

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Als ich gegen 17 Uhr aufgefordert wurde als Erster mit dem Essen anzufangen, ließ ich mich nicht lange bitten.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Feste, eröffnete ich als Erster die Essensrunde …

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Nachdem wir unser vorzügliches Essen in der Sonne genossen hatten,

machte unsere Maskenbildnerin Marlies die Akteure (Adelheid, Iris, Aneka, Luc, Rolf und Ulrich) für die nächste Runde schön.

So ging es um 17:45 nochmals in die Höhle um einige Filmszenen in Kostümen nachzustellen …

— Ribanna und Winnetou mit der Fackel

— Liebesgeflüster zwischen Ribanna und Winnetou

— Ribanna und Merril gefesselt am Wolfsfelsen-Tropfstein

— Winnetou befreit Ribanna

— Handschlag zwischen Winnetou und Merril

— Forrester´s Flucht bei der Strickleiter

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Die herbstlichen Buchenblätter leuchteten in der allmählich untergehenden Sonne in den verschiedensten gelb-rot-braun Tönen.

Bevor es ganz dunkel wurde packte ich all meine Dekorationssachen ins Auto.

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So ging es gegen 19 Uhr zum gemütlichen Teil über.

Das Lagerfeuer wurde entzündet und Rolf sorgte mit seiner Gitarre für die musikalische Unterhaltung.

Iris hatte Ihm extra den Gitarrengurt mit dem Winnetou-Muster angefertigt.

Ich setzte mich allein an das Lagerfeuer und ließ in Gedanken nochmals den Tag passieren …

Schließlich kam auch mein Bruder Helmut hinzu und nach und nach fast alle Gäste.

Über uns war ein wolkenfreier Sternenhimmel zu sehen …

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Um 20:30 mussten wir allerdings leider aufbrechen, da die Fahrerlaubnis (Arbeitszeit) des Busfahrers bald endete.

Ich bedankte mich bei den Technikern Jonathan Kees und Björn Grau von MK-Eventdesign

für Ihre phantastische Arbeit und Ihre Ausdauer, da ohne Sie wir diese Traumstunden nicht erlebt hätten.

Dies sahen auch die Gäste so und es gab Standing Ovations.

Auch Rolf bekam seinen Applaus für die musikalische Untermalung des Abends.

Die Gäste gingen zum Bus zurück und fuhren um 21 Uhr zum Hotel.

Ich verabschiedete mich dankbar von den Höhlenführern Roman und Janez.

Vor einem Jahr hatte Robert mit mir und Janez den ersten Kontakt gehabt und ich hatte dieses Projekt offiziell vorgestellt.

Die Technik war schon mit dem Abbau beschäftigt und die Otoska Jama wurde wieder dunkel.

**********

Überglücklich und zufrieden fuhr ich mit Werner ins Hotel.

Dort erwarteten uns die Gäste auf ein letztes Bier …

Was für ein unglaublicher Tag – vom Sonnenaufgang bis zum Mondaufgang – Lebe Deinen Traum!

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Nachts schrieb mir die Technik, dass ein Wolkenbruch die Wiese unter Wasser gesetzt hatte.

Als ich zuhause war, schrieb mir die Höhlenmanagerin unter anderem:

Vielen Dank, dass Sie unsere Gäste waren.

Hoffentlich hatten Sie eine schöne Zeit bei uns.

Ich weiß allerdings nicht, wie Sie das geschafft haben, auch das Wetter hat bei Ihrem auserwählten Termin perfekt gepasst. J

😉 Wie ich das geschafft habe – bleibt mein Geheimnis 😉

***

Die Tage danach hat es in Postojna nur geregnet …

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Nach dem Frühstück ging es um 9:30 los.

Ohne Kontrolle überquerten wir die slowenisch-kroatische Grenze.

Bei Sonnenschein fuhren wir durch Rijeka, an Grobnik Polje vorbei nach Platak.

In dieser Gegend wurden sehr viele Aufnahmen (SiS, W1, W2, UG und OSu) gemacht.

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Unser erstes Ziel war der Eingang zum Schoschonenlager – dem Dreiecksfelsen.

Eigentlich sollten uns einige Akteure hier überraschen … aber manchmal kommt es anders.

Marlies, Werner, Sandro und Helmut waren im PKW vorausgefahren, um Zeit zu gewinnen.

Sie bekamen an der Grenze aber einen ´´richtigen´´ Corona-Check.

Der dauerte so lange, dass wir gleichzeitig ankamen.

Also warteten wir einige Minuten, bis wir gerufen wurden.

*****

Zu unserer Überraschung standen dort wie im Film Old Surehand, Old Wabble und Miss Annie.

Marlies hatte sich extra das Lederkostüm von Miss Annie schneidern lassen und sah klasse aus.

Werner wäre das perfekte Double für Old Wabble gewesen.

Sandro als Old Surehand war ebenfalls ein Hingucker.

*****

Das Kostüm von Old Surehand war eine große Herausforderung.

Die Probleme fingen beim Hut an und endeten bei den Sporen.

Der Hut wurde extra von einem Hutmacher angefertigt, nachdem kein passender gefunden wurde. Gürtel und Messer wurden extra nachgemacht.

Marlies und Helmut hatten viel Zeit, Mühe und Geld in die Kostüme investiert.

 Aber dadurch gab es wirklich besonders schöne einmalige Fotos.

Danach fuhren wir noch ein Stückchen weiter bergaufwärts zu unserem nächsten Ziel.

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Wir gingen durch den Wald den Hügel hoch und hatten von dort einen Blick auf den ´´Streifenberg´´.

— In Winnetou 2 sind die Blutsbrüder hier mit dem Packpferd hochgeritten.

— Winnetou reitet mit den Assiniboins den Hügel hoch.

— Old Surehand erscheint hier in OSu um die Zündschnur am Zug auszuschießen.

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Geht man einige Meter auf der alten Paßstraße entlang, kommt man zu einer besonderen Stelle.

Hier wurden einige Pressefotos mit Lex Barker aufgenommen.

Das bekannteste Foto ist jedoch das Motiv des BRAVO-Starschnitts von 1965.

Dieses Bild wiederholten wir mit Helmut nach 56 Jahren.

Zum 1.Mal war sein Kostüm komplett.

Er hatte sich extra noch die originalen Stiefel anfertigen lassen.

Mein Bruder sah wirklich klasse aus!

Lex hat von oben sicher zufrieden runtergeschaut …

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Unser nächstes Ziel war das Poncadorf, das man von der Paßstraße sehen kann.

Vor einigen Wochen haben hier noch Kühe geweidet und der Elektrozaun stand noch.

Seit meinem letzten Besuch von 2014 hat allerdings die Vegetation stark zugenommen.

Der Verdacht liegt nahe, dass die Sträucher / Bäume angepflanzt wurden, damit die Kühe Schatten haben.

*****

Wie damals im Film standen dort die beiden Poncawächter in Ihre roten Decken gehüllt.

Sie begrüßten die Bleichgesichter und wurden rücklings erschossen.

*****

Hier bedankte ich mich nochmals bei allen Gästen, die mir bei dem Fest geholfen hatten.

Für sie gab es ein Gruppenfoto mit Old Shatterhand, Old Surehand und Winnetou.

*****

Norbert und Werner hatten einen Bären brüllen gehört.

Wir wollten das Schicksal nicht herausfordern und machten uns auf den Rückweg zu unserem Bus.

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Wir fuhren zu unserem letzten Programmpunkt – der Assiniboinswiese.

Wir parkten auf dem großen Parkplatz, da die Straße gerade gesperrt war.

Sie wird ausgebaut und am Hang entstehen neue Skilifte.

Die ganze Straße ist renoviert worden und es wird viel in den Tourismus investiert.

Als ich vor einer Woche mit Marlies und Helmut hier war, haben wir mehrmals Bären schreien gehört.

Bären und verstärkter Tourismus – ob das gut geht?

*****

Vor dem Fest hatten wir schon einen Ersatzweg quer durch den Wald und die Wiesen gesucht.

An jenem Tag haben wir 4 Mal einen Bären im Wald an der Assiniboinswiese gehört.

Lag es an der Jahreszeit? Oder gibt es jetzt mehrere Bären, da es auch Fütterungsbeutel gab?

Wir sahen auch viele Bären-Hinterlassenschaften.

*****

Schließlich kamen wir an der Wiese an und fühlten uns in die 60er Jahre zurückversetzt.

Es bot sich uns ein wunderschöner Blick auf diese Wiese, die von Wäldern umrahmt ist.

Die Wiese war übersäht von violett blühenden Blumen – den Herbstzeitlosen. Aber Vorsicht, diese sind sehr giftig!!!

Es wäre ein Jammer, wenn auch hier der Skitourismus herkommen würde …

Nach unserem Spaziergang genossen wir den Kaffee und das Gebäck in dieser herrlichen Umgebung.

Die Sonne schien, dazu der Indian Summer, die einmalige Location – es war Zeit zum Träumen!

******

Danach ging es für Adelheid, Iris und Ulrich erneut in die Maske.

Wir wollten das Bogenschießen mit Ribanna und Winnetou nachstellen.

Iris und Rolf hatten die Zielscheibe gebastelt und ich die Speere.

Iris hatte 2 Bögen mit – einen Showbogen für die Fotos und einen zum Schießen.

Es wurden viele Fotos von den diversen Einstellungen gemacht …

— manche Gäste schauten uns zu …

— manche Gäste lagen im Gras und genossen die schöne einmalige Landschaft …

— manche Gäste waren auf Drehortsuche …

und

— manche Gäste versuchten sich im Bogenschießen – wie einst Ribanna …

Wir hatten so viel Spaß und selten haben wir uns so an einem Drehort amüsiert.

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Die Grenzkontrolle bei der Heimfahrt entfiel für den Bus und die Gäste waren wieder in Slowenien.

Ich wollte mir noch das Aerosteak-Restaurant in Grobnik Polje anschauen.

Für morgen plante ich hier unsere Pause …

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Nach dem Abendessen und diesem wundervollen Tag trafen wir uns im Kaminzimmer auf ein Gläschen Wein …

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Nachts waren in Italien Unwetter, deren Ausläufer auch bei uns noch spürbar waren.

Es hatte die ganze Nacht gestürmt und morgens war der Himmel dunkelgrau.

Um 9:30 ging es wieder nach Kroatien.

Unser Ziel war der Kamenjak, wo unter anderem das Filmende Winnetou 2 gedreht wurde.

Unterwegs gab es einige Schauer.

Sollte es heute wirklich nicht mit dem Wetter klappen?

Aber mit jedem Kilometer hellte es mehr auf und der blaue Himmel kam zum Vorschein.

Dies hatten wir der Bura (kalter, böiger Fallwind) zu verdanken, die heute ganz kräftig blies.

*****

Wieder war der Bus schneller und Marlies, Helmut und ich kamen mit den Gästen gleichzeitig an.

Wir parkten in der Kurve am Straßenrand, um von hier zum Kamenjak zu wandern.

Einige Gäste kamen aufgeregt zu mir und erzählten, dass dort vorne 2 Pferde waren.

Eins wäre schwarz und eins wäre weiß …

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Als ich den Pferdebesitzer Damir begrüßte, war allen klar, dass dies kein Zufall war.

Ich war mit Marlies gefahren, um schon mal Zeit für die Pferde zu haben.

Dies war der Plan, aber die Realität holte uns an der Grenze ein …

Nachdem ich mich dann mit dem Rappen ´´beschnuppert´´ hatte, durfte ich das Pferd führen.

Im Gänsemarsch ging es bergauf durch den Wald – vorne die Pferde und dahinter die Gäste.

Als wir oben aus dem schützenden Wald kamen, spürten wir die Wucht des Sturms.

Ich ging allein ein Stück in Richtung Gipfel. Die Bura wurde mit jedem Schritt nach oben immer heftiger.

Ich mußte mich richtig gegen den Sturm stemmen und es riß mir fast die Beine weg.

Die Gipfelwiese würden wir heute nicht erreichen.

*****

So suchten wir eine etwas windgeschütztere Stelle in einer Senke mit Blick auf das Filmpanorama.

Auch Damir hatte Sorge wegen des Sturmes, ob wir unser Programm durchziehen könnten.

Der Araber-Rappe (´´Amira´´= ´´Prinzessin´´) war noch nie außerhalb des Hofes gewesen.

Wir probierten es und zogen unsere Kostüme an. Es war wirklich sehr kalt.

Die Pferdemähnen, die Haare, die Lederfransen, die Decken – alles flatterte im Sturm.

Aber die Sonne schien und der Himmel war blau.

Dazu ein schwarzes Pferd mit der Iltschidecke und ein weißes Pferd mit der rotschwarzen Decke …

Im Hintergrund leuchtete bei schönstem Sonnenschein der weißgraue Kamenjak.

Da der Rappe noch nie draußen war, testeten wir, Stück für Stück was machbar war …

Zuerst die Iltschi-Decke, dann das Zaumzeug, die Gewehrtasche (Scabbart) und schließlich stieg ich auf.

Es gab keine Probleme. Damir unterstütze uns, war aber bei jedem Wunsch erst skeptisch, ob es klappt.

Dann aber war er umso mehr begeistert, freute sich und machte auch Bilder.

Als ich mit der Silberbüchse auf seinem Pferd saß, schoss er pausenlos Bilder und freute sich wie ein kleines Kind.

Bis Ribanna fertig war ritt ich paar Runden und hatte ein gutes Gefühl.

Es wurden diverse Aufnahmen mit den Ribannas und Winnetou auf und mit den Pferden gemacht.

Danach präsentierte Marlies das rosa-weiße Kostüm von Elke Sommer als Miss Annie mit dem Rappen.

Adelheid hatte eine Kopie des Amuletts von Elke Sommer bei einer Schmuckdesignerin anfertigen lassen und es Marlies geschenkt!

Marlies war wirklich ein absoluter Hingucker.

Die Gäste waren auch vom Elke Sommer-Double begeistert.

In der Zwischenzeit hielt ich den Schimmel (´´Sivi soko´´ = ´´Grauer Falke´´) und streichelte Ihm den Kopf.

Anscheinend war ich so beruhigend, dass er die Augen die ganze Zeit geschlossen hatte.

Der Pferdebesitzer Damir staunte und sagte ich habe magische Hände.

Anschließend stellten wir die Abschlussszene mit Winnetou, Ribanna und Leutnant Merril nach.

Zum Schluß hatte Helmut noch eine Idee …

Es gibt ja die ´´oben ohne Bilder´´ bei Sonnenschein mit Pierre und Iltschi auf der Gräberwiese …

Oben ohne bei der Bura war eine Herausforderung – es war seeeeehr kalt.

Ich legte mich auf den Boden und kroch vorsichtig vor die Vorderhufe.

Der Rappe stupste mich mit den Nüstern an und knabberte dann am Gras weiter.

Damir kam aus dem Staunen nicht mehr raus.

Die Gäste schossen ein Foto nach dem Anderen und Robert erzählte uns, dass er an diesem Tag 1600 Bilder gemacht hatte.

Danach zogen wir uns um und einige Gäste fotografierten sich mit der Silberbüchse und den Pferden.

Einige andere Gäste hatten sich auf Drehortsuche gemacht, soweit dies bei dem Sturm möglich war.

Danach ging es zurück zum Bus und ich bezahlte für die Pferde bei Damir.

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Zum Abschluß unseres Winnetou-Programms-2021 machten wir Rast in Grobnik Polje im Aero-Steakhaus.

Wir stellten die Tische zu einer langen Tafel zusammen und jeder bestellte, wonach Ihm war.

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Essen und Trinken mit Freunden, nach so einer schönen abwechslungsreichen Woche …

Mit Blick auf weitere Drehorte …

Kann man sich als Fan mehr wünschen?

Oder ist alles nur ein Traum?

Nein, die Gäste hatten bei Ullitours gebucht – unter dem Motto ´´Feel the spirit of Winnetou´´.

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Abends trafen wir uns vor dem Kloster und die Gäste hatten die Möglichkeit sich das Festplakat zu kaufen.

Wir saßen gemütlich zusammen und freuten uns schon auf morgen – auf Venedig …

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Nach dem Frühstück starteten wir zu unserem letzten Ausflug für dieses Jahr.

Die Woche hatte mit einem Ausflug in Italien begonnen und endete auch mit einem Ausflug in Italien.

Unser Ziel war Venedig.

In Deutschland hatten mich einige Gäste gefragt, warum ich Venedig eingeplant hatte.

Dies hatte mehrere Gründe.

***

Eigentlich hätte unser Fest wieder um den 6. Juni stattgefunden – dem Todestag von Pierre.

Hella und Pierre haben Venedig geliebt und auch einen Teil Ihrer Flitterwochen hier verbracht.

Am 30. Hochzeitstag waren sie ebenfalls in Venedig.

Mit Winnetou 2 haben wir ja einen ´´Rialto-Film´´ gesehen und auf der Rialto-Brücke plante ich eine Überraschung.

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Während der Busfahrt stimmte uns Helmut schon mal musikalisch mit italienischen Schlagern ein.

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An diesem Tag legte ich die Führung in die Hände von Adelheid und Enrico.

Adelheid war schon sehr oft in Venedig gewesen und Enrico war unser Dolmetscher.

Mit dem People Mover (Hochseilbahn) ging es die ersten 800 Meter in die Stadt.

Venedig war trotz Corona sehr voll.

Wenn jetzt noch die Asiaten da wären, könnte man trocken über das Wasser laufen.

Danach gingen wir ein paar Minuten zu Fuß.

Nach einer ´´kleinen´´ Diskussion wurde beschlossen mit dem Wasserbus (Vaporetto) weiterzufahren.

Vom Vaporetto aus bekam man einen ersten Eindruck von Venedig mit seinen Palästen und Kanälen.

Was muss das mal für eine Pracht gewesen sein?

Für einen Außenstehenden ist das Gewusel auf dem Wasser gewöhnungsbedürftig.

Aber es funktionierte alles reibungslos.

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Unser erstes Ziel war die Rialto-Brücke und danach sollte es zum Markusplatz gehen.

Ich hatte ein Banner mit Pierre als Winnetou drucken lassen.

Dies wollte ich von der Rialto-Brücke ausrollen.

Im Vorfeld hatten mich schon einige Gäste gewarnt, dass dies nicht erlaubt sei.

Da auf die Rialto-Brücke vor Jahren ein Anschlag geplant war, wurde diese nun besser bewacht.

Das machte die ganze Sache noch schwieriger …

Wir hatten uns als Gruppe oben in der Mitte der Brücke positioniert.

Ich holte das Banner aus dem Rucksack und wir brachten es vor unseren Füßen in die richtige Position.

1-2-3 schwups flog das Banner über die Brüstung und rollte sich aus.

Winnetou blickte stolz mit seinem Iltschi auf das bunte Treiben unter Ihm auf dem Canale Grande!!!

„That’s one small step for a man, one giant leap for mankind“

Man kann aber auch sagen:

Dies war ein kleiner Schritt für uns Winnetou-Fans, aber ein großer Dank an Pierre und Rialto-Film!

Schnell verschwand das Banner wieder im Rucksack.

Als ich mich umblickte, war nur noch eine Handvoll Gäste da.

Der Rest war verschwunden – die Aktion war vielen doch zu heiß …

So hatte es unsere Gruppe in viele Grüppchen zerschlagen …

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Über WhatsApp sah man dann, wo die Gäste waren. So erlebte jeder Venedig ein bisschen anders.

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Mit Marlies, Helmut und Robert gönnte ich mir eine Gondelfahrt …

Von der Rialto-Brücke ging es durch die kleinen Kanäle …

Nicht ganz standesgemäß genossen wir eine Flasche Bellini …

Wir staunten, wie wir um jede Ecke mit der langen Gondel unfallfrei kamen …

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Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Markusplatz.

Unterwegs standen wir auf einer der zahlreichen kleinen Brücken, als 3 Gondeln mit Pärchen vorbeifuhren.

Es war so still, da konnte ich nicht anders und schmetterte: „O sole mio“

Die verliebten Pärchen und die Gondoliere klatschten Beifall und hoben den Daumen …

Muss ich mich denn wirklich um ALLES kümmern?

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Am Markusplatz trafen wir einige Gäste von uns und bewunderten die Pracht des Dogenpalastes.

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Von Hella hatte ich einige Informationen bekommen …

Ihr Hotel, das San Danieli war gleich neben dem Dogenpalst, wo sie einen Teil ihrer Flitterwochen verbracht hatten.

Von dort ging es weiter am Canale Grande zu ´´Harry´s Bar´´, der berühmtesten Bar Venedigs / Italiens.

In den 50er Jahren wurde die Bar vom internationalen Jetset entdeckt und auch heute noch schauen Madonna & Co vorbei.

Wer das „Starfeeling“ erleben will, muss für einen Bellini-Cocktail (0,1l) 20€ zahlen …

Pierre liebte Harry´s Bar…

Nach langen Gondelfahrten mit Hella,

gönnten sie sich einen Aperitif und die Spezialität des Hauses: Risotto al Champagne

Wir spitzten hinein, aber das eigentliche Highlight,

die Terrasse mit dem Traumblick auf den Canale Grande war wegen Corona geschlossen.

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Danach machten wir uns langsam auf den Rückweg.

An einem kleinen unbekannten Platz gönnten wir uns Pasta, Pizza und Getränke zu moderaten Preisen.

Einige Gäste genossen am Markusplatz den teuersten Kaffee Ihres Lebens …

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Mit dem Wassertaxi ging es zurück und an jeder Station stiegen Gäste von uns ein.

So kamen wir fast gleichzeitig am Bus an und niemand war verloren gegangen.

Auf der Heimreise war eine Super-Stimmung …

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Ich war erleichtert, dass ich Triest mit Venedig getauscht hatte.

Wir hatten zum Abschluss ein Bilderbuch-Traumwetter mit wolkenlosem blauem Himmel.

Besser hätte ich es nicht bestellen können.

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Abends trafen wir uns im Kaminzimmer.

Es wurde über die nächste Tour bzw. Hotel diskutiert.

Die ersten Gäste mussten schon aufbrechen.

So manche Träne wurde vergossen …aber wir werden uns wiedersehen.

Es liegt in unserer Hand!

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Die Woche war so schnell vorbei und heute war der Abreisetag.

Noch ein gemeinsames Frühstück und dann ging der große Aufbruch los …

Einige Gäste blieben noch – auch ich.

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Zuerst ging ich im Meer schwimmen und sonnte mich dann auf dem Steg.

Als Kind hatte mich schon immer interessiert wie es hinter dem Kap aussah.

Nach 45 Jahren beschloss ich mich dort mal umzusehen …

Die Landzunge ist der Krajinski Park Debeli rtič.

Ich fuhr los und fand einen passenden Parkplatz. Es waren viele Radfahrer unterwegs.

Zu Fuß machte ich mich auf den Weg. Eine steile Treppe führte runter zum Wasser.

Der Strand war übersäht von rechteckigen großen Steinbrocken, die von der Steilküste gebrochen waren.

Ich ging den Weg zurück und folgte einem Pfad der zu den Weinbergen führte.

Die Landzunge ist komplett mit Weinstöcken bepflanzt.

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So spazierte ich durch die Weinberge und genoss so manche blaue Traube.

Die Steilküste ist umsäumt von alten Pinien, von denen jede durch den Wind eine eigene ungewöhnliche Form hat.

Sie spendeten wunderbar Schatten.

Von der Steilküste hat man einen wunderschönen Blick über den Golf von Triest.

Italien war zum Greifen nah.

Mit Triest fing unsere Woche an und mit dem Blick auf Triest endete die Woche für mich.

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Zurück im Hotel packte ich meine Sachen.

Nach dem Abendessen saß ich noch mit ein paar Gästen zusammen.

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Um 4 Uhr klingelte der Wecker und ich trat meine Heimreise an.

Ich hoffte, um diese Zeit nicht in die Corona-Staus an den Grenzen zu gelangen.

Der Plan ging auf.

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Fazit:

Was war das für eine tolle Woche!

In diesen schwierigen Zeiten unternahmen wir Ausflüge in 3 Länder!

Wir hatten einmalige Erlebnisse und als Höhepunkt die Weltpremiere von Winnetou 2 in der Filmhöhle.

Wir haben jetzt alle Winnetou-Drehorte in Slowenien nach 2020 und 2021 besucht.

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Vielen herzlichen Dank an Euch für:

Euer Vertrauen,

Eure Unterstützung und Hilfe

und

die schönen einmaligen gemeinsamen Erlebnisse!

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Laut Euren Aussagen war es eine TRAUMREISE …

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Wir sind alle gesund geblieben und keiner hat sich mit Corona angesteckt.

Ich hoffe, wir sehen uns im Jahr 2022 wieder – Ideen und Pläne gibt es schon!

Herzlichst Ulrich

***ULLITOURS***

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Mein Fest – Fotoalbum:

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Bildmaterial wurde von den Gästen zur Verfügung gestellt: Copyright Ullitours

Presse:

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