* * * ´´Mit Winnetou in der Prärie´´ * * *
und
* * * Mit Hadschi Halef Omar in den Schluchten des Balkan * * *


vom
01.06. – 08.06.2024 in Montenegro / Petrovac
´´Gemeinsam durchstreifen wir die Prärie und die Schluchten des Balkan´´
Mein Fest – Tagebuch:

Letztes Jahr am Abschlussabend auf der Terrasse im Hotel Ilirija fragte ich die Gäste, ob wir mal in ein neues Land fahren sollten.
Ich schlug Montenegro vor und die Gäste waren begeistert.
So wurde Montenegro unser Ziel für 2024!
***
Auf meiner Geburtstagstour im Februar fuhr ich mit Werner nach Montenegro, um unser Hotel, die Drehorte und das Land näher kennenzulernen.
Montenegro klingt für mich ganz weit und löst bei mir Fernweh aus, obwohl Montenegro zu Europa gehört.
Montenegro hat nur wenige unspektakuläre Winnetou-Drehorte zu bieten, aber es hat eine vielseitige Natur mit atemberaubenden Landschaften.
Mich beschäftigte die Frage, ob sich genügend Gäste anmelden, wenn nur so wenig Winnetou geboten werden würde.
Ich würde aber auf jeden Fall die Reise auch nur mit einer Handvoll Gästen durchführen … aber es sollte alles ganz anders kommen.
Es war die bisher größte Winnetou-Reisegruppe, die jemals nach Montenegro fuhr.
Die Gäste waren von der Tour, dem Land, dem Hotel und den Restaurants begeistert.
Viele sagten, dies wäre die schönste Tour, die ich jemals angeboten habe und dies fast ohne Winnetou!
Aber fangen wir von vorne an …
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Normalerweise fange ich schon einige Wochen vorher an zu packen und schreibe endlose Packlisten, damit ich nichts vergesse.
Aber in diesem Jahr war vieles anders.
Ich hatte den Gästen gesagt, dass ich nach Montenegro keine Kostüme, Deko, Plakate usw. mitnehmen würde.
Ich müsste dies alles im Bus verstauen und dazu fuhren wir auch noch über die EU-Außengrenze.
Keiner wusste was uns dort als Busgruppe erwarten würde.
So konnte ich auch nicht mehr kurz vor dem Fest unsere Drehorte checken, da ich ja mit den Gästen gemeinsam anreiste.
Ach, wie war das Packen dieses Jahr einfach und schnell.
Die Klamotten in den Koffer und fertig.
So fuhr ich zwei Tage vor dem Fest entspannt nach Biograd.
Den größten Teil meiner Anreise regnete es, aber hinter dem Sveti Rock Tunnel im Winnetou-Land schien die Sonne.
Es waren alle 3 Hotels (Ilirija, Kornati und Adriatic) komplett ausgebucht und ich hatte zum ersten Mal ein Zimmer im 5. Stock im Adriatic.
Nach der langen Fahrt machte ich einen Spaziergang durch Biograd und ging zum Abendessen.
Draußen stürmte es und als ich im Bett lag, hatte ich das Gefühl, dass das Gebäude schwankt …
War es so? Oder war ich nur übermüdet? Oder bildete ich es mir nur ein?
*************
Am nächsten Tag traf ich Moni und wir machten einen kleinen Spaziergang in Richtung Aquacenter.
Wir redeten und genossen das schöne Wetter, das Meer …
wir schauten den Segelbooten zu und gingen weiter …

Wir redeten, bis wir irgendwann merkten wie weit wir schon gegangen waren.
Wir waren schon in der Nähe vom Lager der Jicarillas. Jetzt wollten wir dorthin.
Zu unserer Überraschung war die Bucht menschenleer.
Wir setzten uns in den Sand und genossen die Sonne, den Wind, den blauen Himmel und das Meer mit seinen rauschenden Wellen …
*************
Langsam machten wir uns auf den Rückweg.
Per WhatsApp hatten sich schon einige Gäste gemeldet.
So einen entspannten Tag vor dem Fest hatte ich noch nie, aber jetzt war die Ruhephase vorbei.
Werner kam uns beim Aquacenter entgegen und als wir im Hotel ankamen, begrüßten uns schon freudig die ersten Gäste.
Es kamen immer mehr Gäste … Gemeinsam gingen wir zum Abendessen.
***
Danach trafen wir uns zu einem Bierchen auf der Hotelterrasse. Es gab viel zu erzählen.
Es waren fast schon alle Gäste da.
Als wir um 1:30 ins Bett gingen, war die Nacht sehr kurz, aber wir hatten ja viel Zeit im Bus zum Schlafen …
.

Ich wachte allerdings um 5 Uhr auf, die innere Unruhe, die Freude und die Verantwortung ließen mich nicht mehr schlafen.
So ging ich am Strand in Richtung Aquacenter spazieren und genoss die Morgenstimmung am Meer.
Viele schöne Erinnerungen von all den Jahren gingen mir durch den Kopf …
***
Heute waren wir die ersten Gäste beim Frühstück, da wir rechtzeitig loswollten.
Wir hatten keine Erfahrung mit so einer langen Busfahrt und was würde uns an der Grenze erwarten?
Nach dem Frühstück warteten wir auf den Bus, der pünktlich um 8 Uhr auf den Parkplatz fuhr.
In der Zwischenzeit waren auch die restlichen Gäste eingetroffen und wir waren voller Vorfreude.
Unser Busfahrer Dado war nett, freundlich und sympathisch.
Ich konnte mich mit Ihm gut unterhalten.
Vor allem aber war er ein sehr guter Fahrer, der es immer schaffte dort zu parken, wo ich es wollte und dies war nicht immer einfach.
Wir verstauten unser Gepäck im Bus, suchten uns den Sitzplatz aus und fuhren los.
Aber zuerst machten wir noch bei einem weiteren Hotel (Meduza) einen kurzen Halt,
um die restlichen Gäste mitzunehmen, die für die eine Nacht hier gebucht hatten.
So starteten wir bei schönstem Wetter in unser nächstes Abenteuer – nach MONTENEGRO!
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Wir fuhren auf der Autobahn, am Tafelberg, an Skradin, und an Split vorbei in Richtung Süden.
Hinter Split war es für die meisten Gäste Neuland.
Die Autobahn führt durch das Hinterland und es ist nur wenig Verkehr.
Es gibt auch nur sehr wenige Rastmöglichkeiten … die meisten Teilnehmer waren eingedöst.
Gegen Mittag wurde es dann landschaftlich interessant.
Wir kamen von oben aus den Bergen und erreichten die Neretva-Ebene.
Es eröffnet sich ein Panoramablick auf tausende von Orangenbäumen.
Was muss das für ein Anblick sein, wenn Millionen von orangen Früchten an den Bäumen hängen.
Soweit das Auge reicht, sieht man nur Orangenbäume.
Die Ebene ist von vielen Kanälen durchzogen, die zur Wässerung der Pflanzen dienen.
Das Wasser stammt aus der Neretva, die man anzapft.
Am Straßenrand verkauften die Bauern Ihre Orangen, Orangenlikör, Orangenmarmelade usw.
Nach kurzer Zeit würde man auf die Grenze zu Bosnien-Herzegowina stoßen.
Die kroatische Küste ist hier für 9km unterbrochen – dahinter geht es weiter nach Dubrovnik.
Um diese Grenze mit all seinen Wartezeiten zu umgehen wurde die Pelješac-Brücke (Pelješki most) gebaut.
Sie ist 2404m lang und verbindet das Festland mit der Halbinsel Pelješac.
Die Eröffnung war am 26.07.2022.
Wir hielten vor der Brücke um hier einen Fotostopp einzulegen.
Es war schon ein imposanter Anblick, wie die weiße Brücke sich über das blaue Meer spannte mit Ihren 98m hohen Pylonen.
So fuhren wir über die neue Brücke und danach ging es weiter über die Halbinsel bis nach Ston, wo wir gegen 13 Uhr unsere Mittagspause einlegten.
Ston ist bekannt für seine Salzgewinnung, die hier schon seit der römischen Zeit betrieben wird.
Um seinen Reichtum zu schützen wurden drei Kastelle gebaut, die mit einer 5km langen Mauer verbunden waren.
Diese war damals die längste Festungsmauer Europas.
Große Teile der Mauer sind auch heute noch sichtbar.
Mir bleiben auch die Oleander in Erinnerung, die hier sogar als haushohe Bäume wachsen.
Neben der Kirche Crkva sv. Vlaha standen vier Oleanderbäume, die in verschiedensten Rosatönen mit Tausenden von Blüten in voller Pracht standen.
Wir bummelten noch durch die Gassen um uns ein wenig die Füße zu vertreten, bevor es weiterging.
Es gab jetzt keine Autobahn mehr und wir mussten die Küstenstraße weiterfahren.
Wolfram nutzte die Zeit im Bus und überraschte uns mit einem selbstgebastelten Geschenk.
Es war eine Birkenscheibe mit Lederfransen zum Umhängen und darauf war das Plakatmotiv von unserer Reise.
Der Verkehr wurde dichter und wir erreichten Dubrovnik um 14:30.
Wir konnten für einen kurzen Fotostopp an der dichtbefahrenen Straße halten, aber leider war es diesig.
Vielleicht ist es auf der Rückfahrt besser.
Vorbei ging es am Flughafen und eine Stunde (15:30) später hatten wir die Grenze erreicht.
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Ich hatte schon alle Pässe eingesammelt, eine Liste mit allen Gästedaten im Vorfeld erstellt und Dada übergeben.
Er kam und ging, zog die Stirn in Runzeln, rauchte und ging erneut.
Es dauerte, weil wir hier an der Außengrenze der EU waren.
Aber das Problem war nicht Montenegro sondern Kroatien. Nach einer Stunde hatten wir es geschafft.
Wir fuhren auf einer einspurigen Straße weiter bis wir Herceg Novi erreichten.
Es ging alles ein wenig langsamer, der Verkehr kam ins Stocken, weil viele Fahrer machen was sie wollen und Ihre eigenen Fahrregeln haben.
So zuckelten wir an der Küste immer weiter bis wir im Hafen von Kamenari (17:10) waren, wo wir auf die Fähre fuhren.
Hier drängelt jeder und nur der kommt weiter der rücksichtsloser bzw. stärker ist.
Unser Busfahrer wollte vielleicht einen guten Eindruck bei uns erwecken und verhielt sich korrekt nach unserem Maßstab.
Aber dadurch wurden wir durchgereicht und schafften es nicht mehr auf die Fähre …
Wir mussten 10 Minuten auf die nächste Fähre warten …
Aber jetzt lernte ich einen anderen Dada kennen.
Er war wie ausgetauscht, kurbelte das Fenster runter,
fluchte, schimpfte, motzte die anderen Fahrer an, machte drohende Handbewegungen, quetschte sich durch und dann wir waren auf der Fähre.
Die Überfahrt nach Lepetane dauerte 10 Minuten für die wir ausstiegen, um die frische Seeluft zu genießen.
Mit der Fähre hatten wir uns den Umweg um die ganze Bucht von Kotor erspart.
Von dort ging es durch Tivat, am Flughafen vorbei bis Budva.
Dies war das zeitaufwendigste Stück, weil die ganze Strecke eine einzige Baustelle ist.
Die Straße soll verbreitert werden.
Viele biegen in die Geschäfte ab oder wollen auf die Straße einbiegen. Dazu machen die Rollerfahrer was sie wollen.
Hier braucht man wirklich Nerven und Geduld.
Budva ist ein architektonischer Alptraum.
Es ist ein Mix aus Hochhäuser, teuren Hotels, großen Autos, Yachten, Spielcasinos und russischen Werbetafeln.
Es ging weiter an der Küste und schließlich erreichten wir unser Ziel Petrovac um 18:30.
Für die 70km in Montenegro benötigten wir 2 Stunden.
Unsere Tour mit der Grenze und Pausen hatte 10,5 Stunden gedauert.
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Aber es gab zum Schluss noch eine Überraschung.
Da im Ort die Straßen für Busse zu eng sind, müssen die an einer bestimmten Stelle parken.
Es kam vom Hotel ein Gepäcktransfer.
Er lud seinen PKW so voll, dass wir jeden Augenblick mit einem Achsbruch rechneten.
Mit zwei Touren hatte er unser ganzes Gepäck zum Hotel geschafft.
In der Zwischenzeit waren wir die kurze Strecke zu unserm Hotel Monte Casa gegangen.
Dort checkten wir ein und wurden von Marlies und Helmut begrüßt, die privat angereist waren und nach unserer Woche noch paar Tage dranhingen.
***
Eine Stunde nach unserer Ankunft bummelten wir runter zum Hafen, an den Restaurants vorbei zur Anlegestelle von Sir David´s Yacht.
Dort dankten und lobten mich Klaus und Wolfram für die gute Orts – und Hotelauswahl.
Danach entschieden wir uns gemeinsam für ein Lokal und ließen uns das Abendessen schmecken.
Hier haben wir in unserer Woche so manche Minute verbracht …
Es fing leicht an zu regnen, aber dies störte uns nicht.
An diesem Abend gingen wir wirklich alle früh ins Bett …
.

Mit dem Regenschauer gingen wir ins Bett und mit dem Regenschauer wachten wir wieder auf.
Nach dem gestrigen Tag hatte ich sehr gut geschlafen.
Man liegt im Bett und hört nur das Meer rauschen. Das ist für mich Urlaub …
***
Um 7 Uhr gab es Frühstück und uns erwartete ein Frühstücksbuffet, wie wir es in all den Jahren noch nie bekommen haben.
Diese Auswahl und Qualität hatten wir die ganze Woche.
Dieses Buffet zu beschreiben ist eigentlich unmöglich und nicht in Worte zu fassen.
´´Essen wie Gott in Frankreich´´ müsste man eigentlich ändern in ´´Essen wie Gott in Montenegro´´.
Während des Frühstücks ging so ein Wolkenbruch über Petrovac nieder, dass man dachte, dies wäre der Weltuntergang.
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Aber der Regen hörte pünktlich nach dem Frühstück auf und es klarte auf.
Auf dem heutigen Tagesprogramm standen die Winnetou-Drehorte von Montenegro.
Es sind ja nicht viele und die sind an einer Hand abzählbar, alle aus dem Film ´´Old Shatterhand´´.
Zuerst machten wir unseren Morgenspaziergang zum Bus, wo Dado auch schon auf uns wartete.
***
Unser erstes Ziel war der Klezna-Canyon, der sich zwischen Donja Klezna und Krute befindet.
Dort fand der Überfall auf den Planwagen statt und Winnetou trifft auf Old Shatterhand.
Wir fuhren über das Landesinnere direkt nach Donja Klezna, dass wir um 10:15 Uhr erreichten.
Die Straßen waren nach dem Regen etwas schmierig und teilweise rutschte man selbst zu Fuß.
Aber das interessierte hier keinen der entgegenkommenden Autos auf den kurvigen Bergstraßen.
Besonders viele große neue SUVs aus Albanien kamen uns entgegen. Dado sagte nur ´´Mafia´´ …
Ein Kilometer hinter Donja Klezna befindet sich der Klezna-Canyon durch den sich ein Bach windet.
Zu Drehzeiten war die Straße präpariert und war im Film eine steinige, staubige Schotterstraße.
Auf der einen Seite der Schlucht zieht sich ein hohes Felsenband hin.
In der Mitte verlaufen die Straße und der Bach.
Die andere Schluchtseite wird durch etwas niedrigere Felsen begrenzt.
Ein idealer Ort für einen Überfall …
Leider hat der Drehort im Laufe der Jahre stark gelitten.
Am Anfang der Schlucht befindet sich auf der Bachseite ein gewaltiger Felsen.
Dieser hatte im Film oben noch eine weitere Steinkugel, die aber im Laufe der Jahre aus Sicherheitsgründen beseitigt wurde.
Im Jahr 2018 wurde die Straße verbreitert und es kam noch eine Leitplanke zur Bachseite dazu.
Für die Verbreiterung wurde viel Material von der Felswand weggenommen.
Im oberen Bereich wurde loses Material gesprengt.
Ich war damals durch Zufall selbst Zeuge und sah live die Zerstörung des Drehortes.
Natürlich erkennt man noch die Stelle, aber Details muss man nicht mehr suchen.
Die Felsgipfel sieht man noch wie früher, aber die Enge der Schlucht ist weg.
Auch die markante Felskugel, an der Winnetou und Old Shatterhand sich treffen, hat nochmal stark gelitten.
Sie ist heute bei weitem nicht mehr so groß, teilweise mit Efeu zugewachsen und der Rest ist mit Graffiti beschmiert.
Zu Filmzeiten war der Bach ausgetrocknet.
Wir suchten noch ein Foto mit Lex und mussten runter zum Bachbett.
Aber dies war gar nicht so einfach …
Das Gras, Gestrüpp, und anderes Grünzeug waren schulterhoch und noch nass vom Regen.
Es ging steil die Böschung runter, den Weg sah man nicht.
Ein Teil von uns zog die Schuhe aus und stieg in den klaren kühlen Bach, aber das Motiv fanden wir nicht mehr.
Es war wie im Dschungel, aber wir hatten doch unseren Spaß.
Als wir vom Bach hochkamen sahen wir Roman sich mit einem alten Mann unterhalten.
Er konnte sich noch an die Dreharbeiten von damals erinnern.
Zu der vereinbarten Zeit kam unser Bus und wir fuhren durch die Schlucht.
***
Nach ungefähr einem Kilometer hatten wir unseren nächsten Drehort auf der rechten Seite um 11:15 erreicht.
Hier wurden Teile des Zweikampfes zwischen Winnetou und Großer Bär gedreht.
Nachdem das Wetter im Herbst in Bosnien zu schlecht wurde, drehte man hier den Rest des Zweikampfes.
2018 war dies noch ein Wiese wie im Film – jetzt ist die Fläche umgepflügt und ein Feld.
***
Dreht man sich um, dann sieht man auf der anderen Straßenseite einen Feldweg, der in den Wald führt.
Durch den Regen in der Nacht waren überall große Pfützen, in denen Kaulquappen schwammen.
Der Weg war matschig glitschig und von wilden stachligen Brombeeren gesäumt.
Wir gingen im Slalom um die Pfützen.
Die Sonne war in der Zwischenzeit richtig rausgekommen und es war schwül, dampfig wie im Dschungel.
Um 11:30 erreichten wir die Stelle, wo sich Winnetou und Old Shatterhand verabschieden.
Als wir im Winter hier waren, haben wir noch die Wege gesehen, auf denen Pierre und Lex geritten sind.
Die Berge am Horizont waren frei und wir hatten ein großes Sichtfenster auf das Bachbett durch das Gestrüpp geschnitten.
Werner und ich sahen uns ungläubig an, wie hatte sich dies in den paar Wochen verändert.
Es war alles dicht zugewuchert und wir sahen eine grüne Wand.
Wir zeigten die Abschiedsstelle, die wir im Winter gefunden hatten und dazu den Blick durch unser ´´Fenster´´.
Dies war eine gute Idee gewesen und man hatte den Blick wie im Film.
Geht man noch einige Meter weiter kommt man auf ein Olivenfeld.
Hier sieht man den markanten Bergrücken, der im Hintergrund der Abschiedsszene war.
Weitere Details wie im Winter waren allerdings nicht mehr möglich.
***
Wir gingen zum Bus zurück und machten uns zum letzten Drehort auf – dem Siedlertreck.
Wir fuhren nach Ulcinj und bogen um 12:45 ab ins Ulcinjsko polje – einer großen weiten Ebene.
In den letzten Jahren ist hier allerdings ein Bauboom entstanden und Villen, Bars und Hotels sprießen aus dem Boden.
Auf einem unbebauten Grundstück kann man noch die Kameraeinstellung lokalisieren.
Wir fuhren dann ein Stück weiter und waren nur noch paar Meter von der albanischen Grenze entfernt.
Dort hat man dann einen weiten unverbauten Blick auf diese endlose, fast spiegelglatte Ebene.
Es erweckt den Eindruck, als wäre man in Amerika mitten in der Prärie.
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2020 hatte ich die Gäste zum nördlichsten Drehort, einer Westernstadt bei Ljubljana im ehemaligen Jugoslawien geführt.
2024 stand ich jetzt mit den Gästen am südlichsten Drehort der Winnetou-Filme.
Dazwischen liegen 840km und selbst heutzutage braucht man dafür zwischen 11 – 14 Stunden je nach Strecke.
Was hat das Team damals geleistet? Was war das für eine Logistik?
Damals gab es noch keine Autobahnen und die Infrastruktur war mit heute gar nicht vergleichbar!
Man spricht immer nur von den Stars, aber ohne das Team hinter den Kulissen hätte es die Filme nicht gegeben!
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Es war Mittagszeit und wir hatten Hunger …
Am und auf dem Grenzfluß Buna gibt es viele aus Holz gebaute Fischerhütten und Restaurants, die uns schon im Winter gefielen.
Unsere Wahl fiel auf das Fischrestaurant Barrakuda.
Wir saßen über dem Wasser im Schatten oder in der Sonne, so wie jeder es mochte und schauten den Booten zu, die vorbeifuhren.
Zuerst bestellten wir alle was zu trinken.
Dann ging der Kellner mit einer großen Fischplatte herum und zeigte uns, welche Fischsorten er anzubieten hat.
Es wurde fleißig bestellt und ich sah auf den Tellern folgendes:
Fischsuppe, Fisch, Scampi, Steak und Caprese mit diversen Salaten.
Als Nachtisch folgten Cremesnitas und frischer Milchkuchen mit Espresso, Cappuccino usw.
Man genoss das kühle Bier, den dunkelroten Rotwein und so manchen Schnaps …
Aber leider musste ich irgendwann zum Aufbruch drängen.
*************
Es ging weiter nach Ulcinj, mitten in die Stadt, die 1979 durch ein Erdbeben stark zerstört wurde.
Auch das Hotel Galeb, in dem einst Pierre und Lex wohnten wurde dabei zerstört.


Genau an dieser Stelle parkten wir und begannen mit unserem Stadtbummel.
Von der Halbinsel liefen wir runter zur Strandpromenade.
Dort stand ein Sonnenschirm neben dem Anderen und man sah den Strand vor lauter Schirmen nicht mehr.
Langsam löste sich unsere Gruppe auf und blieb in diversen Cafés hängen.
Ich ging mit einigen Gästen um die ganze Promenade hoch zur Burg.
Wir hatten von dort oben einen wunderschönen Rundblick über die Bucht und die Stadt.
Ganz oben war ein schönes Lokal wo wir uns niederließen um etwas zu trinken.
Man brachte uns die Getränkekarte und in diesem Augenblick ertönte laut der Muezzin, der die Gläubigen zum Gebet rief …
Es war 17 Uhr und unser Kellner ließ sich nicht mehr blicken, da er betete.
Wir sahen kein Personal mehr und alle Gäste mussten warten.
Es dauerte so lange bis wir schon überlegten, ob wir gehen sollten.
Schließlich bekamen wir doch noch unser Getränk.
Langsam machten wir uns auf den Rückweg zum Bus.
Von Ulcinj fuhren wir an der Küste über Bar nach Petrovac zurück, wo wir um 19 Uhr ankamen.
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Nach einer Erfrischung trudelten wir am Hafen ein und genossen unser Abendessen unten am Hafen in diversen Lokalen.
Bei einem schönen Getränk ließen wir den ereignisreichen Tag zu Ende gehen.
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Um 8 Uhr frühstückten wir und fuhren dann bei grauem Himmel los.
Wir starteten am Meer, kamen am Skutarisee vorbei und fuhren dann in die wilde beeindruckende Morača-Schlucht.
So bekamen wir schon einen guten Eindruck von der landschaftlichen Vielfalt Montenegros.
Heute lagen alle unsere Ziele in der Morača-Schlucht.
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Leider fing es während der Fahrt an zu regnen.
Unser erstes Ziel war das serbisch-orthodoxe Morača-Kloster das 1252 gegründet wurde.
Das Kloster besitzt eine große Sammlung an Ikonen.
Die Kapelle ist innen und außen reich mit Fresken bemalt.
Im Klosterhof blühen zahlreiche Rosen und vielerlei andere Blumen.
Neben der Kapelle ist ein kleines Glockenhäuschen mit 4 Glocken.
Von hier hat man einen schönen Blick auf unseren nächsten Stopp – die alte Bogenbrücke aus dem Schut.
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Da es noch leicht regnete, gab mir ein Gast einen Regenumhang, damit ich darunter meine Screenshot-Mappe schützen konnte.
Langsam gingen wir den nassen, schmierigen Weg bergabwärts in Richtung Brücke und Wasserfall.
Eigentlich ist es hier wunderschön,
die blaue Morača, die alten moosbewachsenen Bäume, von denen lange Flechten hingen,
die alte Brücke (Kaluderov most) und dahinter der 20m hohe Svetigora-Wasserfall.
Aber im Winter haben wir gesehen, wie an dem Hang vom Wasserfall mit einem Bagger der Müll vergraben wurde.
Der Müll hing in den Bäumen von oben bist unten.
Was uns gewundert hat, der ganze Müll war unmöglich nur vom Kloster.
Dieser wurde hierhergebracht und dann die 20m hohe Böschung hinab gekippt – und das zu einem Touristenpunkt.
Die ganzen Chemikalien und Gifte gelangen in den Fluss und schwimmen in Richtung Podgorica …
Jetzt hatten die Blätter viel verdeckt, aber teilweise sah man noch den Müll in luftiger Höhe in den Bäumen.
Die alte Brücke, die im Schut mehrmals gezeigt wird, ist stark in die Jahre gekommen.
Heutzutage könnte die Marie nicht mehr darüber reiten.
Die Balken sind morsch und das Geländer ist teilweise nicht mehr vorhanden.
Die Brücke hat sich leicht nach links geneigt und nur die steinernen Bögen scheinen noch intakt zu sein.
Ein Hinweisschild warnt vor dem Betreten.
Wir gingen weiter zum Wasserfall und mit jedem Schritt wurde man nasser.
Die Gischt flog fein zerstäubt durch die Luft. So war es eigentlich egal, dass es noch etwas regnete.
Nur ein paar Gäste waren ganz vorne am Becken, wo der Wasserfall hinein stürzt.
Als wir oben bei den Kiosken wieder waren, machten wir eine kleine Pause.
Dort gab es verschiedene Liköre, Schnäpse, Kräuter und diverse Touristensouvenirs.
Es wurde probiert und gekauft.
Nach einem Morgenkaffee ging es weiter.
***
Der nächste Drehort ist ungefähr 250 Meter von der Straße entfernt.
Wir konnten dort sehr gut parken und gingen im leichten Nieselregen an der Brücke über eine kleine Straße in den Wald.
Im Scheitel der Kurve gingen wir dann über einen Waldweg noch paar Meter weiter und erreichten die Stelle,
wo der verkleidete Kara betet und auf die Aladschys trifft.
Im Winter hatten wir den markanten Felsen zwar gut gesehen, aber trotzdem schnitten wir alle Brombeeren weg.
Wir hatten die Stelle für die Gäste schön hergerichtet.
Vier Monate später war die gleiche Stelle ein einziger Dschungel.
Brombeeren, hohe Brennnesseln und andere Sträucher hatten die Stelle überwuchert.
Werner und ich schauten uns nur ungläubig an.
Helmut schlug mit seinem Regenschirm eine Schneise durch das Gestrüpp, damit die Stelle gut sichtbar wurde.
***
Die folgende Stelle bzw. der folgende Drehort hat eine große Parkmöglichkeit, wo mehrere LKWs parken können.
Auch wir parkten hier. Der Regen hatte aufgehört und man hat nur paar Meter zum Drehort.
Hier hatte das Drehteam genügend Platz für sein Equipment.
Dieser Platz ist umgeben von senkrechten hohen Felswänden und gleichzeitig senkrecht in die Tiefe abfallenden Felswänden.
Ganz unten fließt die Morača in Ihren verschiedenen kalten Blautönen.
Man hatte das Gefühl in einem Adlerhorst zu sein.
Der Drehort hatte den passenden Namen – die Teufelskanzel!
Die Steine und die Erde waren nass – die Felsen rutschig …
Man musste wirklich aufpassen und konnte nicht vor lauter Euphorie dort oben rumturnen.
Ich ermahnte die Gäste nochmals vorsichtig zu sein und das jeder für sich verantwortlich ist.
Ein falscher Schritt dort oben und dann ist alles vorbei.
Hier an dieser Stelle wurde der Kampf zwischen Kara und den Aladschys gedreht.
Auf den Screenshots und Aushangsfotos konnten wir erkennen, dass der Drehort durch Erdanschüttungen teilweise entschärft wurde.
Aber es bedarf doch Mut und Schwindelfreiheit dort oben zu kämpfen.
Die Augen der weiblichen Lex-Fans glänzten. Sie ließen sich alle an den Positionen wo Lex stand fotografieren.
Ich legte mich als Gefangener Aladschy dort oben ganz laaaaaangsam hin.
***
Wir sind im Winter mehrmals die Morača-Schlucht auf und ab gefahren.
Zu dieser Zeit waren wir fast alleine.
Aber wir waren jedes Mal froh wenn wir durch die dunklen, unbeleuchteten Tunnel waren.
Wir hatten wirklich folgendes erlebt:
Ein Motorrad überholte einen entgegenkommenden LKW, die Scheinwerfer blendeten uns
und dann waren der LKW, das Motorrad und wir gleichzeitig auf einer Höhe!!!
Wieviel Platz ich noch nach rechts zur Felswand hatte, kann ich nicht sagen.
Einerseits war ich geblendet von den ganzen Gegenlichtern, anderseits hatten sich die Augen auf den dunklen Tunnel eingestellt.
Ich fuhr nach Gefühl – das Motorrad raste zwischen dem LKW und uns durch den dunklen Tunnel …
Wir waren nur froh, dass alles gut gegangen war.
In Montenegro hatten wir einige Nervenkitzel mit dem Auto erlebt.
***
Unser nächster Drehort lag am längsten Felsentunnel.
Aber diesen Drehort kann man nur erahnen, wenn man vom Morača-Kloster in Richtung Podgorica fährt.
In umgekehrter Richtung fährt man ahnungslos durch den Tunnel und damit am Drehort vorbei.
Ungefähr 100m vorher ist eine kleine Parkbucht, wo Dado den Bus abstellte.
Es ging dann etwa eine 3-4m hohe schotterige Anhöhe hoch.
Oben sah man, dass dies früher mal ein Weg gewesen sein muss, bevor der Tunnel durch den Felsen geschlagen worden war.
Auf der einen Seite des Weges war die Felswand, auf der anderen Seite fließt in der Tiefe die Morača.
Hier muss man aufpassen, sonst …
Folgt man diesem Weg einige Meter, so kommt man zu der Stelle, wo Kara mit seinen Begleitern auf Frau Galingré trifft.
Nach der Begrüßung reiten sie zusammen weiter.
Aber diese Reitszene ist sehr kurz und die Pferde machen nur 2 Schritte, weil man dann nicht mehr weiterreiten kann.
Erst denkt man, was war das für eine Aktion die Pferde an diese Stelle zu bringen.
Aber als wir durch den Tunnel gefahren sind, sah man an 3 Stellen Licht in den Tunnel schimmern.
Hier gab es kleine Durchbrüche und so einen hatte man genutzt.
Durch den einen Durchbruch hatte man die Pferde genau zur Begrüßungsstelle geführt.
***
Als nächstes stand der Drehort Mübarek auf dem Programm.
Im Winter durften wir auf das Grundstück und haben uns alles angesehen.
Es war damals nur eine Frau mit Kindern und einem Baby dagewesen.
Wir waren ja nur zweit gewesen, aber dürften wir auch als Gruppe das Grundstück betreten?
Der Bus konnte ungefähr 150m entfernt parken. Aber ich ließ die Gäste erst noch beim Bus.
Mit Roman als Dolmetscher gingen wir zum Haus.
Mit Werner hatte ich verabredet, wenn alles ok wäre, würde ich winken.
Dann sollte er mit den Gästen nachkommen.
Wir betraten das Grundstück und riefen.
Ein sehr großer Mann kam heraus und begrüßte uns freundlich.
Roman erklärte Ihm unseren Wunsch und ich überreichte Ihm mein Geschenk.
Er freute und bedankte sich ausgiebig, anscheinend war er sowas nicht gewohnt.
Er stellte sich als Alexander vor und ich fügte hinzu ´´Alexander der Große´´.
Da strahlte er und war begeistert – das Eis war gebrochen.
Er erzählte, dass er am Flughafen in Podgorica gearbeitet hatte und seit kurzem im Ruhestand ist.
Als ich Ihm auf Englisch sagte, dass ich auch in der Fliegerei arbeite, hatte ich sein Herz gewonnen.
Er umarmte mich und ich verschwand in seinen großen Armen.
Jetzt sprach er Englisch mit Serbisch und Serbisch mit Englisch vor Begeisterung.
Er knuddelte mich und ich hatte Mühe Luft zu bekommen.
Er war einen guten Kopf größer als ich und locker über 2 Meter groß.
Ich gab Werner das Zeichen und dann kamen alle auf das Grundstück.
Er begrüßte alle herzlich und gab uns die Erlaubnis uns frei auf dem Grundstück bewegen zu dürfen.
Wir zeigten Ihm die Screenshots und er redete und redete und redete …
Vor uns waren ja schon andere Fans dagewesen und er wollte uns sein Wissen präsentieren.
Aber bis jetzt war noch niemand mit einer Filmrequisite dagewesen.
Ich zeigte Ihm die Hose, die damals die Bauern trugen und hielt diese vor Ihn.
Es war so, als wenn ich eine Kinderhose mitgehabt hätte. Er nahm es mit Humor und lachte.
Er erzählte uns, dass schon lange keine Fans mehr da waren.
Auch Touristen sind es jetzt weniger geworden, da diese lieber die neue Autobahn nutzen.
Alexander erzählte uns, dass er Honig produziert.
Er gab seinen Töchtern kurze Anweisungen und dann kamen diese mit Honigwaben zurück.
Wir hatten es uns in der Zwischenzeit auf einem Garten-Sofa bequem gemacht.
Er gab mir einen Schaber und zeigte mir, wie ich den Honig damit aus der Wabe bekomme.
Dieser roch sehr gut und war schön bernsteinfarbig. Er war so süß und schmeckte lecker.
Dann brachte er verschiedene Honigsorten in Gläsern, die wir kaufen konnten.
Er machte das Geschäft seines Lebens und musste nochmals einige Gläser nachholen.
Ich saß mit der tropfenden Wabe auf dem Sofa und naschte mit den Gästen.
Er erklärte uns, dass er nicht nur Honig zum Verzehr sondern auch für die Industrie herstellte.
Vor kurzem kam nachts ein Bär, der sich an seinen Bienenstöcken auf der anderen Straßenseite zu schaffen machte.
Er hatte genug genascht, als er einen Stock geplündert hatte.
Von den unzähligen Bienen, die Ihn verfolgten und stachen, aber vielleicht auch noch ´´berauscht´´ von der Köstlichkeit, war er nicht ganz bei Sinnen.
Er hörte und sah nicht den LKW … am nächsten Morgen lag er unten am Fluss – tot.
Hier ist man wirklich noch in der Wildnis.
Dann brachte er uns noch eine Flasche … und wir stießen auf die Freundschaft an.
Leider mussten wir weiter …
Ich stieg auf das Sofa, um ungefähr gleich groß zu sein und dann konnte ich Ihn umarmen.
Wir bedankten uns bei Ihm, freuten uns, denn mit so einem herzlichen Empfang hatten wir nicht gerechnet.
***
Wir fuhren ungefähr 2 km weiter bis zu unserem letzten Drehort.
Es war die Stelle, wo der Mübarek gesteinigt wurde.
Die Stelle hat sich in all der Zeit überhaupt nicht verändert.
Allerdings muss man sehr vorsichtig sein, denn man kann nur auf der Straße gehen.
Daneben ist sofort die Leitplanke und dahinter geht es senkrecht runter ins Flussbett.
Die LKWs hupen und fahren so knapp an einem vorbei, dass man erschrickt und automatisch in die Hocke geht.
Wenn man nicht aufpasst, wird man vom Sog des LKW´s mitgerissen …
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Für das Abendessen hatte ich das Restaurant Jezero eingeplant.
Es liegt direkt am Deich und hat eine große Sonnenterrasse, die sich im 1. Stock befindet.
Am Geländer hängt vor jedem Tisch ein Weinfass, auf dem die Blumen stehen.
Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf den Skutarisee.
Jedes Mal wenn wir vorbei kamen, war es gut besucht – selbst im Winter.
Als wir aus dem Bus ausstiegen, duftete es bereits schon herrlich über den Parkplatz.
Jeder bestellte nach Herzenslust sein Essen.
Bei so einer Aussicht und dem herrlichen Wetter genoss man sein kühles goldenes Nikšićko pivo oder einen schönen dunkelroten einheimischen Rotwein.
Als ich die Tische abging, sah ich Fische, Fleisch, Meeresfrüchte, Steaks, gefüllte Paprika und Salate auf den Tellern.
Einige Mutige hatten aber auch unbekannte montenegrinische Speisen bestellt.
Danach folgte noch die Nachtischrunde mit Dessert, Eis, Kaffee und der eine oder andere gönnte sich noch einen Schnaps.
Es schmeckte wunderbar, dazu noch die grandiose Kulisse mit der wunderbaren Stimmung über dem See.
***
Langsam verfärbte sich der blaue Himmel und das Licht wurde weicher.
Die hintereinanderliegenden Gebirgsketten mit Ihren vielen Gipfeln leuchteten in verschiedenen Grautönen.
Über dem See war eine unbeschreibliche Stille.
Der rötliche Himmel und die Berge spiegelten sich im See und damit erstrahlte der See im rötlichen Licht.
Diese Lichtstimmung und diese einmalige Ruhe, diese Stille zogen einen magisch an.
Für den Film ´´ Der Schatz der Azteken´´ hat der Komponist Erwin Halletz ein Stück komponiert mit dem Titel ´´Am See des Vergessens´´.
Ja, hier konnte man wirklich alles vergessen.
*************
In der Abenddämmerung, die den ganzen Himmel in diversen Pastellfarben gefärbt hatte, machten wir uns auf den Rückweg.
Dado wählte diesmal den Weg über die Berge.
So sahen wir am Scheitelpunkt der Straße nochmals den Skutarisee und paar Minuten später hatten wir den Sonnenuntergangs-Blick auf das Meer.
Im Dunklen erreichten wir schließlich Petrovac.
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Ein Teil der Gäste blieb im Zimmer. Die meisten Teilnehmer gingen aber hinab zum Hafen.
Werner und ich hatten im Winter sehr schöne Abende oben auf der Zitadelle verbracht.
Man hatte dort oben das Gefühl wie auf dem Oberdeck eines großen Schiffs mit einem grandiosen Blick über das Meer in die Ferne.
Dort gibt es im Winter sehr schöne romantische Sonnenuntergänge.
So ging ich mit Werner und einigen Gästen hoch auf das ´´Oberdeck´´ um noch etwas zu trinken.
Die Klippen unterhalb des Restaurants wurden angestrahlt.
Überall leuchteten kleine Lampen auf den Tischen und in den Nischen der Terrasse.
Es erzeugte eine romantische Stimmung … aber muss man die etwa mitbezahlen?
Denn hier waren die Preise höher, als in den Restaurants, die nur paar Meter weg waren.
Im Laufe der Woche schauten wir mal früher vorbei und stellten fest, dass zu dieser Jahreszeit die Sonne über dem Land untergeht.
Im Winter waren die Sonnenuntergänge und damit die Stimmung schöner und die Preise niedriger.
Wir dachten im Winter, dass wir hier jeden Abend verbringen werden, so gut gefiel es uns.
So kann man sich täuschen. Und jetzt? Wir hatten den Vergleich zum Winter und waren etwas enttäuscht …
Außerdem machte das Personal ´´nur´´ seinen Job.
Aber wir hatten ja jetzt zum Glück die freundliche Ljubica kennengelernt, die den Kontakt zu ihren Gästen suchte.
Bei Ihr schmeckte es uns und es gab dort das beste Bier (Nikšićko pivo) von ganz Montenegro.
So genossen einige auf dem Rückweg zum Hotel das letzte Bier für diesen langen, schönen, erlebnisreichen und abwechslungsreichen Tag …
.

An diesem Morgen wurde ich erstmals von den Sonnenstrahlen geweckt.
An den anderen Tagen hatte es nachts geregnet und erst nach dem Frühstück kam der blaue Himmel zum Vorschein.
Ich ging auf den Balkon atmete tief die sommerliche meeresfrische Luft ein und blickte über die weite Bucht.
Schnell machte ich mich fertig und ging durch die leeren Gassen unten am Hafen spazieren.
Die Mole am Hafen war menschenleer und ich hatte mit den Möwen den Anlegeplatz von Sir Lindsay´s Yacht für mich allein.
Draußen im Meer leuchteten die beiden kleinen Inseln, die man auch im Vorspann vom Schut sieht.
Wieviel Stürme und Wellen tobten in den letzten Jahren über sie hinweg?
Wie muss das damals vor 60 Jahren gewesen sein?
Langsam schlenderte ich zum Frühstück … dies war heute etwas früher, da wir einen Termin hatten.
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Um 8:00 fuhren wir mit dem Bus los. Unser Ziel war Virpazar am Skutarisee.
Dort hatte ich eine Bootstour bei meinem ´´WhatsApp-Freund´´ Luka gebucht.
*************
Im Internet hatte ich zuhause viele lokale Veranstalter gesehen, die Ihre Bootstouren anbieten.
Es gibt unzählige Touren, 2-5 Stunden Dauer, mit und ohne Bademöglichkeiten, mit und ohne Restaurantbesuch,
Sonnenaufgangs – bzw. Sonnenuntergangstouren oder spezielle Tier – und Pflanzentouren.
Deshalb wollte ich mir ein Bild vor Ort machen.
Aber im Winter sahen wir nur paar Boote, die Ihre beste Zeit schon hinter sich hatten und teilweise leckgeschlagen im Wasser nahe des Ufers lagen.
Touristisch sah dies nicht aus. Es gab keine Hinweisschilder.
Wir sind im Winter jeden Tag mehrmals diese Strecke gefahren, als wir die Drehorte gesucht haben, aber Boote sahen wir nicht.
Die Tage vergingen ohne dass wir einen Kontakt hatten. Wir hatten kein Boot gesehen …
In unserer letzten Winternacht googelte ich nochmals nach Booten …
Ich hatte eine falsche Vorstellung vom Startpunkt der Bootstouren gehabt.
Ich dachte, die Touren starten direkt im Bereich der Restaurants an der Straße, an der Brücke bzw. im Bereich der Eisenbahn.
Ich hatte nachts dann doch noch einen Treffer. Die Hoffnung hieß – Virpazar.
Mit dieser Hoffnung schlief ich ein und informierte Werner darüber beim Frühstück.
Nach dem Frühstück steuerten wir direkt Virpazar an.
Virpazar ist ein kleines Dorf mit 30 Häusern und liegt nur 150m von der Straße entfernt am See.
Im Winter ist Virpazar aber ein Geisterdorf.
Es gibt keine Schilder, keine Reklame, die Restaurants und Bars sind zu, es gibt keine Souvenirhändler.
Wir gingen die Straße entlang und sahen in der Mitte des Ortes von einer Brücke aus plötzlich Boote,
schöne Boote, die unten der Reihe nach im Wasser lagen, bzw. auf der Wiese lagen, wo einige Männer die Boote für die neue Saison warteten.
Wir freuten uns über diesen Anblick – endlich sahen wir die Ausflugsboote!
Man konnte und kann die Boote nicht von der Straße aus sehen.
Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, die Boote hier zu suchen.
Denn von Virpazar fährt man fast eine halbe Stunde bis zum Bahngleis / Straße, wo es dann richtig in den See mit den verschiedenen Touren geht.
Plötzlich wurden wir von einem jungen Mann angesprochen.
Er wollte uns eine Bootsfahrt anbieten – jetzt sofort im Winter.
Ich erklärte ihm, dass wir eine Gruppentour im Juni buchen wollen.
An der Straße hatte er einen Sonnenschirm und darunter war sein ´´Büro´´.
Er klärte uns über die verschiedenen Touren auf.
Ich fragte Ihn, ob er eine Webseite hätte – Kopfschütteln.
Ich fragte Ihn, ob er eine Visitenkarte hätte – Kopfschütteln.
Ich fragte Ihn, ob er einen Stift und ein Blatt Papier hätte – Kopfschütteln.
Einige Meter von uns saß ein Polizist und genoss seinen Morgenkaffee.
Unser Bootsmensch ging zum Polizisten, sprach kurz mit Ihm und kam mit einem Stift und Blatt zurück.
Ich schrieb die erhaltenen Informationen auf.
Dann meinte er ganz stolz, er hätte WhatsApp! Das war doch mal eine klasse Information.
Ich ließ mich mit meinem WhatsApp-Freund Luka von Werner vor seinem ´´Büro´´ fotografieren, damit ich Ihn 4 Monate später auch wiedererkenne.

Wir hatten einen Deal mit Luka. Sowas nennt man eine Punktlandung.
Zufrieden stiegen wir ins Auto, wir hatten alle offenen Fragen im Winter geklärt und machten uns auf unsere lange Heimreise.
Dies war der letzte offene Punkt unserer Reise gewesen …
***
Als ich zuhause war, schrieb ich Luka und teilte ihm die Daten und Fakten mit.
Er hatte die Nachricht gesehen, aber er antwortete mir nicht.
Ich schrieb Ihm nochmals – wieder keine Antwort.
So schrieb ich meine Nachricht in montenegrinisch mit dem kyrillischen Alphabet und in Serbisch (Amtssprache) mit dem lateinischen Alphabet.
Sofort kam seine Antwort in Serbisch.
Da war mir klar, er konnte Englisch sprechen aber nicht schreiben.
***
In der warmen Jahreszeit erkennt man Virpazar nicht mehr …
Das Geisterdorf ist aus dem Winterschlaf erwacht.
Auf dem Parkplatz an der anderen Straßenseite steht ein Reisebus neben dem Anderen.
Überall sind Werbetafeln, die Restaurant und Bars sind offen.
Es gibt jetzt unzählige Stände, an denen man eine Bootstour buchen kann.
Die Straße war voller Touristen.
Vom Parkplatz ging unter der stark befahrenen Straße eine Unterführung am Fluss entlang.
Diesen Weg ging ich mit unseren Gästen, vorbei an den vielen Anbietern, die uns ansprachen.
Plötzlich klopfte mir jemand von hinten auf meine Schulter, ich drehte mich um – es war Luka mein WhatsApp-Freund.
Wir begrüßten uns herzlichst und gingen zu seinem Stand, wo ich die Tickets kaufte.
Dort teilte er mir mit, dass er leider nicht auf dem Boot dabei ist, weil er einen anderen Termin hat.
***
Sein Partner ging mit uns zum Boot, wir stiegen ein und dann ging es los.
In verschieden Gesprächen hatte ich herausgehört, dass die meisten Gäste sich eine 5 Stunden-Tour wünschten.
Wir fuhren zuerst vom Hafen Virpazar (10Uhr) durch einen Kanal von Seerosen und Schilf zum Deich, über den die Straße und die Eisenbahnlinie führen.
Der Skutarisee (Skadarsee) ist der größte See Südeuropas und ist 48km x 14km groß und die durchschnittliche Wassertiefe beträgt nur 5m – 9m.
In der Mitte des Sees verläuft die Grenze zu Albanien.
Wir fuhren unter der Brücke hindurch und der See machte jetzt richtig auf.
Dabei ist dies nur ein sehr kleiner Teil des Sees und macht nur 1/16 der Fläche aus.
Wir sahen unser Fischlokal, wo wir gestern Abend gegessen hatten.
An Millionen Seerosen und anderen Wasserpflanzen fuhren wir entlang.
Der Wettergott war auf unserer Seite, bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein glitten wir durch das Wasser.
Luka hatte uns auch Getränke mit an Bord gegeben und wir waren froh darüber.
Die Berge leuchteten und das Wasser wechselte die Farbe je nach Sonnenstand.
Aus dem Schilf quakte es und die Wasservögel zwitscherten um die Wette.
Wir fuhren über diesen kleinen Teil des Sees und bogen dann in den Fluss Rijeka Crnojević ein.
Der Fluss hat sehr viele Windungen und so kommt nach jeder Kurve ein neuer Ausblick.
Mit der Zeit wird der Fluss immer schmaler und es begegneten uns immer häufiger Kajakfahrer.
Schließlich kamen wir an unserem Ziel dem Örtchen Rijeka Crnojevića an.
Dort ankerten wir um 12 Uhr vor der alten Steinbrücke (Stari most), die das Wahrzeichen des Ortes ist und im Jahr 1853 errichtet wurde.
Der Ort wurde 1481 gegründet und ist bekannt für seine alten Steinhäuser.
Hier erfrischten wir uns und machten eine Pause …
Danach ging es wieder zurück und wir waren dankbar, dass unser Boot ein Sonnensegel hatte und uns Schatten spendete.
Es war diese Weite und Stille, die Sonne und das Wasser, man war mit Freunden zusammen, dies war Urlaub pur, man verlor das Zeitgefühl …
Ein Wort hatten wir dieses Jahr gelernt: Polako
Es bedeutet langsam langsam …
So genossen wir unseren Urlaubstag und schauten verträumt in diese herrliche Landschaft.
Plötzlich kam ein Boot mit hoher Geschwindigkeit direkt auf uns zugeschossen.
Im letzten Moment riss er das Steuer herum und winkte mit dem Arm.
Es war Luka und er rief mir zu: ´´Thank you! Good by my friend´´!
Dann zischte er auch schon davon und hinterließ eine weiße Gischtspur.
Er war extra uns entgegengekommen, um sich zu verabschieden …
Wir waren schon in Sichtweite des Damms, als einige von uns das Ruder übernehmen durften.
So schipperten uns Wolfram, Robert, Claus, Anneka und ich uns über den Skutarisee!
Um 15 Uhr steuerten wir den Hafen von Virpazar an.
Der Ausflug hatte sich gelohnt …
*************
Nach unserem Bootstrip hatten wir für heute noch 3 Drehorte auf dem Programm stehen.
Wir fuhren durch Podgorica und an Osko´s Gehöft vorbei.
Ungefähr 1km weiter befindet sich in einer scharfen Rechtskurve der Moraca unser nächstes Ziel – die Verräterspalte.
Ganz in der Nähe gab es eine gute Stelle zum Parken.
Wenn man in die Schlucht schaut, so sieht man mehrere große Felsbrocken in der Moraca liegen. Aber einer sticht ganz besonders hervor.
Parallel zum Fluss befindet sich eine schmale Wiese.
Auf dieser lag im Film der abgestürzte Schut mit seinem Schimmel.
Dahinter liegt im Fluss der markante Felsen. Es schaut aus, als wenn erst gestern die Szene gedreht worden wäre.
Hier hatte der Schut beim Versuch die Schlucht zu überspringen sein Ende gefunden – deshalb heißt die Stelle in Fankreisen Verräterspalte.
*************
Fährt man weiter in Richtung Schlucht, dann kommt man nach ungefähr 3km zu der Wiese von Rih´s Tod.
Was hatten wir im Winter diese Stelle gesucht.
Denn durch diese große hohe Autobahnbrücke hat sich in deren Umgebung viel verändert.
Da die Autobahnbrücke von Chinesen gebaut wurde, sieht man auch heute noch viele Gebäude und Schilder die darauf hinweisen.
Die Baracken der Bauarbeiter sind heute Schaf – und Kuhställe und die Tiere laufen frei herum.
Auf und an allen Gebäuden sind große Schilder mit chinesischen Schriftzeichen.
Großflächig sind alle Grundstücke, die irgendwie mit dem Bau zusammenhängen mit Stacheldraht umgrenzt.
Deshalb konnten wir nur an den noch freien Grundstücken nach Rih´s Wiese suchen.
Wir suchten sogar auf der anderen Schluchtseite … aber vergebens. Dort beschimpfte und drohte uns sogar ein Bauer.
Es blieb nur noch ein einziges Grundstück (Wiese) übrig.
Auf der einen Seite der Wiese befand sich ein Elektrizitätswerk, dass die Chinesen gebaut hatten.
Mehrere Schäferhunde liefen dort bellend frei am Zaun auf und ab.
Auf der anderen Seite war ein Schrotthändler – auch seine Hunde liefen frei herum und bellten.
In der Mitte befand sich diese Wiese, die ebenfalls einen Stacheldrahtzaun hatte und mit einem gelb-schwarzen Plastikband ringsum markiert war.
Stand das Gelb für Strom? Gehörte die Wiese zum Elektrizitätswerk?
Wir schauten uns an. Was sollten wir machen?
Ich berührte den Zaun nur ganz kurz – es war kein Strom drauf.
Wir drückten den Zaun herunter und stiegen darüber.
Da waren dann nur noch die Hunde … wenn nur ein Loch irgendwo im Zaun war …
Wir wagten es und gingen weiter auf die Wiese.
Wir waren am Ziel, alle Perspektiven passten – wir standen auf der Rih-Wiese.
Glücklich machten wir einige Fotos.
Bei den Hunden hatten wir das Gefühl, dass sie schon alle Eingeweide herausgebellt hatten.
Die waren völlig durchgedreht und es war an der Zeit den Rückzug anzutreten.
Dieser Drehort war für uns der Schwierigste um ihn zu finden, obwohl es sich nur um eine Wiese direkt an der Straße handelt.
Jetzt wird man fragen, was seid Ihr für Scouts?
Wir sind in einem neuen fremden Land, dann die Absperrungen, die Hunde, der Frust die Stelle nicht zu finden, obwohl schon Fans hier waren …
Das tröstliche für unser Ego – die waren alle vor dem Brückenbau da.
***
Als wir aus dem Bus ausstiegen, sahen die Gäste zuerst diese riesigen hohen Brückenpfeiler.

Es ist schon beeindruckend wie gewaltig diese sind, aber gleichzeitig ist es auch ein gewaltiger Einschnitt in die Landschaft.
Wir gingen am Schrotthändler vorbei und standen dann am Stacheldrahtzaun vor der Wiese.
Es war ruhig – kein Bellen von links, kein Bellen von rechts.
Bei so vielen Leuten müssten die Hunde ja verrückt werden, aber es blieb still.
Wir testeten den Zaun, er hatte immer noch keinen Strom.
Wir unterstützten uns gegenseitig über den Zaun und präsentierten den Gästen die Rih-Wiese mit allen Einstellungen.
Dort machten wir auch mehrere Gruppenfotos.
Jetzt war alles ganz einfach, aber wieviel Zeit haben wir für diesen Ort investiert.
Die Sonne stand genau richtig um schöne Aufnahmen zu erhalten.
Plötzlich ertönte ein Schrei ´´Schlange´´!!!
Aber bei genauerem Betrachten stellte es sich heraus, dass es sich um einen Scheltopusik (Panzerschleiche) handelt, der ungefährlich ist.

Manchmal stellt er sich wie eine Cobra auf und kann einem schon einen gewaltigen Schreck einjagen.
Er kann bis zu 1,5m lang werden.
Nach diesem kleinen Nervenkitzel ging es zum Bus zurück.
*************
Als letzten Tagespunkt steuerten wir die Hängebrücke an, über die Kara mit seinen Begleitern geritten ist.
Heutzutage führt eine schmale asphaltierte einspurige Brücke über die Schlucht der Moraca.
Das interessante jedoch ist, dass unter der neuen Brücke sich immer noch die alte hölzerne Hängebrücke befindet.
Natürlich nicht mehr im besten Zustand, aber man fragt sich, wie die Szene damals gedreht worden ist.
Mit einem Pferd über die wacklige Hängebrücke zu reiten ist schon eine sehr große Herausforderung.
Sicher hatte man den Pferden ´´etwas´´ gegeben und den Reitern …
Der Blick in die Tiefe auf das blaue Wasser ist sehr schön, aber auch nichts für schwache Nerven.
So betrachteten wir die Brücke von beiden Seiten.
Wenn man an der Hauptstraße knapp 100m zurück entlanggeht, sieht man einen Feldweg, der links und rechts von einer Steinmauer begrenzt ist.
Dieser führt zu einem kleinen Friedhof.
Von dort sind es nur noch 20m bis zur Schluchtkante, dann hat man den Blick auf die Hängebrücke, wie auf dem Aushangsfoto.
Von diesem Standpunkt sieht man, in welcher Höhe die Brücke über die Schlucht führt.
Das Licht hatte noch gepasst und so machten wir uns um 19 Uhr auf den Heimweg.
Wir sahen noch die schöne romantische Abendstimmung über dem Skutarisee und dann ging die Sonne über den Bergen unter.
Wir erreichten Petrovac im Dunkeln …
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An diesem Abend hatten wir fast alle Appetit auf Pizza.
Wir hatten an den Abenden zuvor gesehen, dass das Lokal immer gut besucht war und die Pizzateller phantastisch lecker aussahen.
Ljubica schaute mit großen Augen, als wir an Ihr vorbeigingen, aber wir versprachen Ihr, noch auf ein Getränk vorbeizuschauen.
Nach dem Essen und dem Stopp bei Lubica gingen die meisten Teilnehmer ins Bett.
Conny und Günter fragten mich, ob ich noch auf ein Getränk in der Bar auf der anderen Buchtseite mitkomme.
Es gab reichlich zu erzählen und wir lachten viel, da Günter einige Geschichten in seiner typischen Art erzählte.
Wir mussten zahlen, das Licht ging aus, aber wir blieben noch …
Irgendwann gingen wir, es war schon längst der nächste Tag.
.

Ich wachte schon früh auf und setzte mich auf den Balkon und genoss den Blick hinaus auf das Meer.
Ein bisschen Kraft tanken für den heutigen Tag …
Bei der Planung und Organisation hatte das Programm von heute einige Nerven gekostet.
Doch davon erzähl ich später mehr …
Erst einmal ging es zum Frühstück.
Es war wie jeden Tag der Wahnsinn, was hier uns geboten wurde.
Das Angebot war reichhaltig und vielfältig. Hier blieb kein Essenswunsch unerfüllt.
Gestärkt machten wir uns auf den Weg – wir hatten einen langen Tag vor uns.
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Zuerst ging es die bekannte Strecke am Skutarisee entlang nach Podgorica.
Unser erstes Ziel war der Panoramablick auf das Gehöft von Osko.
Dies liegt eingebettet zwischen der Autobahn, der Landstraße, dem Fluss Moraca auf der einen Seite
und dem Eisenbahngleis mit der Landstraße auf der anderen Seite.
Es liegt idyllisch in einer scharfen Flusskurve am Anfang der Moraca-Schlucht,
erhöht auf einem Plateau und ist nur über eine sehr schmale Brücke erreichbar.
Man könnte fast sagen, es liegt auf einer ´´Halbinsel´´.
Diesen Blick hat man von einer ganz kleinen Parkbucht auf der ´´Eisenbahnseite´´.
*************
Von dort ging es weiter zum Picknickplatz von Sir David Lindsay.
Wir folgten der Straße E80 bis wir zur Abzweigung P19 kamen.
Dort parkten wir an der Moracabrücke und nach 200m Fußweg hatten wir auf der linken Seite unser nächstes Ziel erreicht.
An dieser Stelle nahm Sir David Lindsay ein Bad und es wurde Tee getrunken.
Ich zeigte den Gästen die Stelle und erklärte die Screenshots.
Im Eifer des Gefechts sagte ich: ´´ Lex und das andere Pferd … ´´
Weiter kam ich nicht, es erfolgte ein Aufschrei der weiblichen Lex-Fans.
Im ersten Augenblick wusste ich gar nicht warum, bis man mich aufklärte.
So ließ ich die 5 Damen Angela, Anneka, Carmen, Conny und Tanja (alphabetisch sortiert) vor mir antreten.
Auf der Wiese blühten überall rosafarbene Ackerwinden.
Ich entschuldigte mich für meinen Versprecher und überreichte den 5 Damen jeweils eine rosa Blüte …
Auf dem Rückweg blickten wir von der Brücke auf die wunderschöne blau schimmernde wilde Moraca mit dem Bergpanorama.
Hier wurden unzählige Selfies gemacht.
*************
Wir fuhren ein Stück zurück, denn nur 600m Luftlinie weiter war der nächste Drehort – Busra der Bettler.
Wir stiegen aus und gingen auf der schmalen Straße die leicht anstieg ungefähr 150m.
Dann kamen wir zu dem einzeln stehenden Felsen auf der linken Seite, an dessen Fuß der Bettler Busra saß.
Man erkennt auch noch den schmalen Weg den Kara und seine Begleiter geritten sind.
*************
Wir fuhren weiter zurück in Richtung Podgorica zu Osko´s Halbinsel, da jetzt das Licht von der richtigen Seite kam, um schöne Aufnahmen zu machen.
Auch dies gilt es bei der Planung des Programms zu beachten.
Auf dieser Halbinsel entstand auch teilweise das Filmplakat ´´Der Schut´´.
Diese Stelle suchten wir zuerst auf.
Im Film sieht man Kara und Hadschi am blauen Fluss entlangreiten mit Höhlen im Hintergrund.
Sie sprechen über den Glauben und Halef will Kara bekehren.
Man muss im Halbkreis bergabwärts zum Flussbett gehen.
Dort liegen viele glattgeschliffene Kieselsteine in verschieden Größen und Farben im puderfeinen Schwemmsand.
Man hört das Wasser plätschern und teilweise gibt das Ufergestrüpp den Blick auf die Moraca frei, die in verschieden Blautönen schimmert.
Es könnte so schön sein … ABER was macht der Mensch?
***
Im grünen Gestrüpp liegt verborgen der Müll der Menschen.
Werner und ich hatten die Gäste schon vorgewarnt …
Nur teilweise sahen die Gäste das Ausmaß im Gegensatz zu uns im Winter, wo es keine Blätter gab.
Dort sahen wir Reifen, Elektrogeräte, Bauschutt, Kabel, Flaschen, Tüten, Plastik und Kleider usw.
Es wurde einfach ALLES hier hingeschmissen.
Die Plastiktüten hingen durch das letzte Hochwasser in 2 – 3 Meter Höhe in den Sträuchern.
An den Ästen hingen BHs in verschieden Farben und Größen – auch einer im Leopardenlook.
Wir hatten den Gästen davon erzählt und ich glaube, dass Sie dachten, dass wir irgendwelche Geschichten erzählten.
Aber der Leoparden-BH baumelte immer noch am Zweig, als wenn er uns begrüßen wollte.
Der ganze Müll, den wir schon am Moraca-Kloster und hier gesehen haben, fließt flussabwärts durch die Hauptstadt Podgorica.
Die Leute vergiften sich selbst …
Welche Umweltbombe fließt in dem schönen blauen Fluss von den ausgelaufenen, defekten, durchgerosteten Fässern, Flaschen und Gefäßen???
***
Wir hatten Glück, die Plakatstelle war fast frei von Müll.
Das Plakatmotiv als solches gibt es nicht.
Das Motiv Kara und Lex mit dem Fluss stammt von dieser Stelle, aber es ist seitenverkehrt.
Der Rest wurde künstlerisch dazu gefügt.
Die Stelle ist / war sehr schön …
Die großen ausgeschwemmten Flusshöhlen, der feine Sand, der blaue Fluss mit dem Gebirge dahinter,
ob Lex und Ralf damals diese Schönheit genossen haben?
Dort machten wir mit dem Festplakat ein Gruppenfoto.
Danach gingen wir zurück zu der Stelle wo einst Osko´s Gehöft stand.
*************
Nach 60 Jahren schaut es heutzutage natürlich anders aus.
Aber wir konnten die Filmszenen zuordnen, wo diese damals ungefähr gedreht wurden.
In der Zwischenzeit stehen dort einige Häuser.
Die Hunde bellten lautstark und so kamen einige Anwohner neugierig heraus.
Wir kamen mit Ihnen ins Gespräch und zeigten Ihnen die Screenshots, wie es damals aussah.
Nur ein alter Mann konnte sich erinnern, wie diese Halbinsel einst mal war …
Da der Bus dort nirgendwo parken kann, hatten wir eine Uhrzeit verabredet und mussten pünktlich an der schmalen Brücke sein.
*************
Von dort fuhren wir weiter zurück nach Virpazar, wo wir auf einem alten Holzschiff unser Mittagessen hatten.
Das Bootsrestaurant Silistria ist ein Dreimaster und das Schiff bildet die Kulisse für das Restaurant.
Es liegt teilweise vom Schilf umgeben im Wasser.
Dort machten wir ausgiebig Pause und bestellten uns alle was zu essen und trinken.
Die Auswahl ist groß und es gibt Fleisch, Gemüse, Käse, Schinken und natürlich frischen Fisch aus dem See.
Einige ließen sich die Forelle, den Karpfen und den Aal schmecken.
Aber es gab auch für uns unbekannte Gerichte aus der einheimischen Küche.
So tankten wir Kraft für das restliche Programm – denn das eigentliche Highlight des Tages kam ja noch – die Zugfahrt durch die Schluchten des Balkan.
*************
Die Touristen, die schon mal die Zugstrecke Bar – Kolašin gefahren sind, schwärmen davon im Internet.
Man fährt vom Meeresspiegel mit dem Zug in ein Skigebiet.
Aber wie oft und wann fährt der Zug?
Was kostet die Strecke?
Wo kauft man die Tickets?
Im TV hatte ich sogar einen Reisebericht über diese Strecke gesehen.
Aber auf all diese Fragen hatte ich keine Antwort gefunden bzw. die Daten waren nicht aktuell.
Oft sahen wir im Winter den Zug fahren.
So schauten wir zuerst bei dem Bahnhof vorbei, wo Kara und Hadschi in der Nähe Abschied nehmen.
Der Bahnhof war ein leerer schmutziger Geister-Bahnhof.
Es war kein Fahrgast, kein Personal, kein Fahrplan, keine Sitzmöglichkeit, keine Info, keine Internetanschrift da … überall waren Spinnweben.
Wir waren guter Hoffnung, als wir mit dem Auto nach Kolašin fuhren, dass wir in dem Skigebiet die Antworten bekommen würden.
Aber, es war kein Fahrgast, kein Personal, kein Fahrplan, keine Sitzmöglichkeit, keine Info, keine Internetanschrift da … überall waren Spinnweben.
Der Winterwind blies durch das leere Gebäude.
An diesen Bahnhöfen hätte man auch gute Western drehen können.
Unsere Stimmung fiel in den Keller, da wir extra bis Kolašin gefahren waren.
Dafür hatten wir sogar einen Umweg ins Gebirge von 1,5 Stunden in Kauf genommen.
Auf dem Rückweg sahen wir erneut den Zug fahren … es war zum Haare raufen.
Am nächsten Tag wollten wir unser Glück in Bar probieren.
Vor dem Bahnhof standen schon mal Autos.
Der Schaukasten für den Fahrplan war leer.
Es gab keine Info und auch keine Fahrgäste.
Am Schalter hinter einer Glaswand kippelte ein Mann mit den Füßen auf dem Tisch und schaute TV.
Ich sprach Ihn an und er fühlte sich von mir gestört.
Er sprach nur widerwillig.
Ich fragte nach einem Fahrplan – Kopfschütteln.
Ich fragte nach einer Webseite – Kopfschütteln.
Ich fragte, ob ich hier Tickets kaufen könne – Kopfschütteln.
Ich fragte, ob hier der Zug nach Kolašin abfährt – Kopfnicken.
Ich fragte, ob er mir die Abfahrtszeiten aufschreiben könne – sein Blick suchte vergeblich einen Stift.
Ich schob Ihm meinen Stift zu und er sah mich mit großen Augen an …
Sein Blick suchte den leeren Schreibtisch ab …
Dann stand er endlich auf, kramte tief in seiner Hosentasche und holte einen zerknüllten Zettel hervor.
Darauf schrieb er die Abfahrtszeiten.
Danach riss er vorsichtig einen 2€ großen Schnipsel heraus und gab mir die Abfahrtszeiten.
Er setzte sich auf den Stuhl fing an zu kippeln und deutete mit einer Handbewegung an,
dass der Service vorbei wäre und er seine Ruhe haben möchte.
Er schaute weiter TV.
Das nennt man Kundenservice auf dem Balkan.
Hadschi Halef Omar hätte die Peitsche gezogen …
Wenn es nicht so eine wichtige Sache gewesen wäre, hätte ich nur noch gelacht.
Ich schaute auf den Zettel und dort stand 5:11, 15:30, 17:50 und 19:35.
Wie sollte das gehen?
Ich kann ja nicht mitten in der Nacht die Gäste aus dem Bett werfen.
Die dritte und vierte Möglichkeit war viel zu spät und es würde dann auch schon dunkel werden.
Ich musste also das Programm so abstimmen, dass wir um 15:30 den Zug nehmen konnten.
Immer wieder warf ich das Programm im Laufe der Monate um, aber richtig glücklich war ich nicht damit.
Denn wir mussten ja die ganze Strecke wieder an das Meer zurückfahren – zum Bahnhof nach Bar.
Dann erschien mir ein Glücksengel – unser Busfahrer Dado.
Er sagte mir, dass es in Virpazar auch einen Bahnhof gibt. Den könnten wir auch zu Fuß erreichen.
Dieser Bahnhof ist so versteckt, dass man ihn von der Straße nicht sieht.
Das wäre natürlich die Lösung.
Wir müssen nicht zurückfahren, sparen Zeit und können entspannt essen.
Aber nach all den Erfahrungen mit den Geisterbahnhöfen war ich natürlich sehr skeptisch …
Wenn der Zug nicht hält, dann bringen mich die Gäste um.
Aber Dado versprach mir, dass ich mir keine Sorgen machen müsse.
So trennten wir uns.
Es war Zeit für Ihn loszufahren, um uns den leeren Bus rechtzeitig zum Bahnhof von Kolašin zu bringen.
Ich führte die Gäste über einen Nebenweg am Gleis entlang zum Bahnhof nach Virpazar.
Es war ein schöner Verdauungsspaziergang und nach 15 Minuten waren wir da.
***
Als wir an dem Bahnhof ankamen, warteten auch schon einige Einheimische.
In seinem Büro war auch ein Bahnangestellter, der vor einem Tisch mit vielen Hebeln saß.
Ich fragte Ihn, ob hier der Zug nach Kolašin hält und er nickte.
Von Ihm erfuhr ich, dass die Tickets im Zug gekauft werden.
Was für ein Glücksgefühl!
Im Büro hatte ich eine Kelle und eine rote Schirmmütze auf dem Tisch gesehen.
Ich ging zu Roman und fragte Ihn, ob er übersetzen könne, ob ich mal die Mütze haben kann.
Aber Roman meinte, dass dies sicher nicht ginge, da es eine Beamten-Uniform sei.
So probierte ich allein mein Glück und ging ins Büro.
Ich vermittelte meinen Wunsch mit Händen und Füßen, mit bittenden Augen und mit einem Sprachkauderwelsch.
Er überreichte mir die Kelle und seine Dienstmütze.
Stolz stelle ich mich an das Bahngleis, setzte die rote Dienstmütze auf und hielt die Kelle in die Luft.
Es war für mich die Belohnung nach all den Mühen und Enttäuschungen.
Das Abenteuer konnte jetzt beginnen – ich war bereit.
Ich brachte die Mütze und die Kelle zurück und bedankte mich mit einer Verbeugung und gefalteten Händen.
Ein paar Minuten später kam der Zug von Bar und hielt am Bahnhof von Virpazar.
Die Lokomotiven und Waggons sind seit 1973 im Einsatz.
Es gibt sogar Waggons erster und zweiter Klasse.
Aber der Schaffner verkaufte mir nur Tickets zweiter Klasse.
Wir durften uns allerdings überall hinsetzten – auch in die erste Klasse.
Den Aufschlag gibt es nur in der richtigen Hauptsaison.
Das muss man nicht verstehen … denn der Waggon war ja da.
Ich bekam auch keine Tickets sondern eine Quittung für unsere Gruppe.
So verteilten wir uns auf den Zug.
Wir kamen auch an der Toilette vorbei.
Die Tür stand offen, der Fußboden war nass und ein Rinnsal floss heraus.
Leitungswasser – oder … es war nicht erkenntlich, aber der Geruch umso deutlicher.
Wir legten unsere Taschen auf die Sitze, öffneten die Fenster am Gang um besser fotografieren zu können.
Mein ´´Freund´´ mit der roten Mütze hob die Kelle und der Zug rollte pünktlich los!!!
***
Unsere Bahnfahrt zählt zu den spektakulärsten Zugstrecken Europas.
Nach ein paar Minuten erreichten wir den Skutarisee auf der linken Seite und rollten über den Deich.
Vom Zug hatten wir eine schönere Aussicht als vom Bus, da das Bahngleis höher lag, als die Straße.
Das schöne war, dass wir die ganzen Drehorte schon besichtigt hatten und diese jetzt vom Zug heraus gut erkannten.
Dazu hatten wir Glück mit dem Wetter – die Sonne schien.
Wir fuhren an der Moraca entlang bis nach Podgorica, wo wir einige Zeit standen.
Dort hatten wir die Gelegenheit unser Abteil genauer zu betrachten.
Alles klebte ein wenig und man hatte den Eindruck, dass überall eine feine Rußschicht wäre.
Oder anders gesagt, wir rätselten, ob hier schon jemals ein Putzlappen war.
Dann ging es langsam aber stetig bergauf in die Berge …
Plötzlich rief jemand wir sollten zum Zugende gehen.
Dort sahen wir, dass das Türschloss defekt war und nur mit einer Kette gesichert wurde.
Wir sahen auf den Bahnschotter und die Schwellen, die an uns vorbeirauschten.
Wir fuhren direkt an Osko´s Gehöft und an der Verräterspalte vorbei.
Es ging immer höher und die Moraca schimmerte wie ein blaues Band in der Landschaft.
Wir sahen den Felsen von Busra, die Wiese wo Rih starb …
Bis zum Horizont sahen wir unzählige Gebirgsketten und Gipfel, die in der Nachmittagssonne leuchteten.
In dieser wunderschönen Landschaft sah man das riesige Monster – die moderne Autobahnbrücke.
Jetzt von der Ferne sah man erst die eigentlichen Dimensionen, die man gar nicht so wahrnimmt, wenn man direkt davor steht.
Hier bogen wir in den wunderschönen Mala Rijeka Canyon und kamen bald zu einer ganz besonderen Stelle.
Wir steuerten die höchste Eisenbahnbrücke Europas an – das Mala-Rijeka-Viadukt.
Es ist 498,80m lang, die Brückenpfeiler sind 137,50m hoch und der Schienenstrang verläuft in 198m Höhe über dem Talgrund!!!
Im Schritttempo kriecht der Zug über die eiserne rostige Brücke, von der die Farbe abplatzt, und man hofft …
Der Blick nach unten in die Tiefe löst bei jedem sicher andere Gefühle aus.
Nur schwer lässt sich die Höhe abschätzen, aber die Aussicht ist wirklich einmalig.
Wir fuhren über das Plateau des Smrdulja mit 494m Höhe
und hatten von dort einen wunderbaren Blick auf die Hängebrücke, über die Halef mit seinen Freuden ritt.
Ab hier fährt der Zug permanent an der Kante des Gebirgsrückens
und es ist ein Wechselspiel zwischen den zahlreichen Tunnels, Brücken und den wunderschönen faszinierenden Landschaften.
Es ging immer höher und höher …
Man hatte den Eindruck, dass man auf eine Spielzeug-Eisenbahnlandschaft schaut …
Es wurde alles immer kleiner, aber die Aussicht in die Ferne immer größer.
Wir kamen vorbei beim Mübarek und das Haus von Alexsander war von hier oben nicht größer als eine 5 Centmünze.
In den Tunnels drückte immer die kalte Luft in die Waggons.
Aber wir ließen die Fenster offen, wir wollten ja nichts verpassen.
Die Felswände wurden immer schroffer und höher. Es wurde immer kühler und wir befanden uns in einer anderen Klimaregion.
Das Gleis machte eine Rechtskurve und wir verließen das Moracatal.
Es ging jetzt das restliche Stück durch die Schluchten des Balkans.
Die Tunnels und Brücken wechselten sich jetzt ständig ab.
Wir mussten aufpassen, dass wir den Bahnhof nicht verpassten.
Denn es wurden keine Ansagen gemacht. Jeder Stopp könnte unser Bahnhof sein.
Schließlich erreichten wir den Bahnhof von Kolašin der auf 1030m Höhe liegt und ich musste aufpassen, dass alle meine Schäfchen auch aussteigen.
Die Zugfahrt hatte 2,5 Stunden gedauert und wir sind durch 71 Tunnels gefahren.
Es war wirklich ein Highlight gewesen und alle Gäste einschließlich mir waren begeistert.
Dado war auch mit dem Bus da. Wir hielten noch vor einem Supermarkt und versorgten uns für die Rückfahrt.
In der Zwischenzeit war es schon 19:30 und wir hatten noch 120km vor uns.
Wir fuhren über das einzige Autobahnstück Montenegros zurück.
In der Abendsonne überquerten wir die hohe Autobahnbrücke und unter uns war die Rih-Wiese bereits schon im Dunkeln.
Zwei Stunden später erreichten wir Petrovac.
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Einige gingen sofort ins Bett. Einige gingen sofort runter zum Hafen um noch etwas zu essen.
Begeistert unterhielten wir uns noch über unser heute erlebtes Abenteuer.
Dann war der große Aufbruch in Richtung Hotel …
Im Bett raste der Tag nochmals im Schnelldurchlauf an mir vorbei.
Ich schlief glücklich und zufrieden ein.
Die Herausforderungen waren gemeistert und die nächsten Tage würden kein Problem sein.
.

Entweder frühstückten wir immer so früh, oder wir waren fast die einzigen Gäste.
Nur hie und da sah man noch weitere Gäste.
So konnten wir ganz entspannt am Buffet unser Essen aussuchen.
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Als erster Drehort stand heute die Schut-Kurve auf der Tagesordnung.
Es war der einzige Drehort, wo ich Zweifel hatte, ob dies der Bus aufgrund der Enge schafft.
Es handelt sich um eine Haarnadelkurve (180° Kurve), durch die der Teppichhändler Nirwan (Schut) mit der Kutsche fährt
und kurz darauf aussteigt, um auf das brennende Gehöft vom Bauern Osko zu schauen …
Bei der Ortschaft Virpazar biegten wir links ab und probierten unser Glück.
Aber nach einigen hundert Metern war es klar, dass es nicht möglich war.
So stiegen wir aus und machten uns fast alle zu Fuß auf den Weg.
Paar Gäste blieben im / am Bus zurück, da es doch schon sehr heiß war und es auf dem Weg bergauf keinen Schatten gab.
Von der Kurve hat man einen weiten Blick über den See, die Bergketten und die große Schilfebene.
***
Danach waren dann drei Punkte dran,
die man heutzutage aufgrund der stark wachsenden Vegetation in all den Jahrzehnten nur noch erahnen und grob zuordnen kann.
Es handelt sich um folgende Filmszenen:
>>> Filmtrailer ´´Der Schut´´ (Schut)
>>> Flirtszene zwischen der Aztekenprinzessin Karja und dem Grafen Alfonso im Boot (Der Schatz der Azteken)
>>> Kara und Halef nehmen Abschied (Schut)
***
Leider ist in diesem Bereich von den drei genannten Punkten alles sehr eng und zugebaut.
Neben dem See ist der dichte Schilfgürtel mit den Sträuchern und Bäumen.
Daneben verlaufen das Eisenbahngleis und parallel dazu die dicht befahrene Hauptstraße.
Gleich am Straßenrand beginnen die zwei markanten felsigen Berge Velji vrh und Kosmaca.
Parkmöglichkeiten gibt es daher fast so gut wie keine – bis auf eine Stelle.
Dort parkten wir und gingen in der Mittagshitze
vorsichtig an der dichtbefahrenen, lauten, nach Diesel und Fischresten stinkigen Straße entlang, bis zum Dorf Vranjina.
Dort befindet sich etwas erhöht ein Friedhof, von dem man einen schönen Panoramablick auf den Skutarisee mit seinen Inseln hat.
Von dort kann man noch den Trailer zuordnen.
***
Fährt man auf der Straße ungefähr 2km weiter, kommt man an die Stelle, wo sich der Fluss Moraca teilt.
Ein Flussarm fließt unter der Straße (grüne Eisenbrücke) weiter, der Andere läuft parallel zum Eisenbahngleis.
Der zweite Flussarm ist für uns interessant.
Erst ab der grünen Brücke fließt die Moraca parallel an der Straße / Eisenbahn entlang.
Deshalb muss in diesem Bereich der Abschied zwischen Kara und Halef gewesen sein.
In einigen Quellen wird behauptet, dass der Abschied beim Bahnhof war, der sich etwa 200m hinter der grünen Brücke befindet.
Allerdings gibt es dort keinen Flussarm und das Ufer ist ungefähr 520m (sieht man Dank Google-Earth) entfernt.
Dort befinden sich zwischen den Bäumen und Sträuchern sogar Wiesen.
***
Wenn man bei der grünen Brücke am linken Ufer der Moraca ungefähr 100m in Richtung See geht,
dann könnte dort die Aufnahme der Flirtszene entstanden sein …
Wir haben dort auf jeden Fall die Aztekenprinzessin Karja auf einem Baumstumpf sitzend am Ufer angetroffen.
Ich hatte die Original-Filmrequisite von Karja´s Poncho mit und Moni als Prinzessin ausgewählt.
An dieser Stelle ein großer Dank an die KMMF und an unsere Moni, die sichtlich Spaß an dieser Rolle hatte.
Ein Dank auch an Marlies, die unsere Prinzessin stylte.
Hier im Schatten der Bäume und am Ufer der Moraca konnte man es sicher noch länger aushalten, aber wir mussten weiter …
***
Unser nächstes Ziel war der 77m hohe markante Berg Burak.
Er liegt in der weiten großen Zeta-Ebene und ein Teil dieser Ebene ist das Ćemovsko polje.
Es erstreckt sich im Bereich zwischen dem Internationalen Flughafen, Tuzi und Podgorica.
Dort gibt es riesige Obstplantagen und bei meiner Geburtstagstour war die Ebene ein einziger rosafarbener Teppich.
Milliarden von Blüten erstrahlten gleichzeitig in der Wintersonne.
Wir sahen die Obstblüte der Mandel – und Kirschbäume in voller Pracht.
Durch seine Kegelform ist der freistehende Berg sehr auffallend und schon von weitem zu sehen.
Dieser Berg war die Filmlocation für die Azteken-Pyramide.
Heutzutage befindet sich am Fuß des Berges ein Feld mit Weinstöcken.
Für den Film war der kleine Berg mit der Pyramidentreppe dekoriert worden.
Das unterste Element war begehbar, die restlichen vier Elemente waren nur gemalt.
Vom heutigen Sportplatz hat man den Kamera-Blick auf die damalige Pyramidentreppe.
***
Für unsere Nachmittagspause hatte ich Niagara Falls eingeplant.
Es gab dort ein Restaurant direkt am Fluss Cijevna und es war auch gleichzeitig ein Drehort mit diversen Kameraeinstellungen.
Als wir in Richtung Tuzi fuhren sah man schon von weitem die weißen hohen schlanken Minarette der Moscheen.
Die Reise hatte ja den Untertitel:´ ´Mit Hadschi Halef Omar in den Schluchten des Balkan´´.
Ja, wir waren im Balkan und damit in einem anderen kulturellen Gebiet, was Werner und ich im Winter viel intensiver erlebt hatten.
Als wir an einem warmen Sonntagnachmittag in Niagara Falls erschienen,
fühlten wir die musternden Blicke der Einheimischen, die hier im Restaurant den Sonntag genossen.
Die Frauen waren sehr schön angezogen, hatten sich die Haare gemacht und viel goldenen Schmuck angelegt.
Teilweise waren sie auch verschleiert, so dass wir nur die dunklen Augen sahen.
Die Männer hatten sich auch herausgeputzt.
Die Haare waren gegelt und die Bärte waren in allen möglichen Formen akkurat getrimmt.
Sie saßen vor Ihren Wasserpfeifen (Shishas) und rauchten genüsslich.
Dann kamen wir beide, in unseren Scout-Klamotten, was nicht die besten Kleider sind, da man ja damit:
über Stock und Stein,
durch Büsche und Gestrüpp,
über staubige und matschige Wegen geht.
Wir wurden gemustert und wir musterten die Anwesenden.
Wir bestellten uns ein Bier und fielen allein schon dadurch auf, dass wir nicht rauchten.
Wir fühlten uns fast wie Karl May oder wie Sir David Lindsay sagen würde:
´´Das ist ja herrlich, ich beneide Sie umso fabelhafte Abenteuer, das ist gar nicht mit Geld zu bezahlen´´.
Das Restaurant Niagara befindet sich knapp 5km südlich von Podgorica.
In dieser flachen steinigen Gegend (Ćemovsko polje) hat in der Eiszeit ein Gletscher das Flussbett in den Felsen geschnitten.
Bevor man das Restaurant Niagara erreicht,
gibt es eine Stelle, wo eine kurze Reitsequenz vom Schut gedreht wurde und man im Hintergrund den markanten Berg Decic sieht.
Das Flussbett ist teilweise so schmal, dass man es leicht übersieht.
Es wird dann aber immer breiter und kurz bevor die Cijevna den künstlichen Wasserfall hinabstürzt,
befindet sich direkt am Ufer unter schattigen Bäumen das Restaurant Niagara.
Nach dem Wasserfall ist das Ufer von großen rauen schwarz-grauen Felsbrocken gesäumt, die wild verstreut dort liegen.
In diesem Bereich fanden die meisten Kampfszenen (Die Pyramide des Sonnengottes) statt.
Oberhalb des Wasserfalls ist der Fluss sehr tief und man sieht öfters Taucher mit Sauerstoffflaschen.
Unterhalb des Wasserfalls springen die Jugendlichen von diversen Klippen in den Fluss.
Wir hatten Glück und konnten den Wasserfall mit viel Wasser sehen, da er zur heißen Jahreszeit austrocknet.
Nach unserer Erfrischung im Lokal suchten wir nach den Kameraeinstellungen
und genossen die frische Luft, da der Wasserfall die Gischt in feinsten Molekülen in die Luft schleuderte.
Leider reichte die Zeit nicht mehr für einen Besuch des größten Weinbergs (Plantaže) Europas auf der anderen Uferseite.

Aber beim nächsten Mal …
***
Auf unserem Rückweg standen noch ein paar Reitszenen auf dem Programm, die in dieser großen Ebene beim Aerodrom Spiro Mugosa gedreht wurden.
Hier wird sehr viel gebaut, vor allem entstehen große Lagerhallen von Firmen und Speditionen.
Einen weiteren Teil nehmen die großen Plantagen ein.
So suchten und fanden wir eine Stelle, die noch unverbaut und natürlich war mit Blick auf den markanten Berg Decic.
Dieser ist bei allen Reitszenen (Der Schut, Der Schatz der Azteken und Die Pyramide des Sonnengottes) immer im Hintergrund zu sehen.
An diesem noch idyllischen Platz genoss ein Liebespärchen mit offenen Autotüren im hohen Gras sein Glück …
Dies nahm jedoch ein abruptes Ende als wir am wippenden Auto vorbeigingen …
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Als wir im Hotel ankamen, erfrischten wir uns nur kurz im Zimmer.
Nach diesem schönen Tag und den vielen Eindrücken hatten wir natürlich Hunger.
Gegen 20 Uhr waren wir unten in unserem Hafen in Petrovac.
Der größte Teil der Gäste ging in unser Stammlokal, wo Ljubica schon auf uns wartete.
Einige gingen nebenan in die Pizzeria oder fanden anderswo ihr kulinarisches Glück bei den vielen Möglichkeiten.
***
Die untergehende Sonne strahlte die Steilküste in warmen Pastelltönen an,
wodurch diese durch die verschiedenen Gelb -, Orange -, Beige – und Rottöne bis zum Horizont leuchtete.
Unser Tisch stand direkt am Meer …
Bis unser Essen kam, genossen wir erst ein kühles Bier oder ein Glas montenegrinischen Rotwein …
In diesem südlichen Ambiente gemeinsam mit Freunden essen und trinken …
Gemeinsam die laue Nacht am Meer genießen …
Der Mond und die Sterne begleiteten uns auf dem Weg zurück in unser Hotel …
Was will man mehr?
Mit Ullitours werden Träume wahr!
.

Heute war unser letzter Ausflugstag.
Wir ließen den Tag mit einem entspannten Frühstück beginnen.
Bis auf den Drehort Lindsay´s Yacht in unserem Hafen, standen keine Drehorte mehr auf dem Programm.
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Ich hatte das Kostüm von Sir David Lindsay mit.
Am Anfang der Woche hatte ich dies mal abends im Zimmer probiert.
Ich passte hinein, aber ich bekam die Knöpfe weder von der Hose, noch von der Weste und dem Mantel zu.
Wen von den Gästen könnte ich in das Kostüm stecken? Keiner hatte die passende Figur …
In dieser Nacht hatte ich das Kostüm nochmals probiert. Warum, weiß ich nicht, aber es passte mir. Alle Knöpfe gingen spielend zu!
Ich habe das Essen in dieser Woche genossen und trotzdem abgenommen …
Wir hatten uns nach dem Frühstück um 9:15 am Hafen verabredet.
Ich eilte auf mein Zimmer und schlüpfte in das Kostüm von Sir David Lindsay.
So ging ich durch das Hotel, an den Restaurants vorbei zum Hafen.
Keiner schaute mich merkwürdig an – ich war anscheinend ganz normal angezogen.
So besichtigten wir die Filmeinstellungen am Kai und machten (Gruppen)bilder mit Sir David Lindsay.
Wir hatten noch frühen Morgen und ich schwitzte sehr im Kostüm.
Wie muss dies damals bei den Aufnahmen zur Mittagszeit gewesen sein?
Danach gingen die Gäste zum Bus und ich machte noch schnell einen Umweg über mein Zimmer und zog mich um.
*************
Wir fuhren die Küstenstraße entlang, vorbei an Sveti Stefan und Budva.
Danach bogen wir ins Landesinnere ab und fuhren durch Prijevor, Trojica und Skaljari.
Auf dieser Strecke kommt man von oben aus den Bergen und hat wunderschöne Ausblicke auf die Bucht von Kotor mit der gleichnamigen Altstadt.
Es ging nur langsam voran, da der Verkehr sehr dicht ist. Schließlich erreichten wir den Busbahnhof.
Wir merkten sofort, dass wir in einer Touristenhochburg waren.
Es war ein Gewusel von Menschen, Mofas, Autos, Taxen, Bussen und Händlern …
Wir waren nicht als Gruppe unterwegs und jeder konnte individuell sein Programm gestalten.
Dies war eine gute Entscheidung.
Werner und ich wollten auf die Burg von Kotor. Es sah steil aus, aber wir waren optimistisch.
Wir gingen durch die Stadtmauer und folgten einem Schild.
Vor und hinter uns waren Touristen und so dachten wir, es wäre der richtige Weg …
Aber dieser Weg führte außerhalb der Burgmauer nach oben …
Es wurden immer weniger Touristen und schließlich waren wir allein.
Mit jedem Meter wurde die Aussicht spektakulärer.
Es war sehr heiß und schwül. Der Weg wurde immer schlechter und enger.
Dann war er weg und plötzlich wieder da.
Wir überlegten, wie wir hinter die Stadtmauer kommen könnten.
Jedes Mal wenn die Mauer beschädigt oder niedriger war, hofften wir, dann dort rüber zu klettern.
Uns war inzwischen klar, dass wir auf dem falschen Weg waren, falls es überhaupt ein offizieller Weg war.
Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Wir schwitzen und das Wasser lief uns aus allen Poren. So etwas hatten wir beide noch nicht erlebt.
Schließlich beschlossen wir abzubrechen.
Es hatte einfach keinen Sinn und außerdem hatten wir kein Ticket.
Auf dem Rückweg kamen uns weitere Touristen entgegen, denen wir allerdings abrieten weiterzugehen.
Als wir unten waren, sahen wir, dass wir trotz aller Schwierigkeiten mehr als ein Drittel des Berges geschafft hatten.
Wir hatten so viel geschwitzt, dass sogar die Träger meines Rucksacks sich verfärbt hatten und das T-Shirt, als es trocknete steif vom Körpersalz war.
Wir bummelten durch die engen Gassen der Altstadt, die angenehm kühl waren und genossen den Schatten.
Es war ein Mix aus Geschichte, Bars, Geschäften und Restaurants.
Wir sahen den Kampana Tower und gingen durch das Sea Gate, welches das Haupttor in die Altstadt ist. Es wurde 1555 errichtet.
Auf der Pjaza Sv. Tripuna vor der Kathedrale Sankt-Tryphon (der heilige Typhon ist der Schutzpatron der Stadt) trafen wir auf ein paar Leute von uns.
Ein paar Gassen weiter, sahen wir den Rest der Gruppe.
Sie saßen unter Sonnenschirmen und genossen Ihr Eis und diverse Getränke.
Hier gönnten sich dann Werner und ich uns ein ganz großes kühles Bier auf unsere ´´Burg-Tour´´.
Gemeinsam gingen wir zum Bus und fuhren weiter an der Küste entlang nach Perast.
***
Perast ist ebenfalls ein Touristenziel.
Hier gibt es das malerische Postkartenmotiv mit den beiden kleinen Inseln St. Georg und St. Marien.
St. Marien ist ein bekannter Wallfahrtsort. Auf der Insel steht die Kapelle mit der hellblauen Kuppel.
Wir schlenderten am Ufer entlang und genossen das südliche Flair.
Robert hatte hier viel zu tun und war mit seiner Screenshotmappe auf ´´Jagd´´ nach verschiedenen Filmmotiven aus anderen Filmen.
Wir sahen Ihn öfters und jedes Mal berichtete er uns voller Emotion, was er gefunden hatte.
Inzwischen hatten wir ein Restaurant gefunden – direkt über / auf dem Meer. Es war so eine Art Schwimmplattform.
Ein angenehmes laues Lüftchen wehte … es war herrlich und man wollte die Uhr anhalten.
***
Doch irgendwann machten wir uns auf den Rückweg und hielten für einen Foto-Stopp mit Blick auf die Privatinsel Sveti Stefan an.
Kurz danach waren wir dann wieder in Petrovac und verabredeten uns um 19 Uhr zum letzten gemeinsamen Abendessen.
*************
Ich ging eine Runde im herrlichen Meer schwimmen.
Als ich im Hotelzimmer war, erfuhr ich von Werner per WhatsApp,
das er mit Günter und Sandro spontan eine Bootstour zu den kleinen Inseln vor Petrovac gebucht hatte.
Blitzschnell hatte ich mich angezogen und rannte runter zum Strand, wo ich die drei beim Boot traf. Es war noch ein Platz frei.
Die Tour sollte eine Stunde dauern und wir wären um 19 Uhr zurück.
Ich musste mich sofort entscheiden, da dies für heute die letzte Tour war und der Skipper los wollte.
Das war eine ganz enge Sache und ich konnte ja die Gäste nicht mehr informieren, dass ich eventuell etwas später komme.
Die drei redeten mir zu und ich stieg ins Boot. Es war eigentlich kein Boot sondern ein kleines Bötchen.
Wir fuhren hinaus aufs Meer und genossen die Abendsonne, die alles in einem besonderen Licht anstrahlte.
Der Skipper steuerte die beiden Inselchen Katič und Sveta Neđelja an.
Die Wellen wurden immer höher und wir wurden schön durchgeschaukelt. Mir als Windsurfer gefiel das.
Wir schauten uns um und stellten fest, dass es keine Schwimmwesten gab. Wir waren halt im Süden …
Die Wellen kamen in einem ungünstigen Winkel auf das Boot und so bekamen wir manche Gischt ab.
Dann erreichten wir die Insel.
Wir mussten aus dem Boot springen, da das Boot wegen der Klippen nicht halten konnte.
15 Minuten Zeit blieben uns für die Insel und das Boot fuhr hinaus auf das Meer und wartete dort auf uns.
Wir gingen die steile Treppe hoch zu der Kapelle (St. Neđelja Church).
Das Geländer war von der salzigen Luft und dem Wasser total zerfressen und teilweise gar nicht mehr vorhanden.
Oben an der Kapelle hat man ringsum einen Traumblick.
Wir blickten auf unser Hotel und die kleine benachbarte Insel mit den vielen messerscharfen Klippen, die das Meer geformt hatte.
Danach gingen wir runter und unser Boot kam wieder.
Man kann nicht direkt zu der anderen Insel fahren, da überall aus dem Meer Felsspitzen und Felsplatten ragen.
So fuhren wir einen großen Bogen um die äußerste Uferseite.
Wenn man nicht aufpasst, dann droht einem das Schicksal der Titanic.
Unser Skipper war anderweitig beschäftigt – er blickte die ganze Zeit auf sein Handy und schrieb auf WhatsApp …
Danach steuerten wir die Bucht vom Lučica Beach an.
Neben diesem Strand befindet sich eine schroffe Felsküste und dort fuhren wir in eine Grotte.
Das Wasser leuchtete in den verschiedensten Blautönen …
Von dort ging es zurück zum Hafen.
Die Tour hatte 10€ gekostet und war ein wunderbarer Urlaubsabschluß.
*************
Ich rannte zum Hotel hoch und kam pünktlich in der Lobby an. Ich war erleichtert.
Es wäre mir sehr unangenehm gewesen, als Veranstalter nicht pünktlich zu sein.
In der Zwischenzeit waren Werner, Sandro und Günter zu unserem ´´Stammlokal´´ der Konoba Orada gegangen.
Da wir heute unseren letzten Abend hatten, wollte man für uns eine lange Essenstafel zusammenstellen.
Als wir aus dem Hotel gingen, liefen wir nicht wie sonst nach rechts, sondern nach links.
Ich fragte, was dies sollte und erfuhr, dass es dort angeblich eine gute Spaghetteria gäbe.
Wer dies beschlossen hatte, weiß ich nicht.
Also lief ich zu den anderen 3 und erzählte Ihnen davon.
Sie hatten schon die Getränke auf dem Tisch …
Die Wirtin Ljubica sah mich mit großen traurigen enttäuschten Augen an.
Was sollte ich noch sagen, die Mehrheit hatte sich so entschieden.
Man muss wissen,
an diesem Tag hatte der Wirt einen Schwertfisch gefangen und Günter hatte uns davon Fotos geschickt, da er in Petrovac geblieben war.
Diesen wollten wir probieren …
Ich ließ die 3 zurück und ging den anderen Gästen hinterher zur Spaghetteria Riva.
Wir bekamen keine gemeinsame Tafel und waren auf zwei Gruppen aufgeteilt – getrennt durch große Pflanzkübel.
Die Qualität des Essens war für mich normal und nichts Besonderes.
In Gedanken sah ich die Anderen den Schwertfisch essen …
Als die Rechnung kam, erlebten wir eine Überraschung.
Es gab einen Aufschlag für die Tischdeko, für die Vorspeise (die keiner bestellt hatte) und es gab ein ´´Wegegeld´´.
Für jede Nachbestellung, für jedes Getränk, das bestellt wurde, gab es diesen Aufschlag, da der Kellner von der Küche über die Straße zu uns gehen musste.
Es gab so manche Nachbestellung an Getränken.
Allein Norbert hatte uns eine Runde Zlivo spendiert, da er Namenstag hatte.
Die Empörung war groß aber es half nichts.
Was lernt man daraus: Never change a very good restaurant am letzten Abend!
Wir gingen in Richtung Hotel zurück.
Ich schaute was meine 3 Bootsfahrer machten. Dort erfuhr ich, dass sie den Fisch nicht gegessen hatten.
Ich war in Gedanken bei Ihnen und sie waren in Gedanken bei mir gewesen.
Ich suchte nochmals Ljubica auf und erklärte Ihr die Situation.
Wir gaben uns die Hand, schauten uns tief in die Augen, verstanden uns und sie lächelte wieder.
Nach und nach kamen noch weitere Gäste dazu.
Ich schaute Günter an und sagte zu Ihm:
´´ Halte mich nicht für pervers.
Wir haben schon gegessen, aber wir haben uns den ganzen Tag auf den Schwertfisch gefreut.
Wir haben noch nie Schwertfisch gegessen und so frisch werden wir Ihn vielleicht nie wieder bekommen.
Lass uns gemeinsam eine Portion bestellen´´.
Er stimmte sofort zu.
Wir wollten den Fisch bestellen, aber es war schon zu spät.
Die Küche war zu und der Koch schon weg.
Aber jetzt zeigte es sich, was ein gutes Verhältnis wert ist. Ljubica rief den Koch an und er kam.
Er grillte für uns extra den Schwertfisch und wir konnten in der Küche zusehen.
Plötzlich wollten mehrere Gäste von unserem Teller probieren. Der Fisch schmeckte phantastisch.

Wir tranken noch ein Nikšić (Bier), das hier am besten schmeckte.
Es gab dann auch noch eine Runde Schnaps vom Wirt.
Beim Gehen fragte ich Ljubica, ob wir ´´Fischesser´´ als Erinnerung den Bierkrug mitnehmen dürfen. Sie stimmte zu.

Wir verabschiedeten uns spät in der Nacht – sie lächelte, ich lächelte und wir gaben uns die Hand.
Mit einem guten Gefühl ging ich ins Bett.
So war es doch noch ein wunderbarer Abend bzw. Nacht geworden.
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Ich hatte mit allen Leuten in Montenegro ein sehr gutes freundschaftliches nettes Verhältnis:
Zu unserer Rezeptionschefin Sonja Drašković, die immer hilfsbereit für mich da war …
Zu unserem Busfahrer Dado, der mir jeden Wunsch erfüllte …
Zu unserem Bootsfahrer Luka vom Skutarisee – meinem WhatsApp-Freund …
Zu unserem Alexander den Großen (Mübarek), der mich beim Abschied feste knuddelte …
Zu unserer Wirtin Ljubica, die uns immer herzlichst empfing ….
Ich werde diese Menschen in guter Erinnerung behalten, die uns so freundlich und nett aufgenommen haben.
Sicher wollen / müssen sie Geld verdienen, aber die Gefühle und Sympathie, die sie mir entgegen gebracht haben gingen über das Geschäftliche hinaus …
.

Heute war unser Abreisetag und wir genossen nochmals das Frühstücksbuffet.
Es war jeden Tag vielfältig gewesen und gab einen schönen Eindruck in die montenegrinische Küche.
Allein die große Anzahl an verschiedenen Käsesorten, aber auch das schön präsentierte Obst und Gemüse war eine Augenweide.
Es war teilweise eingeschnitten und es dekorierte z.B: als Blüte auf der Platte das Essen.
Diese Technik (Food-Carving) ist in Asien schon lange ein Trend und auch bei uns immer öfters zu sehen.
Meiner Meinung nach, war dies das beste Essen, das wir in all den Jahren präsentiert bekommen haben.
***
Nach dem Frühstück checkten wir aus und übergaben unser Gepäck dem Transferfahrer.
Wir gingen ein letztes Mal durch den Ort zum Busparkplatz. Unser Gepäck war schon da und wir verstauten alles im Bus.
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Es ging von Petrovac an der Küste entlang.
Wir kamen nochmals an Sveti Stefan, Budva und Tivat vorbei.
Die Sonne schien und das Meer strahlte in verschiedenen Blautönen … da fällt der Abschied schwer.
In Lepetane fuhren wir auf die Fähre und setzen nach Kamenari über.
So hatten wir uns die weitläufige Bucht von Kotor erspart und waren in knapp 10 Minuten am anderen Ufer.
Von dort ging es über Herceg Novi zum Grenzübergang Debeli Brijeg – Karasovici.
Eigentlich war am Grenzübergang nicht viel los.
Da dies aber die Außengrenze der EU ist, mussten wir uns zwei Stunden gedulden, bis wir wieder ´´drin´´ waren.
Von der Grenze ist Dubrovnik nur 35km entfernt.
Wir hatten Glück mit dem Verkehr und kamen gut durch Dubrovnik.
Auch auf der restlichen Küstenstraße kamen wir zügig voran.
In der großen fruchtbaren Ebene machten wir in einem Lokal an der Neretva unsere Mittagspause.
Von dort hatten wir noch knappe 20km bis zur Autobahn.
Die restlichen 230km auf der Autobahn bis Biograd vergingen wie im Flug.
Man ließ die Tage Revue passieren.
Als wir in Biograd vor dem Hotel Ilirija vorfuhren, winkten uns schon einige Teilnehmer der nächsten Tour.
Es gab eine stürmische Begrüßung und man freute sich weitere Gleichgesinnte zu treffen.
***
Wir checkten ein und gingen dann zum Abendessen.
*************
Um 20 Uhr hatten wir uns im Hotel Ilirija an der Terrasse verabredet.
Es war unser letzter bzw. unser erster gemeinsamer Abend …
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Wenn Du wissen willst, wie der Abend verlief, dann klicke bitte in das Tagebuch der Kroatiengruppe.
Fortsetzung vom Montenegro-Tagebuch
(das Fazit von beiden Festen steht beim Mittwoch den 12.06.2024)
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und
08.06. – 12.06.2024 in Kroatien / Biograd
´´Vom grünen Paradies in die weiße Steinwüste´´

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Vielen herzlichen Dank an Herrn Bernhard Schmid (Karl-May-Verlag), der mir sein Plakat zur Verfügung stellte!
Mein Fest – Tagebuch:

Fortsetzung vom Montenegro-Tagebuch
(das Fazit von beiden Festen steht beim Mittwoch den 12.06.2024)
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Um 20 Uhr hatten wir uns im Hotel Ilirija an der Terrasse verabredet.
Es war unser letzter bzw. unser erster gemeinsamer Abend.
Die Gäste von der Montenegro-Gruppe nahmen Abschied, während die Kroatien-Gruppe den ersten Abend im Süden genoss.
Außerdem hatten sich noch die Freunde aus der ´´Berliner-Gruppe´´ (KMMF) angemeldet.
So waren wir eine große Gruppe, wie in alten Zeiten!!!
Wir brauchten alle Tische und Stühle von der Terrasse und bildeten eine lange Tafel.
Es war ein stürmisches ´´HALLO´´ und die Wiedersehens Freude war groß.
Man tauschte sich im Allgemeinen aus, aber wir mussten auch von Montenegro berichten.
Ich bedankte mich Recht herzlich bei Stefan und seinen Freunden,
dass sie uns Ihre Original Filmkostüme zur Verfügung gestellt haben und gab diese wieder zurück.
Stefan war begeistert, wie gut mir das Kostüm von Sir David Lindsay gepasst hatte.
Ich hatte mich darin sehr wohl gefühlt …
Die ´´Berliner´´ erzählten uns Ihre Neuigkeiten und so verging die Zeit wie im Flug.
Gegen 23 Uhr verabschiedeten sich die ´´Berliner´´, die noch zu Ihrem Hotel nach Starigrad fahren mussten.
Auch unsere Heimfahrer gingen langsam ins Bett.
Die neuen Gäste und die Gäste, die beide Touren machten, blieben noch einige Zeit … aber gegen Mitternacht gingen wir dann schlafen.
*************
So hatte ich mir diesen ´´gemeinsamen´´ Abend vorgestellt.
Müde und zufrieden nach der Montenegro-Tour und dem Übergangsabend fiel ich ins Bett.
Morgen ging das Abenteuer weiter …

Nach dem Frühstück fuhren wir um 9:30 nach Omis.
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Ich hatte eine Bootsfahrt auf der Cetina von Omis nach Radmanove Mlinice gebucht.
Bei einem früheren Aufenthalt sind mir ein paar Boote mit einem Indianerkopf und dem Wort Winnetou aufgefallen.
Ich kontaktierte den Bootsbesitzer Milan. Es stellte sich heraus, dass er ein Fan der Filme war.
Seine Boote liegen direkt an der Brücke von Omis. Er erwartete uns schon.
Leider konnte er uns selber nicht fahren, aber zu einigen gemeinsamen Bildern hat die Zeit gereicht. So übernahm sein Angestellter das Steuer.
Er hatte einen Piratenhut auf, den er mir auf den Kopf setzte.
Mit den offenen Haaren sah ich ein wenig wie Captain Jack Sparrow aus.
In Gedanken machte ich die Meere schon unsicher …
***
Für mich war dies auch die erste Bootsfahrt auf der Cetina. Diese dauerte 40 Minuten.
Das Wasser war total klar und auch nicht besonders tief.
Man konnte den Boden immer gut erkennen.
Wir sahen Fischschwärme, große Fische, Frösche, Schildkröten, Libellen und verschiedene Vogelarten.
Im Schilf brüteten die Vögel und die Frösche quakten um die Wette.
Am Anfang gibt es nur die eine Fahrrinne, aber dann sind im Fluss mehrere Inseln und man kann sich den Weg aussuchen.
Die Felswände werden immer höher
und dann kommt man an der Stelle vorbei, wo Surehand und Wabble die an Marterpfählen gefesselten Judith und Toby beobachten.
An einer Stelle ist das Wasser extrem niedrig und wir fuhren g a n z langsam über die Untiefe.
Dann erscheint nach einiger Zeit auf der rechten Seite die Anlegestelle vom Lokal Radmanove Mlinice.
Hier ist Endstation und weiter können die Boote nicht fahren.
Bei meiner Geburtstagstour im Februar war das Lokal noch eine riesige Baustelle. Die Gebäude waren entkernt und alles wurde erneuert.
Man sitzt dort unter sehr alten Platanen, die schön Schatten spenden.
Unter diesen Platanen saßen ganz sicher auch schon unsere Filmhelden.
Aus dem Backofen roch es nach frischem Brot. Im Regal kühlten die großen runden Brote ab.
Wir waren noch fast allein und bestellten unser Essen.
Es schmeckte ausgezeichnet und das Personal war sehr freundlich. Beides hatte ich schon anders erlebt.
Vielleicht gab es einen neuen Besitzer oder es lag noch an der frühen Saison.
Gut gesättigt und zufrieden stiegen wir in unser Boot und genossen die Stille der schönen Natur.
Es ging wieder zurück nach Omis.
*************
Unser Bus holte uns an der Brücke ab und wir fuhren jetzt parallel auf der Straße in Richtung Radmanove mlinice.
Wenn man jetzt den direkten Vergleich hat, stellt man fest, dass man auf dem Boot viel mehr von der Landschaft und Umgebung gesehen hat.
Wir fuhren an unserem Restaurant vorbei.
Kurz darauf quert man eine kleine Brücke und direkt dahinter parkten wir auf der rechten Seite.
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Wir stiegen in das trockene, aber doch feuchte Flussbett und kraxelten über die glatten Felsen.
Auch nach über 60 Jahren findet man noch die markanten Steine aus den Filmen Ölprinz und Apanatschi.
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Zu unserer Überraschung stand an dem Felsen, wo Wabble Wache hält und sich rassiert ein Zelt.
Dort hatte es sich ein Aussteiger gemütlich gemacht.
Er hatte einen großen grünen Lieferwagen ohne Nummernschilder im Gebüsch versteckt.
Die Ladetüren waren offen und es lagen alle seine Sachen herum.
Aber der Besitzer war nicht da und so gingen wir quer durch ´´sein Grundstück´´ zum falschen Höhleneingang.
Dort erwartete uns eine weitere Überraschung. Das Unterholz war weggeräumt und die dünnen Bäume gefällt.
Man konnte wie im Film vom Höhleneingang bis zu dem Felsen schauen, wo Old Shatterhand stand und mit den Banditen verhandelte.
Durch die Film-Location führt jetzt ein Wanderweg am Ufer des Baches entlang. Deshalb war jetzt alles frei.
Anhand der Streifen an der Felswand kann man vieles erkennen, wo z.B: Kinski auf dem Pferd saß oder wo der künstliche Höhleneingang war.
Die Felsbrocken wo Ribanna und Winnetou Händchen hielten sind auch noch da.
Auch ein weiterer Drehort ist jetzt richtig schön frei.
Es ist die Stelle wo Winnetou und Surehand mit Nitsas-ini und Mokaschi im Lager der Utahs verhandeln.
Zum Schluß gingen wir noch zum Old Shatterhand-Felsen
und sahen, dass jemand die Felsspitze, auf der die Hand von Lex Barker lag, abgeschlagen hatte!
Auf dem Rückweg sahen wir den Aussteiger. Er hatte noch ein zweites Auto mit Nummernschildern.
Mit einer Papierschere schnitt er einzeln die Grashalme am Wegrand ab …
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Direkt am Parkplatz ist ein sehr hoher Felsen.
Dort oben versteckte sich Knife, als er das Seil durchschnitt und eine Geröll-Lawine den Bankier Duncan in der angeblichen Öl-Höhle verschüttete.
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Von der Brücke gingen wir am Ufer entlang in Richtung der Mühle und suchten die Drehorte auf.
Manchmal kann man auch nicht mehr viel erkennen, da die Vegetation nach 60 Jahren stark zugenommen hat.
Es ist wie im Gewächshaus. Es ist warm plus das Wasser dazu – welche Pflanze will da nicht wachsen?
Zuerst kam die Stelle, wo Winnetou die Banditen beobachtet. Durch dieses Niedrigwasser versuchten auch Judith und Toby zu fliehen.
Danach kamen wir zu Happy´s Angelstelle.
Nicht weit davon ist das Lager der Kiowas,
das aber auch gleichzeitig die Stelle ist, wo die Banditen die Pferde tränken und Kinski vom gegenüberliegenden Ufer durch den Fluss reitet.
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Bevor wir nach Hause fuhren, gönnten wir uns in der Mühle noch eine Erfrischung.
Jetzt war es wirklich voll und wir bekamen gerade noch einen Platz.
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Danach fuhren wir wieder zurück nach Biograd.
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Nach dem Abendessen bummelten wir am Hafen entlang und zeigten den neuen Gästen Biograd.
Uns hatte der abwechslungsreiche Tag sehr gut gefallen.
Ich träumte nachts davon, wie ich als Captain Jack Sparrow eine schöne Frau befreite …
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Wir frühstückten ein wenig früher, da unser Tagesziel heute Vrilika war und man knappe 1,5 Stunden fahren muss.
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Kurz vor Vrilika war die Straße über mehrere Kilometer komplett aufgerissen.
Unser Busfahrer fuhr einfach über die Schotterstraße bis zum Restaurant Ivan und ersparte sich die Umleitung.
Dort sagte uns der Wirt, dass wir Glück gehabt haben, da normalerweise die Polizei einen zur Kasse bittet.
Werner und ich sahen dort ein für uns neues Bier. Es hieß Zlatni Medvjed (Goldener Bär).
So genossen wir den Goldenen Bären schon am Vormittag, bevor wir unser Programm starteten.
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Zuerst fuhren wir zur Steinbrücke (Balečki most) am Forellenfluss, wo wir parkten.
Ein paar Minuten gingen wir zum ersten Drehort.
Auf diesem Weg fährt im ´´Ölprinz´´ der Wagentreck am Fluss Cetina entlang und auf der rechten Seite liegen zwei markante Felsbrocken.
Ungefähr 100m weiter ist am rechten Wegrand ein großer einzelner Felsen,
hinter dem Old Surehand lauert und dann in den Planwagen von Bergmann, Lizzy und Richard springt.
Oberhalb von diesem Felsen befindet sich eine Wiese. Dort hat Old Surehand sein Pferd alleine losgeschickt.
Auf dem Rückweg haben wir noch die verfallene Cetina-Mühle am Fluss besichtigt.
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Der nächste Drehort war die große Prärie, wo Winnetou, Old Surehand, Wabble und Bill Forner reiten.
Schräg auf der anderen Straßenseite befindet sich eine Felswand mit einer großen schwarzen Verfärbung.
Gleich daneben lag der ermordete Scout Bill Forner.
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Fährt man noch ein Stück weiter, dann steht am höchsten Punkt eine Bauruine.
Dort war die Wagenburg, wo Winnetou sich von den Siedlern und Old Surehand verabschiedet.
Auf der anderen Straßenseite bellten einige große Hirtenhunde wie verrückt.
Dadurch wurde ich erst auf eine Gedenkstätte aufmerksam, die schon sehr verwachsen ist.
Neugierig ging ich hin, obwohl die Hunde total ausflippten.
Dort sah ich ein großes Kriegerdenkmal für die Gefallenen des 2. Weltkrieges,
welches aus hunderten von kleinen Mosaiksteinen eine Lazarett-Szene über mehrere Meter darstellte.
Das Denkmal gab es zu den Dreharbeiten noch nicht, da es 1980 errichtet wurde.
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Nach 500m hielten wir erneut und spazierten auf einem Schotterweg (500m) abwärts in Richtung Seeufer durch blühende Blumenwiesen.
Unser nächster Drehort war der Bohrturm vom Ölprinzen.
Das markante Felsenband sieht man immer noch gut, obwohl die wilden Brombeeren immer mehr werden.
Einige Meter neben uns stand eine Kuhherde am / im Wasser und trank. Es bimmelte wie auf der Alm.
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Unser letzter Stopp liegt in einer Art Fjord bei Dabar, der größtenteils von hohen Felsen umgeben ist.
In der scharfen Kurve trifft in Old Firehand der Planwagentreck der Mexikaner auf Siler´s Bande und der alte Mexikaner wird erstochen.
Deshalb hat die Kurve auch den Namen Mexikaner-Kurve.
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Hier in diesem Fjord des Perućko jezero entstanden auch die Presseaufnahmen mit Marie Versini im blauen Bikini
während der Dreharbeiten zu Old Firehand.
Bei uns war der See voll und das Wasser ging fast bis zur Straße.
Seit Jahren suchen wir eine neue Marie – aber vergeblich.
Umso erstaunter waren wir, als Conny hinter einem Busch im blauen Badeanzug hervorkam und ins Wasser ging!
Im Herbst war ich nochmals da und der See hatte Marie´s Stelle frei gegeben. Jahrelang hatte ich darauf gewartet.
Vom Ufer sind es 128 Schritte bis zur exakten Position.
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Dann machten wir uns auf den Heimweg nach Biograd.
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Nach dem Abendessen bummelten wir an der Hafenpromenade entlang und schlenderten durch die engen Gassen der Altstadt von Biograd.
Zum Schluss blieben wir noch in einer schönen Bar hängen …
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Heute war unser letzter Ausflugstag und wir ließen es locker angehen.
Nach dem entspannten Frühstück fuhren wir um 9 Uhr in Richtung Obrovac los.
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Unser erster Tagespunkt war der Bärenplatz im Pinienwäldchen,
wo ich ja im Jahr 2018 ein kleines Schauspiel mit Gästen, Pferden und einem Braunbären aufgeführt hatte.
Dieser Platz zieht mich immer an.
Unter der alten Pinie hat man einen phantastischen Blick auf das Velebit-Gebirge.
Die neuen Gäste waren begeistert und wir, die den Platz schon kannten schwelgten in Erinnerungen.
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Von dort ging es durch Obrovac weiter zur ´´Schwarzwaldkurve´´ der Zrmanja.
Ich nenne diese Stelle immer so, weil am rechten Uferhang viele alte dunkle Bäume stehen.
Da wurden auch Reitpassagen in SiS, Apa, TdT gedreht und in OSu trifft Old Surehand auf den Goldgräber Ben.
Hier hat man einen wunderschönen Blick auf die Zrmanjaschleife.
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Als nächstes steuerten wir mit das bekannteste Fotomotiv an – das Pueblo-Plateau.
Hier wurde W1, W3, OSu und TDT gedreht.
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Wir haben hier aber auch einmalige Traum-Stunden erlebt:
2012: Treffen mit Hella und Pierre Brice
2013: W1 auf Großleinwand mit Pueblo, Kakteen und den Stargästen Marie Versini, Demeter Bitenc
2016: Martin Böttcher ist zum ersten Mal hier
2018: dritte Gedenkfeier für Pierre Brice mit Orchester und beleuchtetem Canyon
2018: Winnetou beschützt Miss Mabel als sie den Brief zeigt
2019: Blutsbrüderschaft zwischen Winnetou und Old Shatterhand
2019: die Friedenspfeife wird geraucht – große Friedensrunde mit 8 Kostümen
2022: Gedenkstunde für Marie Versini
2022: Winnetou und Old Surehand auf Pferden
2023: Nachstellung der Marterpfahl-Szenen aus W1
2023: feierliche Essenstafel
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Den neuen Gästen erzählten wir von unseren Erlebnissen und zeigten Ihnen die Drehorte.
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Danach fuhren wir einen Drehort an, wo wir noch nie waren.
Es geht um die Szene, als Winnetou in einer Steinwüste den Hang hinauf reitet, um die Häuptlinge in Empfang (W3) zu nehmen.
Dieser Drehort befindet sich kurz vor der Insel Pag.
Wenn die Bora (ablandiger Fallwind) tobt, fliegen in der Luft feine Salzmoleküle, die gegen die Küste geschleudert werden.
Das Salz verhindert jeglichen Pflanzenwuchs.
So ist diese Film-Location eine einmalige trostlose Karstwüste.
Aber bei Sonnenschein und blauem Himmel leuchten diese Steine, dass man eine Sonnenbrille braucht.
Wir hatten so einen Traumtag erwischt. Die Sonne brannte bei strahlend blauem wolkenlosen Himmel herunter.
Direkt an der Brücke zur Insel Pag gibt es einen windigen hölzernen Erfrischungsstand,
wo wir Pause machten und den Schatten unter den Schirmen genossen.
Danach suchten wir die Stelle auf, wo Winnetou den Hang heraufreitet. Das markante Felsenband hinter Iltschi gibt es nicht mehr.
Wie viele Fans haben dies schon gesucht und dennoch nicht gefunden.
Es gibt noch 2-3 ähnliche Felsenbänder dort, aber dann stimmt nicht mehr die Position.
´´Unser´´ Felsenband fiel wahrscheinlich dem Straßenbau zum Opfer und lieferte dafür das Material.
Wenn man dann oben am Hang ist und eine klare Sicht auf die Berge des Velebit-Gebirges hat,
dann kann man genau die Position bestimmen, wo Winnetou wartete um die Häuptlinge zu begrüßen.
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So hatten die Gäste einen Eindruck von der Vielfalt der kroatischen Landschaft gewonnen.
Das Thema der Reise hieß ja: Vom grünen Paradies in die weiße Steinwüste
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Unterwegs machten wir noch eine größere Pause und die Gäste stärkten sich.
Das Ausflugsprogramm war beendet und die Gäste waren begeistert.
Ich unterhielt mich mit dem Busfahrer. Wir kennen uns jetzt seit 2017.
Er erzählte mir, dass er damals mit seinem Chef zuvor unsere Route abgefahren ist.
Es waren für sie so viele unbekannte Orte, wo zuvor noch nie ein Veranstalter hinwollte.
Wir lachten und stießen mit einem ´´Živjeli´´ an.
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Dann ging es zurück zum Hotel.
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Den letzten Abend verbrachten wir im Hafen von Biograd und auf dem Rückweg zum Hotel kehrten wir noch 2-3 Mal ein …
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Am Abend zuvor hatte ich schon alles verpackt und im Auto verstaut, da es laut Wetterbericht am nächsten Morgen regnen sollte.
Von den Gästen hatte ich mich auch schon verabschiedet, da ich früh los wollte. Denn ich hatte am nächsten Tag bereits wieder Frühdienst.
Ich war der Erste im Speisesaal. Nach dem Frühstück verabschiedete ich mich vom Personal.
Der Himmel ´´weinte´´ bei meiner Abfahrt und es regnete bis zur österreichischen Grenze.
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Während der Autofahrt ließ ich die 2 Reisen Revue passieren …
Ich war glücklich und zufrieden.
Wir hatten schönes Wetter, sahen viele neue Drehorte,
erlebten eine einmalige Zugfahrt, hatten schöne Bootausflüge, lernten neue Gerichte kennen, sahen Traumlandschaften
und lernten nette sympathische Menschen kennen.
Wir hatten ein neues Land kennen – und lieben gelernt. Montenegro war wirklich eine Reise wert!
Kroatien lieben wir ja sowieso, auch hier hatten wir neue Orte besucht und konnten sehr schöne Stunden gemeinsam genießen.
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Ich hatte mein Versprechen gehalten.
Einerseits hatte ich den Gästen ein neues Land gezeigt, anderseits den Kroatienfans eine eigene Reise ermöglicht.
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Fazit:
Viele Gäste sprachen vom schönsten Fest.
Dies freut mich natürlich, aber ich war doch sehr erstaunt, da es ja in Montenegro nicht viele Winnetou-Drehorte gibt.
Aber dies spricht auch für die Schönheit Montenegros.
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Vielen herzlichen Dank an alle treuen Gäste, die mir erneut das Vertrauen geschenkt haben!
DANKE für die schönen gemeinsamen Augenblicke!!!
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Zum Abschluss möchte ich mich noch bei meinem treuen Freund Werner (Sam / Hadschi Halef Omar) ausdrücklich bedanken,
für die vielen schönen gemeinsamen Stunden und für unsere Erkundigungsfahrt im Februar nach Montenegro!!!
Ohne unsere gemeinsame Februartour
hätte diese Veranstaltung niemals stattfinden können, da ich einige Punkte (Bahnfahrt, Bootsfahrt, Hotel usw.) nur vor Ort regeln konnte.
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Über ein Wiedersehen im Jahr 2025 würde ich mich sehr freuen!!!
Ideen und Pläne habe ich schon …
Eure Wünsche habe ich vernommen …
Es soll in ein neues Winnetou-Land gehen …
Herzlichst Ulrich
***ULLITOURS***










