* * * ´´Winnetou´s großer Freiheitskampf´´ * * *
und
* * * ´´Dr. Sternau´s Kampf in Mexiko´´ * * *


vom
31.05. – 07.06.2025
in
Bosnien / Montenegro / Kroatien
´´Gemeinsam durchstreifen wir die Jagdgründe der Apachen und erkunden Mexiko´´

.
Mein Fest-Tagebuch:

Am Abend zuvor hatte ich das Auto schon gepackt, da der Wetterbericht Regen angekündigt hatte.
Nach einem kleinen Frühstück ging es dann um 06:20 los.

Das Auto war mal wieder – wie immer – vollgepackt.
***
Die Autobahn war erstaunlich leer, obwohl heute Christi Himmelfahrt war und morgen die Pfingstferien beginnen.
An der österreichischen Grenze gab es eine Überraschung. Ich musste zum 1. Mal seit Jahren wieder den Ausweis zeigen.
Warum auf der ganzen Autobahn nur 80km/h angezeigt wurden, obwohl die Autobahn richtig frei war, wird mir ein Rätsel bleiben.
Es ging dann zügig durch Slowenien und Kroatien. Das Wetter wurde richtig schön und ich war in Urlaubslaune.
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In der weiten Ebene von Lika sieht man schon von weitem einen einzelnen große Felsen, der ein wenig wie der Zuckerhut in Rio aussieht.
Es ist der 850m hohe Berg Zir.

Schon seit Jahren wollte ich immer mal dort hin und im Internet hatte ich gelesen, dass es sogar einen Wanderweg auf den Gipfel gibt.
Ich hatte Zeit und so wollte ich zumindest mal den Parkplatz suchen.
Also verließ ich die Autobahn und fuhr eine sehr große Schleife unter der Autobahn zurück in Richtung des Berges.
Der Asphalt hörte auf und es ging nur über eine Schotterstraße in die gewünschte Richtung.
Es gab keine Schilder und nach einigen Abzweigungen war ich mir nicht sicher, ob ich richtig war.
Überall blühten unzählige Blumen und auch die rosafarbenen wilden Rosen blühten in voller Pracht.
Schließlich sah ich den Parkplatz auf dem ein Auto stand.
Es war in der Zwischenzeit 16:30 und das Licht leuchtete schon weich. Spontan beschloss ich den Wanderweg etwas zu gehen.
Ganz wohl war mir nicht, dass Auto mit all den Festsachen dort stehen zu lassen.
Zuerst ging es durch einen angenehmen kühlen Laubwald, vorbei an einer Höhle.
Die Wiesen waren bunt voller blühender Wildblumen und violetten Lilien.

Schließlich kann mir eine Familie entgegen, der das Auto auf dem Parkplatz gehörte.
Ich hatte 2/3 der Strecke zurückgelegt und pumpte wie ein Maikäfer.

Nach einer 10 stündigen Autofahrt war mein Körper nicht auf so eine spontane Bergtour eingestellt.
Zu trinken hatte ich auch nichts mit, da ich ja nur einige Meter gehen wollte.
So ging ich von Schattenplatz zu Schattenplatz und wollte jetzt auf den Gipfel.
Ich musste noch an einer Stelle mit einem Stahlseil entlang. Dies war allerdings schon teilweise aus dem Felsen gerissen und wackelte wie ein Kuhschwanz.
Nachdem ich diese Stelle geschafft hatte, waren es nur noch einige Meter zum Gipfel.
Was soll ich sagen …

Es war der Wahnsinn und ein herrliches Gefühl dort oben zu sein.
An drei Seiten des Gipfels ging es senkrecht runter und man hatte einen Traumblick über die ganze Ebene soweit das Auge reichte.

Die Sonne schien und im Abendlicht sah man schön schattiert die verschiedenen Gebirgsketten.

Dort oben fühlte man sich wie ein Adler in seinem Horst. Man war dem Himmel nah.
Das einzige was störte war die Autobahn. Es war erstaunlich wie laut der Lärm durch das Tal hallte.
In der Zwischenzeit war es schon 17:40. Durch die vielen Fotostopps war doch einige Zeit vergangen.
So schön es auch war, ich musste zurück …
Das erste Drittel des Weges gab es keine Probleme und ich war zügig unterwegs.
Hie und da war ein kaum erkennbares Wandersymbol. Aber dann sah ich keines mehr.
Ich war in der richtigen Richtung und dachte auch auf dem richtigen Weg. Die Richtung stimmte, aber nicht der Weg.
Unten in der Ebene sah ich das kleine vom Krieg zerstörte Haus. Dort musste ich hin.
Also ging ich in die Richtung weiter, bis der Weg zu Ende war.
Was sollte ich machen? Umkehren und versuchen einen anderen Weg zu finden? Oder Kampflinie?
Mir lief die Zeit davon und so entschied ich mich für die Kampflinie nach unten.
Ach Ulrich …!!!
Ich kämpfte mich durch den Wald, durch dichtes Unterholz, durch Farne, durch Brombeeren über Felsplatten, über Schotterflächen …
Ich hatte nur eines im Sinn: runter
Hinzu kam, dass Lika ja auch Kriegsgebiet war und die zerstörten Häuser waren nicht weit weg.
Es könnte ja überall noch Kriegsmaterial im Boden schlummern …
Über meine Leichtsinnigkeit ärgerte ich mich selbst.
Ich hatte nichts zu trinken mit. Kein Mensch wusste, dass ich hier war.
Ein falscher Tritt und ich könnte abstürzen oder mir den Fuß verknacksen.
Wie konnte ich so etwas als Reiseleiter machen, denn in zwei Tagen ging unsere Reise los.
Auf dem langen trockenen Gras rutschte ich aus, fiel hin und rutschte einige Meter den Hang hinunter.
Vorsichtig kletterte ich eine Felswand herunter und kam zu einem trockenen Bachbett, wo es von Wildschweinspuren nur so wimmelte.
Die Erde war frisch aufgewühlt. Das fehlte mir noch …
Vor lauter Wald sah ich nichts mehr und folgte dem Bachbett mit den Schweinespuren.
Schließlich kam ich aus dem Wald und sah die blühende Wiese.
Jetzt musste ich nur noch über die Wiese und dachte, dort wäre das Auto.
Die Gräser und Blumen waren teilweise brusthoch und piksten mich in die Beine. Meine Socken waren voller Gräser.

Schließlich sah ich das alte Haus und war erleichtert.
Aber ich musste weiter um den Berg gehen. Eine lange wilde Rosenhecke versperrte mir den Weg. Es blieb mir nichts anderes übrig, ich musste durch.
Ich sah den Boden nicht mehr und tastete mich langsam vorwärts.
Ich hatte die Hecke geschafft und freute mich, aber im selben Augenblick stolperte ich in einen Graben, den ich im hohen Gras nicht sah.
Dass mir auf dem ganzen Weg keine Schlange begegnete ist ein Wunder.
Ich ging immer weiter über die Wiese und rechter Hand war der Berg.
Vorne sah ich die Autobahn, aber wo war mein Auto?
Ich fand es nicht und auch nicht den Parkplatz.
War das vollbepackte Auto gestohlen worden? Da schossen mir wilde Gedanken durch den Kopf.
Schließlich traf ich auf einen Feldweg, dem ich folgte.
Dann kam der Augenblick der Erleichterung.
Der Weg führte unterhalb vom Parkplatz vorbei und das Auto war durch Sträucher verdeckt und nur das Dach spitzte etwas hervor.

Ich war so erleichtert, dass ich das Auto freundschaftlich tätschelte und streichelnd den Kotflügel berührte.
Ich gönnte mir einen großen Schluck aus der Flasche und schaute hoch zum Gipfel.
Was war das für ein Abenteuer!
Es war ein wunderschöner Trip mit den vielen Blumen und dem einzigartigen Licht.
Ich werde diesen Berg nicht mehr besteigen – aber nicht wegen des Abstiegs.
Diese schöne Zeit dort oben mit den Blumen und dem romantischen Abendlicht möchte ich so in Erinnerung behalten.
*************
Über die Feldwege ging es zurück zur Autobahn, durch den Sveti Rocktunnel und dann war das Winnetouland da.
Um 19.25 sah ich zum ersten Mal das Meer von der Autobahn aus.

Ich fuhr von der Autobahn runter und blickte von Rovanjska in Richtung Starigrad über das Meer.

Links schien die Sonne während über Starigrad ein Regenschauer niederging.
Ich entschied mich nicht mehr auf die Autobahn zu fahren und fuhr zum Plateau, dass ich gegen 19:40 erreichte.
Neu war jetzt eine riesige beleuchtete Werbetafel für das Plateau. Direkt an der Plateaukante gibt es jetzt auch eine Infotafel.

Ich hatte das Plateau in der Abendstimmung für mich allein.
Dann ging es weiter, vorbei an der Schwarzwaldkurve, durch Obrovac zu unserem Bärenplatz.
Dort hatte ich um 20:20 einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Um 21:40 erreichte ich Biograd und parkte mein Auto vor dem Hotel Meduza.
In all den Jahren habe ich noch nie so eine Anreise mit den vielen ´´Winnetou-Stopps´´ gemacht.
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Nachdem Miro mich freundlich empfangen hatte und mir meinen Schlüssel überreicht hatte, war ich noch nicht bereit zum Schlafen.
Ich wusste, dass Robert schon da war und rief Ihn an und fragte Ihn, ob er Lust auf ein Bier hätte.

So trank ich mit Robert ein Karlovacko und Miro spendierte uns einen Kruskovac.
***
Gegen 23 Uhr brachen wir auf und gingen ins Bett.
Was war das für ein Tag gewesen!?!
.

Nach der langen Fahrt hatte ich gut geschlafen, aber meine innere Uhr weckte mich um 6 Uhr.
Ich stand auf und ging auf den Balkon. Der Himmel war blau und die Sonne spitzte durch den nahen Pinienwald.
***
So entschloss ich mich zu einem Spaziergang runter zum Strand, vorbei am Aquacenter.

Was hatten wir hier für schöne Stunden erlebt.
Jetzt war alles modernisiert und auf den neuesten Stand gebracht worden. Es sah wirklich edel aus.
Von dort bummelte ich am Hotel Ilirija vorbei.
Ich ging an der Promenade entlang und genoss den Meeresduft, der manchmal von einer frischen Kaffeewolke unterbrochen wurde.

Die Fischer luden Ihren frischen Fang aus.
Auf dem Rückweg ging ich durch die Markthallen rüber zum Busbahnhof. Hier roch es nach den frischen Backwaren.

Als ich am Hotel ankam, war zu meiner Überraschung auch schon Werner da.
Wir frühstückten gemeinsam auf der Hotelterrasse.
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Für heute hatten wir eine Tour nach Vrilika geplant, um unsere Winterentdeckung nochmals zu besichtigen.
Gleich nach dem Frühstück brachen wir auf.
*************
An der Manojlovacki-Schleife machten wir eine kleine Pause.

Von dort oben genossen wir den schönen Blick über das ganze Tal mit den verschiedenen Drehorten.

Um 11 Uhr kamen wir in Vrilika an.
*************
Wir suchten den neuen Drehort von Winnetou 2 auf, wo Winnetou, Old Shatterhand und Castlepool durch ein schmales Tal / Canyon reiten.

Es war kein Vergleich zum Winter.
Die vielen Blätter verdeckten so manchen Hinweis. Da war der Drehort im Winter viel eindeutiger zu erkennen.
Aber es gab keinen Zweifel. Wir hatten diese Filmsequenz gefunden.

In den Unterlagen im Archiv von Rialto steht allerdings, dass diese Szene in Grobnik Polje (Rijeka) gedreht wurde.
Deshalb waren natürlich einige Scouts überrascht, dass diese Stelle in Vrilika liegen soll.
(ausführlicher Bericht am 08.06.2025)
*************
Im Winter war es sehr schnell dunkel geworden.
Wir hatten nicht viel Zeit gehabt für eine weitere Filmsequenz – dem Wasserloch.
Auf dieses reiten Winnetou, Old Shatterhand und Castlepool einen Hügel hinab darauf zu.
Durch den schmalen Canyon fließt ein unscheinbares Rinnsal.
Folgt man diesem, findet man 4-5 kleine Wasserstellen, die das Rinnsal verbindet. Bei jedem Wasserloch fehlte was oder passte ein Detail nicht.
Aber bei einem Wasserloch waren wir zufrieden.

Der Hang, das Wasserloch, die Steine – es fehlten nur die zwei alten großen Bäume.
Die Bäume gab es nicht mehr und auch die Wasserbecken waren vergrößert worden, um mehr Wasser für die Schafe aufzustauen.
Wir hatten ja eine sehr heiße Woche. Als wir 10 Tage später mit der Gruppe herkamen, gab es keine Wasserstelle und auch kein Rinnsal mehr.
Es war alles ausgetrocknet.
Wenn man natürlich vorbeikommt, wenn alles ausgetrocknet ist, dann geht man achtlos am Drehort vorbei.
*************
Jetzt wollten wir auch noch die 3. Filmsequenz finden, wo Ivo vor dem Felsen auf das Pferd steigt.

Wir gingen alle felsigen Stellen ab, konnten aber nach mehreren Stunden diese Stelle nicht finden.
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Ich hatte aber noch einen weiteren Punkt zu klären und so fuhren wir zu Ante – meinem Wirt.
Er und Tina freuten sich, als ich so überraschend mit Werner erschien.
Sie stellten uns gleich etwas zu essen und zu trinken hin.

Wir besprachen die finale Essensbestellung für nächste Woche.
Werner, der die Location nur vom Winter kannte, war begeistert.
Doch irgendwann hieß es Abschied nehmen, denn wir mussten zurück, weil ja heute die Gäste ankamen.
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Als wir am Hotel ankamen, saßen schon viele Gäste auf der Hotelterrasse und begrüßten uns stürmisch.
*************
Aber es gab auch paar negative Nachrichten.
So erfuhr ich von einer weiteren Absage, obwohl der Gast schon da war.
In den letzten Tagen hatten vier Gäste kurzfristig abgesagt.
Sie konnten nicht teilnehmen, da Sterbefälle, Operationen und Krankheiten dies verhinderten.
Schließlich erreichte uns auch die traurige Nachricht, dass Bernhard verstorben sei. Dies war natürlich ein Schlag für uns alle …
Bis jetzt hatten alle Fluggäste immer Ihr Gepäck bekommen. Aber unser neuer Gast Corinne hatte nicht dieses Glück und kam ohne Gepäck ins Hotel.
So viele negative Nachrichten auf einen Schlag hatten wir noch nie und es konnte nur noch besser werden.
Ab dem nächsten Tag wurde alles besser und wir surften auf einer positiven Welle durch die nächsten 12 Tage.
*************
Nach einem gemeinsamen Pivo gingen die Gäste in Richtung Hafen, um etwas zu essen.
Werner und ich hatten noch keinen Hunger, da wir bei Ante so gut verköstigt wurden.

Ich verabredete mich mit Werner um 20 Uhr am Hotel Ilirija, um auch die dortigen Gäste zu begrüßen.

Gemeinsam gingen wir zum Hafen und im Restaurant Europa trafen sich dann alle Gäste.

Es gab viel zu erzählen und wir saßen nahe am Wasser, wo wir beobachten konnten, wie die Sonne hinter den Palmen unterging.

Die Zeit verging wie im Flug, aber gegen 22:30 machten wir uns auf den Heimweg durch das geschmückte Biograd.

Denn Biograd feiert seinen 1100ten Geburtstag.
***
Gegen 23 Uhr erreichten wir unser Hotel und jeder ging sofort ins Bett.
Denn am nächsten Morgen startete unser Abenteuer …
.

Um 5 Uhr klingelte der Wecker, denn ich hatte einen Termin.
Ich hatte Moni versprochen sie oben an der Küstenmagistrale abzuholen, denn Sie reiste mit dem Flixbus an.
Sie sollte um 6:05 in Biograd ankommen.
Als ich aus dem Hotel ging schliefen alle Gäste noch.
Von weitem sah ich schon einen Flixbus und 2 weitere Busse – aber keine Moni.
Ich wartete … ich wartete und wartete …
Ungefähr 100m entfernt stand Moni mit Ihrem Koffer und wartete auf mich.
Sie wartete … sie wartete und wartete …

Aber sie dachte sich nichts dabei, denn Ihr Bus war 38 Minuten zu früh da.
Ihr Bus hatte sie aber nicht an der richtigen Stelle rausgelassen, da die Busstelle voll war.
Die Zeit verging und ich versuchte Moni anzurufen – aber vergeblich.
Als ich aus Moni´s Sicht nicht pünktlich war, machte sie sich auf den Weg.
Ich wartete und wartete über eine Stunde und probierte sie zu erreichen.
Schließlich erreichte ich sie und ich erfuhr, dass sie schon fast beim Hotel sei.
Ich fuhr los und traf sie dann unterwegs. In der Zwischenzeit war vom Koffer schon ein Rad abgebrochen.
Wir konnten uns nicht erklären, dass wir uns nicht gesehen hatten.
So fuhren wir gemeinsam die letzten 200m zum Hotel.
Ein passender Schlußsatz wäre: … und wenn sie nicht gestorben sind, warten sie immer noch an der Magistrale.
***
Als ich mit Moni ankam, hatten die Gäste schon gefrühstückt.
So war ich der Erste, der aufgestanden war, aber jetzt doch der Letzte der frühstückte.
Die Koffer wurden schon bereitgestellt.
Es war eine gewisse freudige Anspannung bei allen zu spüren.

***
Um 8:20 fuhr dann Dado, unser Busfahrer vom letzten Jahr, mit dem Bus vor.
Dies hatte ich extra so mit der Bus Firma im Vertrag vereinbart.
Wir begrüßten freudig Dado.
Die Gäste verstauten Ihre Koffer unten im Bus.
Für mich war eine gewisse Fläche frei gelassen worden.
Jetzt packte ich mein Auto aus und zählte meine Gepäckstücke.
Ich machte mich auf den Weg nach Montenegro und Bosnien mit 21 Gepäckstücken!!!

Die Gäste staunten und fotografierten all meine Sachen neben meinem Auto.
Günter meinte augenzwinkernd, als Reiseleiter steht Dir dies aber auch zu.
Aber in den folgenden Tagen würden die Gäste schon sehen, was ich alles eingepackt hatte.
Sie werden alle von meinem Gepäck profitieren …
Allein 3 Kisten waren nur Klappstühle. Für jeden Gast hatte ich einen Stuhl mit.
Wer macht schon so was?
Alle halfen mit mein Gepäck zu verstauen und dann fuhren wir los zum Hotel Ilirija.
***
Dort sammelten wir auch die restlichen Gäste ein.
Dort traf ich auch auf Norbert und sprach Ihm mein Beileid aus.
Er teilte mir mit, dass er die Fahrt trotz allem mit uns unternehmen werde.
Ich umarmte Ihn und machte Ihm das Angebot, dass er jederzeit zu mir oder den Gästen kommen könne.
Er könne mit uns reden oder Trost suchen, aber dies liege in seiner Entscheidung.
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Dann fuhren wir pünktlich um 8:30 bei schönstem Wetter los.
Es ging vorbei an blühenden Mohnfeldern zur Autobahn.

Wir fuhren am Tafelberg vorbei, überquerten die Brücke bei Skradin um 9:25.
Es ging vorbei an Split immer weiter in Richtung Süden.

Rechts und links der Autobahn blühte der gelbe Ginster.

Auf dem Mittelstreifen standen die Oleander in voller roter, weißer und rosafarbener Blütenpracht.

Gegen 11 Uhr hatten wir das Autobahnende erreicht.
***
So näherten wir uns der kroatisch-bosnischen Grenze.
Für die Grenze nach Montenegro braucht man Geduld, aber für Bosnien kannst du eigentlich Deine Uhr wegwerfen.
Aber schließlich hatten wir es geschafft! Doch dieses Spiel hatten wir noch 10 Mal vor uns!!!
***
Eine neue gut ausgebaute Straße führt uns nach Mostar.

Der Verkehr hielt sich in Grenzen und so kamen wir gut vorwärts.

Im Jahr 2014 war ich schon mal in Mostar. Aber in den 11 Jahren hatte sich doch vieles positiv verändert.
Viele Kriegsspuren und Müllberge waren inzwischen beseitigt. Aber es gibt noch viel zu tun.
Es ist natürlich noch ein großer Unterschied zu Kroatien.
Es tauchten immer mehr Moscheen mit Ihren Minaretten auf.
Wir fuhren über die Neretva zum zentralen Busparkplatz (Bus Parking Campanile).

Direkt neben dem Parkplatz ragt der Mostar Peace Bell Tower mit seinen 107m in die Höhe und ist weithin sichtbar.

Er ist der höchste Glockenturm in Südosteuropa.
Daneben ist gleich die katholische Peter-und-Paul- Kirche mit dem Franziskanerkloster.
Von dort gingen wir in Mostar´s Altstadt.
Der Name kommt von den Brückenwächtern.
Bosnisch, serbisch, kroatisch: Mostar = Brückenwächter
Die Altstadt gehört seit 2005 zum Weltkulturerbe.
Die Touristen strömen durch die engen Gassen der Altstadt.
Die Straßen sind alle mit Kieselsteinen gepflastert.

Wer hier mit Absätzen läuft wird nicht glücklich.
Geschäfte, Restaurants, Souvenirshops, und Handwerkergeschäfte prägen das Bild der Altstadt.

Unser Ziel war das Wahrzeichen von Mostar – die 26m hohe Bogenbrücke ´´Stari Most´´(Alte Brücke).

***
Am 9. November 1993 wurde die Brücke im Bosnienkrieg von bosnischen Kroaten zerstört.

Die Rekonstruktionsarbeiten dauerten von 1996-2004.
Die Brücke verbindet die Stadtteile und doch trennt sie auch …
Einst verband die Brücke das osmanische Reich mit Westeuropa.
Heute trennt sie die Stadt in einen kroatischen Westen und in einen bosnischen Osten.
Mostar ist ein Schmelztiegel der Nationalitäten und der Religionen.
Hier leben Bosniaken, Kroaten, Serben und in geringer Zahl auch Jugoslawen, Albaner und Türken.
Die Bosniaken sind Muslime, die Serben Orthodoxe und die Kroaten Katholiken.
***
Kurz vor der Brücke geht es nur langsam vorwärts, weil alle nur eines sehen wollen – die Brückenspringer.
Die Touristen aus aller Welt warten mit Ihren Smartphones und Fotoapparaten darauf, nicht den Sprung zu verpassen.
Einige Meter weiter flussabwärts steht ein Sprungturm.
Hier wird jahrelang von verschiedenen Höhen die richtige Sprungtechnik geübt, bis es auf die Stari Most geht.
Der junge Mann steht oben auf der Brücke und blickt in das Tal. Unter Ihm fließt die grünblaue Neretva.
Das Ganze ist natürlich auch eine große Show.
Er dehnt und streckt sich. Er macht sich bereit und steigt über das Geländer, um dann doch abzubrechen.
Denn seine Kollegen haben Ihm ein Zeichen gegeben, dass sie noch nicht genügend Geld gesammelt haben.
So zieht sich das Ganze hin …
Die Touristen warten oben auf und an der Brücke … auf den Sprung.
Unten am Fluss warten ebenfalls die Touristen … auf den Sprung.
Der Springer wartet ebenfalls … auf genügend Spenden. Es sollten schon 50 – 100€ sein.
Doch dann ist es soweit.
Er streckt die Arme, konzentriert sich und springt in die Tiefe.

Das Wasser spritzt und die Neretva hat Ihn verschluckt.
Jetzt kommt der Nervenkitzel – die Sensationslust, ob alles gut ging.
Schließlich taucht der junge Mann wieder aus den Fluten auf und die Touristen applaudieren.
Für die Touristen ist es eine Show, die Springer aber leben davon.
Sie sind in Mostar Helden, aber mit 45 Jahren ist Ihr Körper kaputt und dann …?
***
Als wir an der Brücke ankamen, waren gerade erst 20€ eingesammelt. Es dauerte also noch.
Der Blick von dort oben auf den Fluss ist schon beeindruckend.
Der Marmor ist von den Millionen von Touristen spiegelglatt poliert worden.

Wir machten unsere Fotos links und rechts von der Brücke.

Danach gingen wir zurück und runter zum Fluss.
Von unten sah die Brücke noch höher aus.
Es lag ein schmales Brett über die Ausbuchtung der Neretva.
Wenn man über dieses balanciert kommt man auf der anderen Seite zu einer fünfstufigen Aussichtsfläche.
Im Hochsommer beobachten hier die Touristen das Spektakel.
Hier an diesem Brett wurde unsere Gruppe zerrissen.
Die einen gingen in ein Lokal, die anderen machten Ihre Fotos.

Aber wir hatten zuvor einen Treffpunkt vereinbart.
Schließlich sahen wir aber dann doch noch einen Sprung.
***
Es war wirklich heiß geworden und so beschlossen wir etwas zu trinken.
Direkt vor der Brücke sahen wir ein Lokal, wo man ´´Mostarsko Pivo´´ für 2,50€ angeboten bekam.

Letztes Jahr hatten Werner, Günter, Sandro und ich von Ljubica als Erinnerung einen schönen Bierkrug geschenkt bekommen.
Da kam mir eine Idee …
Ich bot der Wirtin einen Deal an und fragte, ob wir den Krug mitnehmen können.
Sie überlegte, zögerte und fragte wie viele Personen wir seien.
Wir waren 12 Personen und bestellten uns Essen und Trinken.

Es schmeckte sehr gut und in dem Innenhof bekam man gar nichts von dem Trubel draußen mit.

Als es zum Zahlen ging, fragte ich die Wirtin nochmals:
Deal or no Deal?
Sie lächelte und sagte, für 9€ könne ich das Glas behalten.
Einige Augenblicke später realisierten wir, dass die 9€ für die 3 Bier (7,50€) und die 3 Gläser (0,50€ pro Glas) waren.
Ich stimmte zu. Sie strahlte und wir auch.
Es war ein sehr guter Deal!

***
Danach machten wir uns auf den Weg und überquerten die volle Brücke.
Auf der anderen Brückenseite trafen wir auf Moni, Wolfram und Klaus.
Auf dieser Seite gab es mehr Handarbeiten zum Kaufen.
Wir beschlossen nochmals in ein Lokal zu gehen mit einer schönen Aussicht auf die Brücke.
In dem felsigen Ufer der Neretva nutzten mehrere Restaurants die natürlichen Terrassen.
Unsere Wahl fiel auf das ´´Restoran Labirint´´.

Leider war irgendwann unsere Zeit vorbei und wir mussten uns auf den Weg machen.
Es waren alle Gäste pünktlich am Bus – BRAVO!!!
Dann fuhren wir los – in Richtung Grenze …
*************
Wir kamen an einen sehr kleinen Grenzübergang und waren der einzige Bus.
Dado nahm sein Buch, in dem alle unsere Namen und Daten waren.
Diese Listen wurden endlos studiert.
Ich sah wie Dado mit dem Grenzer verhandelte.
Dado rauchte erst Mal eine Zigarette, während der Grenzer immer noch die Listen studierte.
Ich stieg aus und ging zu Dado, er sagte nichts.
Aber mit gewissen Grimassen deutete er seinen Frust an.
Dado rauchte, ich ging auf und ab – die Gäste dösten teilweise bereits im Bus.
Endlich schaute er sich die Ausweise an und nahm alle aus den Hüllen.
Dann begann die große Stempelei!
Warum man heutzutage noch stempelt wird mir ein Rätsel bleiben.
Denn die Hälfte von uns hatte die kleinen Plastikausweise abgegeben.
***
Ich lerne ja auch jedes Jahr hinzu …
Letztes Jahr nach Montenegro brauchte ich überraschend eine Teilnehmerliste für die Grenze.
Dies hatte ich per WhatsApp einen Tag vor der Abreise erfahren.
So konnten wir schon vorab angemeldet werden, damit es ´´schneller´´ geht.
Ich hatte die Liste sehr sauber und gut leserlich geschrieben, aber …
Die Liste musste am Computer geschrieben sein.
So schrieb ich nachts in der Hotellobby die Liste nochmals auf dem PC.
Für dieses Jahr hatte ich die Liste schon zuhause auf dem PC geschrieben.
***
Aber Bosnien wollte die Liste nur HANDSCHRIFTLICH!!!
Das nächste Problem war, dass durch die kurzfristigen Absagen die Liste nicht mehr stimmte.
Außerdem waren auch unsere Nachzügler drauf, die erst noch nachkamen.
´´Problema über Problema´´, obwohl es sonst immer heißt ´´Nema Problema´´
Dado versuchte mir dieses ´´scheinbare´´ Problem zu erklären.
Ich verstand es nicht. Es kann sich ja immer etwas ändern.
Wenn ein Gast in Mostar ins Krankenhaus eingeliefert worden wäre, wäre die Liste ja auch nicht aktuell.
Lieber weniger Gäste auf der Liste, als mehr Gäste im Bus, dies wäre ein Problem.
Für uns bedeutete es aber eine Strafe von 100€.
Da wir aber jeden Tag mit einer anderen Anzahl über die Grenze fuhren, schrieb Dado jedes Mal die Liste neu ins große Buch.
*************
Danach fuhren wir wie letztes Jahr über die große Pelješac-Brücke.

Wir passierten Ston, folgten der Küstenstraße und kamen zügig an Dubrovnik vorbei.
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Ein paar Minuten später erreichten wir unseren Ort Mlini.
Unser Hotel Astarea lag in einer Bucht am Hang unten am Meer.

Es war sehr ruhig und man hörte nichts von der Küstenstraße.
Die Rezeptionschefin rief nach mir und erklärte mir die örtlichen Gegebenheiten.
Diese Infos sollte ich an die Gäste weitergeben.
Wir bekamen unsere Zimmerkarten ausgehändigt.
Ich hatte nur 2 Taschen mit, dass restliche Gepäck hatte ich im Bus gelassen.
Danach traf ich einige Gäste beim Abendbuffet.
Es war alles noch ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber es gefiel uns gut.
***
Nach dem Abendessen hatte ich ein wenig Zeit und nutzte diese für eine Erkundigungstour durch die Hotelanlage.

Ich ging runter zum Strand, vorbei an der Hotel-Oleander-Strandbar in Richtung Hafen.
Eine Minute später war ich schon an der alten Platane.

Von dort sah ich schon den kleinen Hafen und es roch verführerisch aus den diversen Restaurants.
Ich ging zurück und traf mich mit Dado am Bus, weil ich für morgen noch einige Gepäckstücke brauchte.
Danach ging ich mit einigen Gästen zurück zur Strandbar, wo wir uns zu einem freiwilligen Treffen verabredet hatten.

Hier ließen wir diesen schönen Tag ausklingen.
Gegen 23 Uhr erreichte ich mein Zimmer.

Glücklich und zufrieden fiel ich in mein Bett und war sofort eingeschlafen.
.

Ich hatte mir den Wecker auf 5 Uhr gestellt.

Heute ging es nach Montenegro und ich hatte noch einiges zu erledigen.
Ich packte in eine separate Tasche alle Kostüme, die ich heute brauchte.
Zuhause hatte ich schon überprüft, ob mir die Kostüme passen.
Danach färbte ich mir die Haare, denn ich schlüpfte heute in Rick Battaglia´s Rolle – Verdoja.
***
Um 7 Uhr war Frühstück, das wir auf der großen Terrasse mit Meerblick genossen.

Wir versammelten uns in der Lobby und Dado kam mit dem Bus zum Hoteleingang.
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Um 8:30 begann unser Trip nach Montenegro.
Unser Ziel war der Orjen-Pass.
Wir kamen am Flughafen von Dubrovnik vorbei und fuhren dann durch das Tal der Säulenzypressen.

Kurz dahinter ist die Grenze zu Montenegro, die wir ja schon vom letzten Jahr kannten.
Wir kamen relativ zügig durch die Grenze – es war kein Vergleich zu gestern.
***
In Herzog Novi mussten wir den Bus wechseln und auf einen kleineren Bus umsteigen.
Nur so war es möglich, dass wir hoch zu den Drehorten am Orjen-Pass kamen.
Wo wir den Bus wechselten war auch eine Tankstelle, die wir plünderten und uns mit Getränken versorgten.
Am Freitag war in Kroatien Feiertag und die Geschäfte waren geschlossen.
Neu in Kroatien ist auch, dass die Geschäfte ab jetzt nicht immer am Samstag offen haben.
So hatte diese Tankstelle Ihren Glückstag mit uns.
*************
Die Sonne schien, der Himmel war strahlend blau – welch ein Glück für unseren Gebirgstag.
Nachdem wir jetzt umgestiegen und gut versorgt waren konnte das Abenteuer beginnen!
Für alle, die schon Probleme haben auf den Tulove Grede zu fahren, wäre diese Tour nichts.
Wir fuhren 2/3 der Strecke auf der gut ausgebauten Bundesstraße hoch ins Gebirge.
Dann verließen wir diese Straße für die Reststrecke.
Die Straße war schlagartig schmaler, die Leitplanken falls vorhanden waren zerbeult.
Gleich in der ersten Kurve kam uns schon ein Fahrzeug entgegen.
Es folgte Kurve auf Kurve …
Wir schraubten uns Serpentine für Serpentine langsam hoch …
Vorbei an kleinen Einsiedlerbauern …
Hinten im Bus wurde es stiller …
War es die Angst? Oder die Begeisterung von der Natur? Oder das Ungewisse?
Dabei hatten wir das schwierigste Stück hinter uns und es ging gut vorwärts.

Plötzlich kamen wir durch einen Buchenwald, in dem sehr schöne teilweise neue Ferienhütten standen.
Wir hatten den Vrbanj-Herceg Novi-Park erreicht.
Auf unserer Rückfahrt würden wir hier einkehren.
Hier oben gibt es 10 Drehorte.
Neun aus dem Film ´´Der Schatz der Azteken´´ und einer aus ´´Die Pyramide des Sonnengottes´´.
Wir fuhren an allen Drehorten vorbei, weil ich geplant hatte, mit dem entferntesten Drehort anzufangen.
Als wir über eine kleine Ebene fuhren, hatte man das Gefühl dahinter hört die Welt auf.

Wir parkten am Waldrand und ignorierten dieses Schild.

Denn dahinter waren 3 Drehorte …
Auf der Schotterstraße gingen wir ungefähr 300m.
*************
Dann waren wir an unserem ersten Drehort – dem ´´Franzosengefängnis´´.
Aber 600m weiter war die Grenze zu Bosnien!
Das Franzosengefängnis war direkt am Weg gebaut worden.

Ein paar Agaven dazu – fertig. Hasenpfeffer und Donnerpfeil verstecken sich in den Felsen.

Der nächste Drehort war ´´Hasenpfeffer und Donnerpfeil beobachten das Franzosengefängnis´´.
Dieser kostete uns einige Nerven.
Im Winter hatten wir eine bestimmte Stelle nahe des Weges vermutet.
Aber es war nass, es waren keine Blätter da, dass Licht stimmte nicht – was sehr viel ausmacht.
Aber auch jetzt vermuteten wir alle die Stelle, obwohl so richtig glücklich waren wir nicht damit.
Wir suchten rechts und links des Weges fanden aber keine bessere Stelle.
Plötzlich rief Robert: ´´Ich hab´s gefunden! Hier! Kommt her! Hier! Hier!´´
Er war so begeistert, als wenn er eine Goldmine gefunden hätte.
Aber für einen richtigen Scout ist ein Drehortfund auch ein Schatz.
Wir hörten, aber sahen Robert nicht und er rief uns immer noch.
Abseits des Weges, ungefähr 20m im Dickicht kam die gewünschte große Felsformation zum Vorschein.

Vielen Dank an Robert! – So hatten wir auch diesen Drehort.


Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter – schöner geht es nicht!

Es hätte ja auch so sein können …

Da trugen wir lieber eine Kopfbedeckung gegen die heiße Sonne.

Die nächste Stelle, die wir aufsuchten, war die ´´Fahrt zum Franzosengefängnis´´.
Diese ist einfach zu lokalisieren, da diese direkt auf dem Weg bei der hohen Felswand gedreht wurde.

Wir hatten im Winter diese Felswand schon etwas ´´schön´´ gemacht.
Der blaue Himmel, eine weiße Wolke, die frischen grünen Blätter – es war ein schönes Bild.
Günter kam zu mir und schwärmte: ´´Jetzt stell Dir noch die blau-roten Uniformen dazu vor!´´
Innerlich grinste ich …
Den Gästen sagte ich, dass Sie hier etwas Zeit hätten. Es wird eine Überraschung geben.
Ich ging zurück zum Bus und holte die Soldatenuniform.
Von den Berliner Karl May Freunden hatte ich dieses Originalrequisit zur Verfügung gestellt bekommen.
Hinter einem Felsen half mir Werner die Uniform anzuziehen.
Dann kam der Augenblick und 60 Jahre später war der französische Soldat wieder am Drehort!

Die Überraschung war gelungen!

Langsam gingen wir zum Bus zurück und machten dort eine kleine Erfrischungspause.

Es ist schön, wenn neue Gäste sich sofort harmonisch in die Gruppe integrieren.
Corinne hatte Ihren Nagellack extra meinem T-Shirt angepasst.

Danach fuhren wir den Weg über die kleine Ebene zurück, wo die restlichen Drehorte waren.

Der nächste Drehort war die ´´Rast von Dr. Sternau´´.
Diesen Drehort hatten wir im Winter lange gesucht – aber vergeblich.
Schneetreiben, Regen, tiefhängende Wolken, Kälte und Nässe waren unsere Begleiter.
Dadurch, dass wir keinen Berg aufgrund der Wolken sahen, mussten wir die Suche aufgeben.
Dabei waren wir mehrmals an dem Fels vorbeigegangen.
Wir wussten, dass einige Gäste schon mal hier waren und die könnten uns dann die Stelle zeigen.
Aber es waren einige Jahre seit damals vergangen …
Die Vegetation hatte zugenommen und jetzt sah man wieder keine Berge.
Für diese Stelle brauchten wir die meiste Zeit.
Doch dann fanden wir den Felsbrocken, der teilweise von Brombeeren überwuchert war.
Unsere weiblichen Lex-Fans waren schon ganz aufgeregt.
Sie wollten sofort Ihr Foto und wir konnten gerade noch etwas die Brombeere entfernen.

20m von dieser Stelle war der nächste Drehort, die ´´Postkutschenfahrt unten´´.
Von dem Hügel hat man einen Blick über die ganze Ebene.
Die Kutsche fuhr den gleichen Weg wie unser Bus.

Die nächste Einstellung ´´Postkutschenfahrt oben´´ lässt sich nicht mehr richtig fotografieren.
Die Bäume und Sträucher sind einfach zu groß geworden.

Die Szene ´´Postkutschenhavarie´´ kann man in zwei Teile untergliedern – die Anfahrt und die Havarie.
Bei der Anfahrt liegen tatsächlich noch 4 große Steine nur wenige Meter neben der Straße.

Als wenn das Drehteam erst gestern dagewesen wäre.

Der Drehort ´´Postkutschenüberfall´´ ist noch gut erhalten.
Die Zisterne steht schön frei da …

Einige Häuserreste sind noch vorhanden …

Es war mir eine Freude und Ehre nach 60 Jahren Rik Battaglias Kostüm als Hauptmann Verdoja auf der Zisterne zu präsentieren.
Wolfram hatte extra eine Peitsche gekauft, die er nach der Filmvorlage umgestaltete.
Außerdem stellte er den Colt und das Holster zur Verfügung – Vielen lieben Dank!
Dieser Augenblick war für mich einer der Highlights dieser Drehortreise – er wird mir unvergesslich bleiben!!!
Dieses Kostüm hatten mir ebenfalls die Berliner Karl May Freunde geliehen – 1000 Dank!
Die Rolle des Bösewichts machte mir viel Spaß …
Vielen lieben Dank auch an Werner, der mir beim An – und Ausziehen geholfen hat, was nicht einfach war.

Bei der Kameraeinstellung ´´Hasenpfeffer läuft zurück´´, muss man ebenfalls einen Kompromiss machen.

Der letzte Drehort war ´´Hasenpfeffer springt aus der Kutsche´´. Er war schon etwas von den anderen Drehorten entfernt.

Gleich holt uns unser Bus ab.

Ich bin zufrieden und glücklich, wir haben ALLE Drehorte besichtigt.

Der Orjen-Pass war wunderschön und seine Reise wert.

*************
Wir fuhren mit dem Bus einen knappen Kilometer bis zu der kleinen Siedlung im Vrbanj-Herzeg Novi Park.
Dort gab es einige Lokale.
Wir hatten ein schönes Lokal mit Außenbereich im Visier.
Aber da gerade die Gartenbänke draußen gestrichen wurden, gingen wir lieber rein.
Wir merkten allerdings nicht, dass wir bereits in einem anderen Lokal waren.
So durstig wie wir waren, bestellten wir sofort die Getränke.
Wir dachten, die fehlenden Gäste fotografieren noch die kleinen Ziegen, die in einem Gehege waren.
In Wirklichkeit waren sie mit Roman und Dado im ersten Lokal (Kod Tunje) geblieben.

So hatten wir zwei Essensgruppen.
Unser Lokal (Konoba Konjak) war urig eingerichtet und einige bestellten auch etwas zu essen.

Der Wirt machte seine Späße und sprach deutsch.

Es schmeckte gut und wir fühlten uns wohl.

Plötzlich aber hatte der Wirt eine Portion Ćevapčići zu viel und bestand jetzt in einem anderen Ton auf die Bestellung.
Er meckerte immer weiter und merkte nicht, dass dies zu seinem Nachteil werden könnte.
Wovon sprechen wir?
Von 10 Ćevapčići und einer Handvoll Pommes.

Schließlich teilten wir diese Portion unter uns auf.
Der scheinbare Sieg war aber eine Niederlage – denn das Trinkgeld hätte viel höher ausfallen können.
Von der anderen Gruppe hörten wir, dass der Wirt spendabel war und auch Schnaps spendierte.
Wir hatten das schönere Ambiente, aber die andere Gruppe hatte mehr Gastfreundschaft und Herzlichkeit erfahren.

Roman hatte beim Wirt eine Flasche selbstgebrannten Šljivovic (Pflaumenschnaps) gekauft.
***
Während der Rückfahrt kreiste diese fleißig hinter uns und die Stimmung wurde merklich fröhlicher.
Bis auf Dado, Werner und mich hatte anscheinend der ganze Bus (mehrmals) probiert.
Wir hielten an der Panoramastelle, wo man einen phantastischen Blick auf die Serpentinen hat.

Im Winter hätte uns der Sturm beinahe die Autotür an dieser Stelle weggerissen.

Hier bekam auch Werner und ich einen Schluck …

Die Fahrt runter ging jetzt ganz schnell.
Wir hielten nochmals an einer Stelle, von der man einen wunderschönen Blick auf die Bucht von Herceg-Novi hatte.


Unten in Herceg-Novi plünderten wir wieder die aufgefüllte Tankstelle.
Danach wechselten wir den Bus und fuhren zurück zur Grenze.
Wir mussten warten … bei einem Flixbus vor uns mussten alle Gäste aussteigen.
Dado rauchte, ich sonnte mich sitzend auf dem Gehweg und viele von uns dösten im Bus.
Schließlich hatten wir die Grenze geschafft und das Abenteuer Montenegro war für dieses Jahr beendet.
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Wir erreichten unser Hotel und kurz danach öffnete der Speisesaal seine Türen.
Das war ein optimales Timing.
***
Nach dem Abendessen hatten wir uns zu einem freiwilligen Treffen um 20 Uhr in der Lobby verabredet.
Moni und Werner kamen, aber sonst niemand.
Wir warteten und warteten …
Schließlich gingen wir langsam zur Strandbar und warteten dort nochmals.

Aber niemand ließ sich blicken.
Wir schlenderten zur großen Platane in Richtung Hafen.

Am Hafen verbrachten wir noch einige Zeit.

Es gibt ja keinen anderen Weg und irgendwann würden wir schon jemand treffen.
Wir schauten dem Sonnenuntergang zu.

Schließlich beschlossen wir nicht mehr zu warten und zogen los.
Werner und ich nahmen Moni in die Mitte.

Wir verschwanden in der dunklen lauen Sommernacht, die Wellen rauschten …
Es roch nach Meer und südlichen Kräutern …
Die Grillen zirpten …
Der Mond und die Sterne leuchteten über uns …
Wir hatten sehr viel Spaß …

Bei Kerzenlicht nahmen wir auf dem Rückweg im kleinen romantischen Hafen noch einen Gute Nacht Drink.
***
Es war bereits schon der nächste Tag, als wir zum Hotel zurückkamen.
.

Wir genossen unser Frühstück ausgiebig auf der Terrasse.
Es war ja Urlaub, wir hatten Zeit und unser heutiges Ziel war nicht weit weg.
Außerdem war es der einzige Tag ohne Grenzkontrolle.
Man fragte Werner und mich, wo wir gestern Abend waren.
Gegenfrage: Wo ward denn Ihr?
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Um 9:30 fuhr der Bus am Hotel in Richtung Dubrovnik ab.

Ich hatte diesen Tag bewusst geplant, da heute kein(e) Kreuzfahrtschiff(e) angemeldet waren.
Die Stadtmaut hatte ich bereits schon zuhause überwiesen.
Für die 11km brauchten wir 20 Minuten.
Dann waren wir mitten in der Stadt angekommen.
Wir waren bereit, Dubrovnik – die Perle der Adria – mit Ihrem Reiz und Charme zu genießen!

**********
Dado setzte uns am Busparkplatz direkt vor dem Pile-Tor ab.

Wir standen direkt vor den wuchtigen Stadtmauern …

… und gingen durch das Pile-Tor.
Gleich dahinter sahen wir den prächtigen Kuppelbrunnen Velika Onofrijeva Fontana.

Dahinter standen zwei alte Orangenbäume.
Gegenüber befand sich die Erlöserkirche mit dem Franziskanerkloster.

Wir schlenderten langsam die schnurgerade Stradun Dubrovnik (Hauptstraße) entlang.
Restaurants, Bistros, Kaffees, Bars und andere diverse Shops prägen die Straße.

Der Marmor ist im Laufe der Zeit von den vielen Menschen glatt poliert worden.
Im Winter waren wir allein.

Am Ende der Stradun Dubrovnik sieht man den Glockenturm Zvonik.

Auf dem Platz davor befindet sich die Rolandstatue, die auf einem 3-stufigen Sockel steht.
Dies war unser erstes Ziel, da Lex hier seine Tita fotografiert hatte.


Aber zu unserer Überraschung war das ganze Denkmal eingerüstet und mit Planen abgedeckt.
Roman hatte den Grund der Abdeckung erfahren.
Da unter dem Fundament ein Hohlraum entstanden ist, besteht für die Säule Einsturzgefahr.
Linker Hand von der Rolandstatue befindet sich der Sponza Palast.

Rechter Hand dominiert die Kirche des heiligen Blasius den Platz.

***
Zwischen Glockenturm und Sponza Palast führt ein Weg runter zum Hafen.

*************
Dort entschieden wir uns spontan für eine 45 minütige Bootsrundfahrt, die uns folgendes bot:
– Fahrt entlang der Stadtmauer und schließlich raus auf das Meer
– Umrundung der Insel Lokrum
– Blick auf die Villa Šheherezade und das Hotel Argentina
Nachdem das Boot bezahlt war, stiegen wir ein und wurden plötzlich getrennt.

Ein Teil von uns musste in ein zweites Boot zwecks Platzgründen umsteigen.

So hatten wir uns dies natürlich nicht vorgestellt.
Wir fuhren raus aus dem Hafen.
Unser Boot hatte einen Glasboden und wir konnten auf den Meeresboden schauen.
Vom Wasser aus wirken die Mauern noch mal wuchtiger.

Viele Touristen hatten sich ein Kajak gemietet und paddelten an der Küste entlang.

Schließlich änderten wir den Kurs und fuhren raus auf das Meer in Richtung der Insel Lokrum.

Die Felsküste der Insel Lokrum war teilweise steil und wild zerklüftet.


Dann gab es einsame Buchten mit wunderschönem Wasser in sämtlichen Blautönen.

Wir umrundeten die Insel Lokrum.

Von weitem sahen wir schon die blaue Kuppel der Villa Šheherezade.

Rechts daneben erblickten wir den großen Felsbogen vom Betina Cave Beach.

Vom Wasser aus konnte man gut das Grundstück der Villa Šheherezade besichtigen.

Es war wirklich ein Schmuckstück:
die Palmen, die Terrassen, die Balustraden, die romantischen Pavillons und oben thront die Villa mit der blauen Kuppel.
++++
Lex Barker und die Villa Šheherezade:
Zu Zeiten der Dreharbeiten (Old Shatterhand) wohnte Lex Barker in diesem luxuriösen Hotel.
Der optisch orientalische weiße Bau mit seiner blauen Kuppel ist nach der arabischen Märchenfigur Šheherezade benannt.
In einem mediterranen Garten mit Palmen und Zypressen liegt die Villa.

Von den verschiedenen Terrassen hat man einen wunderbaren Blick über das Meer und auf Dubrovnik.

6600€ zahlte man für die Nacht im Jahr 2005 und heute …
++++
Gleich daneben steht die Grand Villa Argentina (5 Sterne-Hotel).
++++
In der Villa Argentina wohnten die Stars wie Pierre Brice, Daliah Lavi, Hugo Fregonese.
Zu den Dreharbeiten (Der Schatz der Azteken / Die Pyramide des Sonnengottes) wohnte hier auch Lex Barker.
Diese Zeit ist vorbei und längst (Film-)Geschichte …

Das Hotel wurde komplett entkernt, alle Wände und Decken herausgerissen.

Ein vierreihiges Eisenkorsett verhindert, dass die Fassade einstürzt …

++++
Das Hotel Excelsior (5 Sterne-Hotel) ist gleich das nächste Luxushotel. Auch dieses Hotel wurde zu Filmzeiten genutzt.
Wir sahen schon den bekanntesten Stadtstrand – den Banje Beach, mit seinem gehobenem Restaurant und der Lounge Bar.

Von vergoldeten Stühlen genießt man hier den Blick über das Meer auf den Hafen von Dubrovnik.
Schon war die Zeit vorbei und wir liefen den Hafen an.

Schön war´s …

*************

Hätten wir diese Bootsfahrt 19 Tage später unternommen, dann hätten wir wahrscheinlich eine einzigartige Begegnung gehabt.
In der Presse wurde berichtet, dass ein riesiger Finnwal nur wenige Meter vor der Küste seine Bahnen zog.
Das majestätische Tier näherte sich bis auf 30m der Küste, bei der Insel Lokrum.
Der Finnwal ist das zweitgrößte Tier der Erde – er wird 24 Meter lang und hat ein Gewicht von 70 Tonnen.
Dagegen war unser Boot eine Nußschale.
Nach der Bootsfahrt teilte sich die Gruppe auf und jeder entschied für sich, was er tun wollte.
Man erkundete Dubrovnik allein oder in kleinen Gruppen.

Eine kleine Gruppe mit mir machte erst mal Pause, gegenüber vom Fürstenpalast in der None Nina Bar, wo ich mir einen Eiscafé gönnte.

Ein paar Freunde schlossen sich mir an. Wir erkundigten erst den Teil der Altstadt, der näher am Meer war.

Wir sahen zahlreiche schmale Gässchen mit verwunschenen Fotomotiven.

Selbst in diesen schmalen Gässchen waren oft Lokale und wenn nur zwei Tische dort standen.

Wir hatten es angenehm ruhig.
Ich möchte nicht wissen, was hier los ist, wenn zwei Kreuzfahrschiffe zum Landgang anlegen.
Dann kamen wir zu der steilen großen Jesuitentreppe und oben erblickten wir die Jesuitenkirche des Heiligen Ignatius.


So gingen wir innerhalb der Burgmauern entlang, bis wir wieder am Pile-Tor waren.
Wir schlenderten durch die Hauptstraße und bogen am Glockenturm links ab.

So hat man einen schönen freien Ausblick auf den Hafen.

Wir gingen durch das Ploče-Tor und konnten von dieser Seite die wuchtigen Stadtmauern mit den tiefen Gräben bestaunen.

Oberhalb des Ploče-Tors befindet sich ein in Stein gehauenes Bild des Heiligen Blasisus – dem Schutzpatron der Stadt.
Das Pile-Tor und das Ploče-Tor sind die Haupteingänge in die Altstadt.
Wir gingen wieder durch das Tor zurück und erkundigten jetzt den Teil der Stadt, der dem Festland näher war.
+++ +++ +++
Bei all der Schönheit und Unbeschwertheit darf man aber nicht den Krieg vergessen, den die Bevölkerung in den Kriegsjahren durchmachte.
Überall findet man in der Stadt Hinweise, bzw. Informationen über die damalige Zeit.


Oben vom Aussichtspunkt Dubrava, wo die Seilbahn endet, wurde damals runter in die Stadt geschossen …

Von wo heute die Touristen und Influencer Ihre Sunsetfotos aufnehmen, kam damals der Tod …

+++ +++ +++
Wenn man es so sieht, dann sind wir eine 8-förmige Route durch Dubrovnik gelaufen.
Am anderen Ende kamen wir wieder an das Pile-Tor und dazu auch noch pünktlich.
Wir hatten ausgemacht uns um 15:30 wieder am Pile-Tor zu treffen.
Heutzutage ist Pile die Haupthaltestelle für Taxis und Busse.
Nur einen Steinwurf entfernt von unserem Treffpunkt hat man einen wunderschönen Blick auf den westlichen Hafen.

Er ist bedeutend kleiner als unser Bootshafen und wird hauptsächlich für die Kajaktouren genutzt.
Dort holte uns Dado pünktlich mit dem Bus ab.
Paar Minuten später waren wir wieder in unserem Hotel.
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Jeder hatte jetzt Zeit für sich.
Die meisten gingen runter zum Strand.
Die Einen badeten im Meer, die anderen genossen ein Bier oder Eiscafé in der Strandbar.
So entspannte sich jeder auf seine Art bis zum Abendessen.
***
Nach dem Abendessen trafen wir uns in der Manouribar, die sich einen Stock höher über unserem Speisesaal befindet.
Dort saßen wir noch in gemütlicher Runde mit Blick auf das Meer zusammen.
Aber irgendwann wurde unser Kreis immer kleiner.
Als nur noch Werner, Günter, Robert und Norbert anwesend waren, wollte ich etwas testen …
***
Zuhause hatte ich eine verrückte Idee gehabt …
Ich hatte für (fast) alle Gäste ein Lied mit Ihrem Namen runtergeladen und in einer Playlist gespeichert.
Ich spielte das erste Lied an – wir lachten und sangen mit.
Es folgte Lied auf Lied und wir lachten. Günter meinte noch, mit seinem Namen gibt es kein Lied …
Aber da schmetterte Vicky Leandros schon:
Günter gestehe, da steckt was dahinter, sag mir die Wahrheit, wer ist diese Frau …
Wir klopften uns lachend auf die Oberschenkel bis die Tränen flossen und Günter schaute ganz verdattert.
So wechselte ich die Lieder und spielte auch nur noch die Namen an.
Selten haben wir so viel gelacht wie in dieser Nacht und Günter flehte mich an: ´´Hör auf, ich kann nicht mehr ´´…
Der Test war gelungen und bald würde ich es im Bus spielen.
***
Es war weit nach Mitternacht als wir ins Bett gingen.
.

Trotz der sehr kurzen Nacht meldete sich meine innere Uhr.
Ich ging auf den Balkon und sah einen wolkenfreien Himmel.
Zufrieden ging ich ins Bad, denn heute startete unsere Drehortetour in Bosnien Herzegowina.
Das Frühstück nahmen wir wieder auf unserer Panoramaterrasse ein.
Unsere Vorfreude auf das neue Abenteuer war groß …
… und wir bekamen es schneller als wir dachten.
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Dado fuhr mit dem Bus runter bis zur Rezeption und wir stiegen ein.
Pünktlich um 8:30 fuhren wir los.
Es ging an der Küstenstraße entlang in Richtung Dubrovnik und dann bogen wir bei Čibača ins Landesinnere ab.
Bis zur Grenze hatten wir nur 10km zu fahren.
Unten von der Küstenstraße sah man schon oben in den Bergen die Grenzgebäude in der Morgensonne leuchten.
Nach 20 Minuten Fahrzeit waren wir am Schlagbaum.
Wir hatten Glück und waren das einzige Fahrzeug.
Während der Fahrt hatte ich schon unsere Ausweise eingesammelt.
Dies würde ich noch 7 mal im Laufe unserer Bosnienzeit machen.
Heute waren wir zum ersten Mal komplett, also dürfte es mit unserer Datenmappe keine Probleme geben.
Dado nahm die Mappe und unsere Ausweise. Er ging zum ersten Häuschen und zeigte die Mappe.
Dort bekam er die Erlaubnis zum zweiten Häuschen zu gehen.
Unsere Mappe wurde ausführlich studiert … und studiert … und studiert …
Dado hatte schon zwei Zigaretten geraucht und wartete …
Schließlich nahm der Zöllner die Ausweise in die Hand und sortierte diese nach Reisepässen und Personalausweisen.
Danach nahm er die Ausweise aus Ihren Hüllen, falls vorhanden.
Nun wurden alle Ausweise eingelesen.
Danach gab es wieder eine Gesprächsrunde mit Dado.
Endlich wurden die Reisepässe gestempelt.
Dado drückte seine vierte Zigarette aus, nahm die Ausweise und die Mappe.
Obwohl wir nur der einzige Bus waren, hatten wir über eine Stunde gewartet.
Wir hofften, dass man uns morgen wieder erkennt und es dann etwas schneller geht.
Hoffen kann man ja, aber dies war schon eine ´´schnelle´´ Grenzkontrolle.
Hier ticken die Uhren anders – ganz anders, dass sollten wir heute noch erleben.
*************
Gleich nach der Grenze war unser erstes Ziel – die Westernstadt Ivanica.
Zwischen dem Schlagbaum und der Westernstadt lagen gerade 700m.
Diese Filmlocation wurde 1968 für ´´Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten´´ genutzt.
***
Als wir hier im Winter waren, war dies unser schlimmster Drehort.
Bei Nieselregen versuchten wir den Standort der Westernstadt zu bestimmen.
Der Regen wurde immer heftiger und dazu kam auch noch ein kräftiger Wind.
Auf der Ebene steht etwas erhöht eine große Pinie, die uns etwas Schutz bot.

Der Regen flog waagrecht und das Wasser floss uns am Kragen rein und suchte sich seinen Weg zu den Knöcheln.
Brrr …

Da fragt man sich, warum tut man dies? Es gibt auch schönere Hobbies – surfen in Hawaii.
Beim Rückweg, war uns der Weg versperrt – die Wiese stand knöchelhoch unter Wasser.

***
Wir stiegen aus dem Bus aus und die Sonne brannte gnadenlos auf uns.
Der Himmel war strahlend blau und Werner sagte zu mir: ´´Dies ist die Entschädigung für den Winter.´´
Von der Straße aus konnten wir ´´unsere Pinie´´ sehen.

Wir gingen die kleine Böschung hinunter auf die Ebene und suchten uns zwischen den Sträuchern unseren Weg.

Es gab immer mal paar kleine Wiesenflecken die mit Steinen und Felsplatten bedeckt waren.
Aber in der Mitte gab es eine größere längliche schmale Wiese – ohne Steine.
Hier konnte man gut reiten. Wir standen auf der Mainstreet von der Westernstadt.

Ich hatte im Internet ein Foto aus der damaligen Zeit gefunden. Es zeigt das ganze Panorama.

Wir wollten zu diesem Kamerastandpunkt, da man von dort eine wunderschöne Aussicht auf das Tal hat.
Wir suchten uns einen Weg durch das Gestrüpp.
Spinnweben und stachlige Sträucher waren unsere Begleiter.
Es ging Stück für Stück bergauf und wir schwitzten.
Ein Teil von uns blieb im Bereich der Pinie und der Mainstreet.

Die anderen Gäste schlossen sich Werner und mir an.
Weiter oben am Hang verlief früher die Dalmatinerbahn, diese war unser Ziel.
Endlich hatten wir den Bahndamm erreicht. Wir standen auf dem Schotterbett, aber die Schienen waren im Laufe der Zeit abgebaut worden.

Auf dem Bahndamm gingen wir in Richtung Meer, bis wir den Standpunkt des Fotografen von damals hatten.

Mit etwas Phantasie sah man unten in der Ebene die Westernstadt, in der Karin, Lex und Rik damals Ihren Einsatz hatten …
Überall summte und brummte es, da die Insekten von den vielen blühenden Blumen angezogen wurden.
Wir gingen langsam zurück zur Pinie – denn in diesem kleinen Tal staute sich die Hitze.
Einige waren schon zum Bus gegangen – von dort hörten wir laute, aufgebrachte Stimmen.
Als wir auch am Bus ankamen hörten wir den Grund.

Hier gab es Zecken ohne Ende. Aber nicht unsere kleinen einheimischen Zecken, sondern die erbsengroßen Mittelmeerzecken.
Die Mittelmeerzecke auch Hyalomma-Zecke genannt, hat einen dunklen erbsengroßen Körper mit gestreiften Beinen.
Jeder suchte sich ab und man schaute sich auch gegenseitig an.
Diese Biester versteckten sich überall, in den Haaren, an den Socken, an der Oberbekleidung, an der Unterwäsche und auch darunter.
Die meisten Zecken waren allerdings in den Socken und Schuhen.
Wir standen mitten auf der Straße um den Bus herum.
Überall lagen Schuhe, Socken, Kleider und teilweise auch Unterwäsche.
Das war nicht der Augenblick um irgendwelche Blicke auf andere Reiseteilnehmer zu werfen.
Wenn allerdings ein Außenstehender diese Szene beobachtet hätte …
Ich hatte drei Stück und eine wollte gerade unter den Bund meiner Unterhose.
An den Beinen sind so kleine Widerhaken und man muss schon sehr kräftig an der Zecke ziehen, damit man sie abbekommt.
Da ist es mit ein bisschen schütteln nicht getan.
Unseren Werner mochten sie am liebsten – er hatte 18 Zecken!!!
In all dem Trubel behielt unsere Moni die Ruhe und fotografierte eine Zecke, die an Ihr rumkrabbelte.

Nachdem wir uns wieder angezogen hatten, verließen wir diesen ´´tierreichen´´ Ort.
*************
Wir fuhren zurück in Richtung Grenze und bogen dann links in Richtung Trebinje ab.
***
Bosnien Herzegowina wird in mehrere Regionen gegliedert.
Bisher waren wir in der ´´Föderation Bosnien-Herzegowina´´, in der auch Mostar liegt.
Nun kamen wir in die ´´Republika Srpska´´, in der unsere Drehorte für die nächsten vier Tage lagen.

Die Republika Srpska ist mehrheitlich von bosnischen Serben bewohnt.
Gelegentlich kommt es zu Spannungen mit politischem, religiösem oder ethnischem Hintergrund.
***
Ungefähr einen Kilometer vor Trebinje bogen wir rechts in das Zupci-Tal ab, in dem mehrere Drehorte liegen.
Unser nächster Drehort war der Folterbaum von Dr. Sternau, an dem er festgebunden war.
Oberhalb des Drehortes ist eine Parkbucht, von wo man einen schönen Blick auf das Tal hätte …
***
Als wir im Winter an dieser Stelle parkten, waren wir sprachlos, was wir sahen.
Wir sahen nur Müll und Abfall wo man auch hinsah.
Es war keine wilde Müllkippe, sondern hier wurde offiziell der Müll ´´verarbeitet´´.
Alles was man verbrennen konnte wurde angezündet. So kokelten unzählige Feuernester vor sich hin.
Es rauchte, es roch nach Qualm und stinkigem Müll.
Es gab eine kleine Straße für das Personal nach unten.
Wir fuhren diese Straße hinunter – rechts und links der (qualmende) Müll.

Wir stiegen aus und sahen jetzt erst richtig die Müllmenge.
Vor uns war ein halb verfallenes Wachhäuschen. Aus den zerschlagenen Fenstern schauten zwei Hunde auf uns.

Es waren vier Augen, die traurig, leblos, ohne funkeln, ohne Freude, depressiv auf uns blickten.
Sie bellten nicht, sie bettelten nicht, sie wedelten nicht mit dem Schwanz, sie schauten nur mit einem leeren Blick auf das stinkige Chaos …
Von hier unten sah man, dass schon einige Schluchten mit Müll aufgefüllt waren, denn es war eine große plane Fläche entstanden.
Eine Stelle sah dem Folterbaum sehr ähnlich. Wir machten ein Foto und verließen dann diesen trostlosen Ort.

Aber nach der nächsten Kurve kam erst das wahre Müllausmaß zu Vorschein.
Auf einer gigantischen Fläche war eine gelbe Raupe, die die Größe einer Ameise hatte und den Müll verteilte.

Daneben war eine riesige schwarze Fläche – es waren tausende alter Autoreifen.
Sarkastisch könnte man auch von Mülltrennung sprechen!
***
Als wir jetzt mit der Reisegruppe ankamen, parkten wir an der besagten Parkbucht und stiegen aus.
Sofort rochen wir den Müll, der jetzt in der Hitze noch stärker seinen Duft verströmte.
Dazu qualmten die unzähligen Feuerchen.

Ich überließ den Gästen die Entscheidung, ob wir runter in den Müll gehen sollten.
Aber selbst die Lex-Fans verspürten keine Lust.

Von Robert erfuhren wir, dass der Drehort nochmals ein Stück tiefer von unserer gedachten Winterstelle war.

So haben wir weder im Winter, noch mit der Reisegruppe überprüft, ob der Drehort Folterbaum schon im Müll verschwunden ist.
*************
Nachdem einige Gäste im Bus noch Zecken bei sich gefunden hatten und eine am Teppich rumkrabbelte, änderte ich kurzfristig das Programm.
Meine Entscheidung war, an allen Drehorten im Zupci-Tal vorbeizufahren und in Grab eine Pause zu machen.
Dort gibt es das ´´Restoran Konoba Bendiš´´, wo wir uns und auch den Bus nochmals in Ruhe absuchen konnten.
***
Bei meiner Reiseplanung hatte ich folgendes auf der Hompage der Konoba gelesen:
Konoba Bendiš, gelegen im charmanten Dorf Grab,
bietet ein wunderbares kulinarisches Erlebnis, das die reichen Traditionen der Region zur Schau stellt.
Dieses gemütliche Restaurant ist bekannt für sein warmes Ambiente und eine Speisekarte mit einer Vielzahl von lokalen Gerichten,
die aus frischen, hochwertigen Zutaten zubereitet werden.
Ob Sie eine Mahlzeit in entspannter Atmosphäre genießen oder eine Takeaway-Option suchen,
um zu Hause zu schlemmen, Konoba Bendiš bietet exzellenten Service, um Ihre Bedürfnisse zu erfüllen.
Mit seinem freundlichen Personal und der einladenden Atmosphäre ist es der perfekte Ort für Einheimische und Touristen,
um sich zu versammeln und authentische Aromen zu genießen.
*
Als wir im Winter hier waren, wollte ich mich erkundigen, ob ich mit der Gruppe im Sommer kommen kann.
Ich stieg aus dem Auto und ging zu den Häusern.
Dort sah ich mehrere große Tische, die überdacht waren. Der Platz würde locker für uns reichen.
Von hier hatte man einen wunderschönen Blick auf die Zupci-Ebebe – also die perfekte Location.

Da kam eine Frau um die Hausecke und ich sprach sie an.
Ich fragte in Englisch, aber sie schaute mich großen Augen an. Ich probierte es in Deutsch – vergeblich.
Sie deutete mir zu warten und kam mit einer zweiten Frau zurück.
Ich fragte erneut in Englisch und Deutsch – vergeblich und jetzt sahen mich vier Augen fragend an.
Eine rannte ins Haus und kam mit einer dritten Frau zurück.
Ich fragte erneut in Englisch und Deutsch – vergeblich und jetzt sahen mich sechs Augen fragend an.
Da kam aus dem Haus eine weitere Frau. Jetzt sprachen alle Frauen laut und aufgeregt miteinander.
Ich fragte erneut in Englisch und Deutsch – vergeblich und jetzt sahen mich acht Augen fragend an.
Die letzte Frau deutete auf das Haus. Also ging ich zu besagtem Haus und trat ein.
An den Tischen saßen Männer, die rauchten und tranken.
Im offenen Kamin loderte ein großes Feuer, das eine angenehme Wärme im Raum ausstrahlte.
Hinter der Theke stand eine Frau, die mir zunickte.
Ich war im Begriff meine Frage zu stellen, als sie sich umdrehte und im Nebenraum verschwand.
Sie kam mit einem Mann zurück, der etwas Englisch verstand, weil er mehrere Jahre in Dubrovnik als Kellner gearbeitet hatte.
Die Frau sah mich die ganze Zeit lächelnd und stolz an, weil sie mir weitergeholfen hatte.
Ich fragte den Mann, ob ich hier mit meiner Gruppe im Juni einkehren könnte.
Er antworte mir, dass dies nur der Manager entscheiden könne.
Er griff zum Hörer und rief den Manager an.
Die Antwort war kurz: ´´NO SERVICE!´´
Ich fragte nochmals nach. Vielleicht hatte er etwas falsch verstanden – oder ich?
Die Antwort war: ´´NO SERVICE!´´
Ich fragte, ob wir wenigstens etwas zu trinken bestellen könnten.
Die Antwort war: ´´NO SERVICE!´´
Ich bedankte mich und ging hinaus.
Es ging mir nicht in den Kopf. Da gibt es ein schönes Lokal und hat Platz, aber man will kein Geschäft mit einer Reisegruppe machen.
Während ich in Gedanken zum Auto ging, hörte ich den Mann mich rufen.
Er kam zu mir und sagte in ungefähr fünf Kilometer Entfernung gibt es eine schöne Konoba mit guter Küche.
Er empfahl mir die Konkurrenz – völlig verrückt.
Sir David Lindsay hätte gesagt: ´´Herrlich dieses Abenteuer!´´
Ich ging zu meinen Freunden Simon und Werner ins Auto und erzählte Ihnen das Erlebte.
Sie lachten nur und machten Ihre Späße über meine Englischkenntnisse …
***
Wir fuhren mit dem Bus auf den Parkplatz. Ich nahm Roman als Dolmetscher mit.

Alle Tische waren mit roten Tischdecken und kleineren weißen Decken gedeckt. Auf den Tischen standen Blumen und Gewürzstreuer.
Es sah gemütlich und einladend aus, aber die Idylle wurde schlagartig beendet.
Ein Mann kam auf uns rufend zu: ´´NO SERVICE!´´
Roman sprach Ihn in seiner Muttersprache an …
Er fuchtelte mit den Armen und schrie: ´´NO SERVICE!´´
Ich zog Roman am Arm, es hatte keinen Sinn. Man wollte uns nicht – aber warum?
Wir gingen zum Bus zurück und in unseren Ohren hallte immer noch: ´´NO SERVICE!´´
Im Bus dachte man erst an einen Witz, aber als Dado den Bus startete und losfuhr war allen klar, hier gab es keinen Service!
***
Wir fuhren ungefähr sechs Kilometer in Richtung Trebinje zurück und hielten beim Örtchen Tuli.
Dort befand sich die ´´Kononba Stara Hercegovina´´, die mir im Winter empfohlen worden war.
Es war offen, die Tische waren gedeckt.
Aber auch hier wollte man uns nicht haben.
Nur durch das Verhandlungsgeschick von Dado kam es zu einem Kompromiss.
Wir konnten nur Wasser und Bier bestellen, aber kein Essen.

Wir stimmten zu, Hauptsache wir konnten uns in Ruhe nach Zecken absuchen.
Der Andrang an den Toiletten war mir zu groß.
Ich hatte auf dem Feld nebenan bei der Herfahrt ein kleines offenes gemauertes Pumpenhäuschen gesehen.
Dort ging ich hin und konnte mich in aller Ruhe nach Zecken absuchen. Ich fand keine mehr.
So ging ich zurück und konnte in aller Ruhe mein kühles Bier trinken.

Langsam wurde der Wirt freundlicher, aber es blieb bei den Getränken.
Wir saßen in der überdachten Sommeranlage und dann zeigte er uns seine Anlage für die kühlere Jahreszeit.
So etwas hatten wir noch nicht gesehen. Die Konoba war um einen alten Baum herumgebaut worden.

Langsam drängte ich zum Aufbruch. Aber zuvor wurde der Bus nochmals gründlich kontrolliert.
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Wir fuhren einen Kilometer in Richtung Grab und bogen dann links in einen Feldweg ein.
Nach ein paar Metern hatten wir unseren nächsten Drehort erreicht.
Es war die Zisterne aus ´´Die Pyramide des Sonnengottes´´, wo Verdoja (Rik Battaglia) auf den Grafen Alfonso (Gérard Barray) trifft.

Jetzt war das Gras so hoch, dass man leicht daran vorbeifährt. Im Winter hatte man die Zisterne sofort gesehen.
Im Laufe der Zeit ist die äußere Mauer verschwunden. Nur noch die innere Mauer ist vorhanden.
Es gibt kein Warnschild, dass hier ein ´´Loch´´ ist. Wer hier reinfällt, egal ob Mensch oder Tier hat ein Problem.

Die Zisterne liegt in einer ruhigen Waldlichtung.
Im Winter konnten wir durch den laublosen Wald die Berge sehen und so die Kamerastandpunkte bestimmen.

Jetzt blühte die Wiese und die Bäume bildeten eine grüne Blätterwand, die den Blick auf die Berge versperrte.

*************
Von der Zisterne war es nur ein Katzensprung (1,5km) zu unserem nächsten Drehort.
Es war die Wagenfolter mit Adam aus ´´Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten´´.
Rechts von der Hauptstrasse ging eine kleine Straße zu paar Häusern, wo unser Bus parken konnte.
Wir aber gingen links von der Hauptstraße in einen schmalen Feldweg.
Diesem folgten wir ungefähr 400m. Dann standen wir mitten auf der runden Lichtung.

Hier wurde 1968 die Wagenfolter mit Adam (Mirko Kraljev) gedreht.
Kurz nach unserer Reise am 22.07.2025 starb er mit 87 Jahren. 2018 war er zu Gast bei unserem Goldenen Jubiläums-Event.

Überall wächst alles zu. Aber warum diese kreisförmige Fläche nach 57 Jahren immer noch so frei ist, ist schon verwunderlich.

Wolfram stellte den umgestürzten Planwagen nach.

Old Shatterhand (Helmut) und Winnetou (Ulrich) beobachten die Lage.

*************
Das war für heute unser letzter Drehort. Für den restlichen Nachmittag hatte ich die Zeit für Trebinje eingeplant.
Wir fuhren nur 800m weiter, dann hielten wir.
Auf der Hinfahrt hatten wir zahlreiche Bienenstöcke gesehen und einige Gäste wollten frischen Honig kaufen.

Der Imker winkte uns schon von weitem zu.

In seinem Haus bot er uns verschiedene Honigsorten, Weine und Schnäpse an.
Er machte an diesem Tag ein gutes Geschäft und manch einer fühlte sich wie ein Bär, der ausreichend vom Honig genascht hatte.

Danach fuhren wir nach Trebinje.
*************
Trebinje liegt an den Ufern der Trebišnjica und ist umrahmt von 1000 m hohen Bergen. Ringsum auf den Gipfeln sieht man viele Befestigungen.
Eine davon ist die Festung Kravica, an der 1965 die Dreharbeiten zu ´´Der Schatz der Azteken´´ stattfanden.

Trebinje blickt auf eine lange Geschichte zurück.
An den Hängen der kahlen Berge wird viel Wein angebaut. Es ist eines der bekanntesten Weinbaugebiete.
Ich wollte den Gästen zuerst einen Überblick über dieses beschauliche Städtchen mit seinen 30.000 Einwohnern geben.
Bei meinem Nachtspaziergang an meinem Geburtstag hatte ich ein hell beleuchtetes Gebäude oberhalb der Stadt gesehen.

Es war das serbisch-orthodoxe Kloster Hercegovačka Gračanica.
Von dort sollte unsere Besichtigungstour beginnen.
Von dem Klosterberg Crkvina hat man einen wunderschönen Blick auf die Stadt, den Fluss, die Berge und auf die alte Arslanagić-Brücke.

Zuerst genossen wir diesen Ausblick – in der Ferne sah man schon das Popovo Polje, wo unsere morgige Tour hinging.

Anschließend besichtigten wir das Kloster von außen …

… und von innen.

Einige nutzten auch die Zeit und setzten sich in ein Lokal.

Wir warteten auf Dado und dann fuhr er uns in die Stadt.

Er setzte uns vor den Toren der Altstadt am Stadtpark ab.
Von dort gingen wir zum weitläufigen Freiheitsplatz (Trg Slobode).
Dieser ist umgeben von gigantischen 100 jährigen Plantanen, in deren Schatten Einheimische und Urlauber Ihren Kaffee genießen.

Unter diesen mächtigen ausladenden Kronen hatte man das Gefühl in einer natürlichen Kathedrale zu sitzen.
Hier splittete sich unsere Gruppe auf.
Einige erkundeten die Altstadt mit Ihren Moscheen.

Ein paar Gäste gingen shoppen im nahe liegenden Markt.

Manche genossen einen Kaffee in der Altstadt.

Einige nutzten die Zeit auch zu einem Spaziergang am Fluss Trebišnjica zur mittelalterliche Steinbogenbrücke Arslanagić.

Aber kommen wir nochmals zum Plantanenplatz zurück, wo einige von uns folgendes erlebten.
Wir saßen in einer größeren Gruppe mitten unter den riesigen Bäumen, genossen den Schatten und unser Getränk.


Plötzlich erschien am anderen Ende des Platzes eine junge Frau.
Sie trug ein rosafarbenes enganliegendes knöchellanges Kleid, dass Ihre Figur betonte. Unter dem Arm hatte sie ein Tablet.
Sie ging über den Platz und kam auf uns zu.
Besser gesagt sie schritt über den Platz wie ein Fotomodell und dieser war ihr Catwalk.
Wir Männer hatten sie sofort erblickt – unsere Frauen aber auch.
Es waren fast alle Tische frei, aber sie setzte sich neben uns …
Sie saß direkt in meinem Blickfeld.

Sie hatte sich einen Kaffee bestellt, tippte (scheinbar) im Tablet und wippte mit dem Fuß.
Als sich unsere Blicke trafen, warf sie mit beiden Händen Ihre Haare in den Nacken und lächelte.
Wir unterhielten uns weiter, machten aber auch Sprüche über unsere Nachbarin.
Als sie erneut die Haare in den Rücken warf, sagte eine Begleiterin von uns, wir sollen diese schwärmerischen Blicke lassen.
Dies entfachte eine heftige Diskussion. Anscheinend hatte sich hier etwas angestaut …
Jahrelang haben wir wortlos die Schwärmereien und Anhimmelei über Lex ertragen.
Jetzt wo wir EINMAL von einer Frau schwärmten wurden wir gleich angegriffen.
Irgendwann hatten sich jedoch die Gemüter wieder beruhigt und wir mussten allmählich zum Bus zurück.
Wolfram aber ging zu der jungen Frau, sprach sie an und fragte, ob er sie fotografieren dürfe.

Er durfte, aber sie sagte Ihm in fließendem Deutsch, dass sie unsere Unterhaltung verstanden hatte …
Für uns Männer bleibt sie als ´´Miss Trebinje´´ in Erinnerung.
*************
Wir gingen zum vereinbarten Treffpunkt und fuhren los in Richtung Grenze.
Zuvor aber mussten wir nochmals nach Ivanica, da Marion bei unserem ´´Massenstriptease´´ Ihr Handy verloren hatte.
Ich ging mit Marion zu Ihrer Stelle und tatsächlich lag dort noch Ihr Handy. Vor lauter Freude viel sie mir um den Hals.
Nun aber ging es endgültig zur Grenze.
***
Wir warteten mal wieder …
Jetzt war die Zeit gekommen, mal Stimmung in die Bude zu bringen und um die Wartezeit zu verkürzen.
Ich spielte das erste Lied an: Michaela
Danach folgte Monika, Angela, Corinna, Renate, Marlies.
Dazwischen hatten auch Günter, Werner, Luc, Norbert, Klaus und Uli Ihr Lied.
Es wurde gesungen und gelacht …
Dann aber kamen die etwas spezielleren Lieder.
Ich spielte ´´Prinzessin Annika´´ und machte Aneka so glücklich, dass sie durch den ganzen Bus auf und ab tanzte.
Danach kam Robert zu seinem Einsatz als, ´´Robert der Roboter´´ …
Aber auch Marion kam zum Zug und Mike Krüger sang von Ihr ´´Im Waschsalon´´ …
Schließlich bekam auch Tanja Ihren Song mit ´´Meine Freundin Tanja trinkt so gern Champagner …´´

Als ich da drauf nochmals Vicky Leandros spielte mit ´´ Günter gestehe …´´ hatten wir alle Tränen in den Augen vor lauter lachen.
So hatten wir die Zeit gut überbrückt und konnten nach Kroatien einreisen.
Wir sahen schon das Meer und die Abendsonne strahlte die Berge an.

Ein paar Minuten später waren wir in unserem Hotel und freuten uns schon auf das Abendessen.
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Nach dem Abendessen trafen wir uns in der Manouribar.
Dort hatte Wolfram eine besondere Überraschung für uns.
Er hatte für jeden Gast etwas gebastelt.

Es war eine ´´Kette´´ mit drei Holzscheiben, auf denen Marie, Pierre und Lex abgebildet waren.
Diese Scheiben waren mit Perlen, Lederfransen und Federn verziert.

Das war fast schon Fließbandarbeit …
Danach ging es mit der Verteilung weiter.
Allen Gästen überreichte ich das Winnetou-T-Shirt, das sie bestellt hatten.

Anschließend bekamen die Gäste auch Ihre bestellten Fest-Tassen von mir überreicht.

Wir saßen noch in gemütlicher Runde zusammen.

Langsam gingen immer mehr Gäste ins Bett und wir waren nur noch ein kleiner Kreis.
Um Mitternacht gingen wir dann schlafen …
.

Es war mal wieder eine sehr kurze Nacht für mich gewesen.
Um 5 Uhr klingelte der Wecker …
Wir hatten jetzt alle eine schöne große Tasse, also musste ja auch was rein.
Ich wollte meinen Gästen für den heutigen Tag Kaffee kochen.
Für unsere Reise hatte ich mir extra eine 5l Pump-Thermoskanne gekauft.

Einige Tage später kaufte ich auch noch eine Kanne für die Teetrinker.
Ich hatte alles mit: Kaffeemaschine, Kaffeepulver, Filter, Milch, Zucker, Löffelchen, verschiedene Teesorten usw.
Da ich kein Kaffee-Experte bin und auch sonst keinen Kaffee koche, war ich doch nervös, ob alles klappt und der Kaffee auch schmeckt.
Zuerst kochte ich mehrmals das heiße Teewasser bis die Kanne voll war.
Anschließend kochte ich in mehreren Vorgängen den Kaffee, bis ich 5l gekocht hatte.
Das bedeutete in dem kleinen Zimmer alles zu organisieren – wie Filterwechsel, Kaffeesatz wegschmeißen usw.
Dies nahm doch einige Zeit in Anspruch.
Abends hatte ich mir noch den Plakatrahmen vom Bus geholt und jetzt fügte ich noch das Old Shatterhand-Plakat hinein.
Außerdem wollte ich nochmals die Soldatenuniform probieren, ob jetzt alle Knöpfe zugingen.
Zuhause hatte es nicht geklappt, aber vielleicht hatte ich etwas abgenommen.
Die Hose war kein Problem und nun kam die Jacke.
Goldknopf für Goldknopf konnte ich die Jacke zuknöpfen, aber einmal zu tief geatmet – da war es passiert!
Der mittlere Knopf riss ab und fiel zu Boden …
Nein, das konnte doch nicht wahr sein! Ich ärgerte mich über mich selbst, dass ich es probiert hatte.
Nähzeug hatte ich keines mit, da ich mein Winnetoukostüm nicht mit hatte.
Es war jetzt auch schon Zeit zum Frühstücken zu gehen.
***
Beim Frühstück fragte ich alle Frauen, ob sie Nähzeug mithätten.
Nach dem Frühstück halfen mir Werner und Moni all meine Sachen in die Lobby zu tragen.
Es gab einiges zu tragen, wie die Kaffee- und Teesachen, das Plakat, die Kostümsachen usw.
Als Dado mit dem Bus kam, verstauten wir alles sicher im Frachtraum.

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Judith kam zu mir und sagte, dass sie Nähzeug habe. Ich freute mich sehr darüber.
Aber eigentlich hatte ich jetzt nicht die Ruhe um einen Knopf anzunähen. Wahrscheinlich hat man mir dies angesehen.
Denn Judith, mein Engel bot sich an, den Knopf anzunähen. Was für ein Glück für mich!
Dann ging es los in Richtung Grenze … the same procedure as yesterday … Pässe einsammeln und warten …
Als wir die Grenze überquerten war der Knopf schon angenäht und ich bedankte mich erleichtert mit einem dicken Bussi! Vielen lieben Dank nochmals!!!
*************
Die Fahrt ging zuerst nach Trebinje und dann bogen wir links in das Popovo Polje, einem ungefähr 60km langen Tal.

Durch das Tal fließt mit 93,8km der längste Karstfluss Europas – die Trebišnjica.
In diesem Tal drehte die CCC-Film (Artur Brauner) viele Szenen für folgende Spielfilme:
1963: Old Shatterhand
1964: Schatz der Azteken
1964: Die Pyramide des Sonnengottes
1968: Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten
Wir fuhren die ganze Zeit parallel zur Trebišnjica bis nach Dračevo (34km).
Zu Filmzeiten floss die Trebišnjica noch in Ihrem natürlichen Flussbett und wurde 1979 auf einer Länge von 67km kanalisiert.
Dies verhindert Überschwemmungen, die teilweise bis zu 40m hoch waren und bis zu 253 Tage andauerten.
Ungefähr drei Kilometer hinter Dračevo war unser erster Drehort aus Old Shatterhand.
Es ist der Platz, wo sich die Apachen versammeln und Winnetou den Pfeil zerbricht.
***
Im Winter hatten wir es nicht mehr geschafft diesen Drehort aufzusuchen, da es schon früh dunkel wurde.

Außerdem kam uns ´´etwas´´ dazwischen …
Wir wollten gerade noch das letzte Tageslicht nutzen und waren im Begriff (17:30) uns auf die Suche zu machen.
Auf der einen Straßenseite sind Weinberge, auf der anderen Seite nur Wiese.
Wir sahen auf der Schotterstraße einen uralten klapprigen roten Einser Golf direkt auf uns zukommen.
Er hatte keine Lichter und Blinker mehr – wahrscheinlich fehlte noch viel mehr …
Hinter dem Steuer saß ein großer Mann mit einem dichten schwarzen Vollbart.
Er hatte das Fenster unten und hatte eine schwarze Uniform an. Auf dem Ärmel war ein Wappen mit Security.
Ich begrüßte Ihn mit dobra vecer (Guten Abend). Er antwortete uns, aber wir verstanden Ihn nicht.
Wir zuckten mit den Schultern.
Ich fragte Ihn, ob er Englisch spricht. A little bit war seine Antwort und er grinste so breit, dass seine Zähne sichtbar wurden.
Ich sagte wir seien Njemacki (Deutsche) und fragte, ob er auch njemacki spricht, aber da lachte er nur und schüttelte den Kopf.
Mit erhobenem Zeigefinger sagte er freundlich aber doch bestimmend: ´´No sleeping!´´
Wir schauten uns verwundert an.
Sahen wir so aus, dass wir ohne Zelt, ohne Schlafsack, ohne Decke am 28.02.2025 nachts im Weinberg schlafen wollten?
Mitten im Winter?
Noch dazu an meinem Geburtstag???
Sein Englisch war wirklich a little bit und so deutete ich Ihm, dass wir nur fotografieren wollen.
Er sah uns erstaunt an.
Ich wiederholte, no sleeping only foto.
In solchen Situationen hilft eigentlich immer das magische Wort ´´Vinnetua´´ weiter – diesmal aber leider nicht.
Wir holten die Screenshotmappe und zeigten Ihm die Bilder, wo wir hinwollten.
Ich deutete auf Winnetou und sagte Vinnetua. Er sah mich scharf musternd an und begrüßte mich mit Vinnetua.
Nein, ich bin nicht Vinnetua.
Simon und Werner schmunzelten schon.
Ich versuchte Ihm zu erklären, dass dies Filmfotos seien.
Da strahlte er und fragte: You are Americanski?
Was sollte ich da noch sagen …
Er deutete auf das Foto mit Winnetou und sah mich an und sagte bestimmend:
You are Vinnetua! You are Amercanski! You are good friend!
Ich gab auf und bestätigte, dass ich Americanski sei und mein Name wäre Vinnetua.
Wir gaben uns die Arme wie einst Winnetou und Old Shatterhand und dann fuhr mein neuer Freund in die dunkle Nacht.
Wir lachten, wie kam er nur auf die Idee, dass wir hier schlafen wollten.
Simon und Werner lachten mal wieder über meine Unterhaltung mit Einheimischen.
Aber ich entgegnete Ihnen:
Er hat erkannt, dass ich Amerikaner bin und mein Name Vinnetua sei.
Das hatte bis jetzt noch niemand geschafft!
***
Da es schon sehr warm war, sagte ich zu den Gästen, dass sie am Bus im Schatten der Bäume warten sollten.
Ich würde mit einigen Gästen, die schon mal hier waren, zuerst die Stelle suchen.
Dann würden wir sie holen. So zogen wir raus in die Prärie, um paar Steine teilweise im hüfthohen Gras zu suchen.
Wir splitteten uns auf und durchkämmten das Gras. Teilweise waren wir 100m auseinander.

Werner und ich suchten sogar auf der anderen Seite von einem ausgetrockneten Flussbett.

dort geht es hin! ne, dort hin! ach was, dort ist es!
Es verging doch einige Zeit, bis wir fündig wurden.
Im Laufe der Jahre wuchsen einige Büsche bei den Steinen. Aber noch waren diese gut sichtbar.

Nun kamen auch die übrigen Gäste um den ersten Drehort zu besichtigen, wo Winnetou einst den Angriffsbefehl gab.

***
Danach ging es zurück zum Bus und wir fuhren einige Meter auf einem Feldweg durch die Weinfelder in Richtung Fluss.
An jener Stelle ritten damals die Apachen noch durch die natürlich fließende Trebišnjica.

Heutzutage ist das Bachbett betoniert und das Ufer ist stark zugewachsen.
Deshalb gingen wir auf eine Brücke, die gleich neben der Filmstelle ist und einen wunderbaren Blick auf die Szenerie ermöglicht.

***
Danach fuhren wir zum Höhepunkt des heutigen Tages – das Fort Grant aus Old Shatterhand.
Wir fuhren zum Ortsanfang von Dračevo, wo sich eine Art Rampe befindet.
Dieser schmale Feldweg führt auf die große Prärie.
Diese Rampe wurde zu Filmzeiten angelegt, um die Baumstämme für das Fort auf die Ebene zu bringen.
Ich hatte einige Sachen zu tragen und die Gäste waren so hilfsbereit, mir dabei zu helfen.
Es war genau Mittagszeit, als wir uns auf den Weg machten. Die Sonne brannte erbarmungslos auf uns nieder.
Ich ging vorneweg die Rampe runter. Rechts und links raschelte es im Gebüsch …
Im Gegenlicht sah ich so manches Spinnennetz nicht und hatte die ganze klebrige Pracht im Gesicht.
Als wir unten ankamen, staunten Werner und ich, wie hoch das Gras war.
Es war kein Vergleich zum Winter. Die Sträucher bildeten jetzt mit Ihren Blättern eine grüne undurchsichtige Wand.

Wir erkannten nichts mehr auf der Wiese und konnten uns nur an den Bergen orientieren.
Wir mussten als Gruppe zusammenbleiben, denn die Sträucher und das Gras ´´verschluckten´´ schnell einen Gast.

Vor uns war wieder so eine Sträucherwand und wir wussten nicht, ob es besser ist rechts oder links zu gehen.
Wir entschieden uns für rechts und hinter der Sträucherwand kamen die ersten uns bekannten Steine zum Vorschein.
Ich ging jetzt mit den Gästen, die mir beim Tragen halfen etwas schneller.
Sofort hatte die Prärie die restliche Gruppe verschluckt. Aber wir hielten mit Rufen Kontakt.
Ich hatte die Stelle erkannt, wo wir hinwollten.
Sofort zog ich mich aus und schlüpfte in die blaue Soldatenuniform.
Da die Jacke doch etwas eng war, verzichtete ich auf ein T-Shirt und genoss den kratzigen Stoff direkt auf der Haut.
Rein in die Stiefel, Hut drauf und schnell den Revolver umgeschnallt. Mir lief schon das Wasser runter.
Dazu hatte ich noch das Filmplakat von Old Shatterhand in einem Posterrahmen mit.
Genau an dieser Stelle war nämlich das Filmplakat aufgenommen – allerdings seitenverkehrt.
So stand ich als Blaurock mit dem Filmplakat an der Stelle, wo einst das Fort Grant war.

Es war ein schönes Fotomotiv und vielen Dank an die Berliner-Freunde und an Wolfram, die mir die Requisiten zur Verfügung gestellt haben.
***
Im Winter erkennt man noch die Vertiefungen von den Palisaden. So konnten wir auch die Türme erkennen, die 4 x 4 Meter Seitenlänge hatten.
***
Einige wollten mit mir Fotos machen. Gerne kam ich dem Wunsch nach, aber ich merkte, wie ich unter der Uniform immer mehr schwitzte.


Schließlich hatten alle Ihre Fotos und ich wollte die Uniform ausziehen. Aber es ging nicht …
Wie eine zweite Haut klebte der Stoff auf mir und nur durch die Hilfe der Gäste war es mir möglich, da wieder rauszukommen.
Weit und breit war kein Schatten. Es war einigen Gästen jetzt doch zu heiß geworden und sie gingen zur Rampe zurück.
Die restliche Gruppe wollte noch zu den Felsen der Friedenskonferenz.
Die Betonung liegt auf ´´wollte´´.
Die Hitze, das hohe Gras, die stacheligen Sträucher, alles war gegen uns und wir mussten nach einiger Zeit kapitulieren.

So gingen wir ebenfalls zur Rampe zurück.
Roman hatte schon mit Dado telefoniert, der uns dann abholte.
Um uns von der Hitze zu erholen, fuhren wir zur Vinarija Andusic in Dračevo.

Wir gönnten uns dort alle eine Erfrischung, die die Lebensgeister wieder zurück brachte.

Dort kann man wunderschön im Schatten sitzen und hat einen einmaligen Blick auf die ganze Filmszenerie.

Jetzt wäre eine Siesta schön …

***
Nach unserer Mittagspause ging es wieder weiter in Richtung Trebinje.
Wir hatten noch 3 Drehorte auf dem Programm – das Wasserloch, Burker´s Ranch und Old Shatterhand trifft auf Sam.
Bei Mrkonjići bogen wir in die Ebene ab. Nach einigen Kurven mussten wir anhalten.
Von einem Baum hingen Efeu-Lianen, die wir auf die Seite zogen, damit der Bus weiterfahren konnte.
Nach einer weiteren Kurve kam allerdings das endgültige AUS.
Ein kleiner unscheinbarer Fels verengte so die Kurve, dass der Bus die Kurve nicht schaffte.
Einheimische kamen hinzu und boten Ihre Hilfe an.
Sie wollten uns zu den Drehorten mit Ihren Autos fahren.
Aber dies hätte zeitlich den Rahmen gesprengt. Außerdem hätte ich ja auch irgendwie die Leute entlohnen müssen.
Dado zeigte eine fahrerische Meisterleistung und fuhr die ganze Strecke bis zur Hauptstraße rückwärts zurück.
Ich war traurig und enttäuscht, dass uns der Weg versperrt war.
Aber die Gäste meinten, dann holen wir dies nächstes Jahr nach.
Dado versprach dann für diesen Tag einen kleineren Bus zu organisieren.
***
Eigentlich war ja die Kaffeepause auf Burker´s Ranch geplant. Jetzt musste ein neuer Plan her.
Dado hatte die Lösung. Kurz vor Trebinje liegt das Kloster ´´Tvrdoš Monastery´´ mit überdachten Tischen und Bänken.
Der Platz war ideal für uns.
Ich packte mein Pausenequipment aus und die Gäste hatten ja alle Ihre Festtasse mit.

Der Kaffee schmeckte sehr gut und Tasse für Tasse wurde ausgeschenkt.

Dazu gab es einige Knabbereien und Gebäck.
Wir fühlten uns sehr wohl …
Vielleicht war es sogar gut, dass der Bus nicht weiterkam. Es wäre nochmals eine Hitzeschlacht geworden …
So saßen wir hier entspannt beim Kaffee zusammen und unterhielten uns …

Nachdem wir wirklich die 5 Liter getrunken hatten, brachen wir auf.
An der Grenze kam das übliche Spielchen, aber das konnte uns nicht mehr erschüttern.
*************
Nach dem Abendessen schlenderten wir runter ans Meer und gingen am Ufer entlang.

In einem Lokal genossen wir die laue Sommernacht bei einem kühlen Bier und ließen den Tag ausklingen.
Um Mitternacht kamen wir wieder ins Hotel.
.

Es war das gleiche Procedere wie gestern. Der Wecker klingelte um 5 Uhr …
Nachdem meine Kaffeenummer bei den Gästen so gut ankam, kochte ich erneut 5l Kaffee und Teewasser.
Danach ging es zum Frühstück.
Um 8:30 fuhr Dado vor und ich lud meine ´´Kaffeebar´´ unten in den Bus.
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Um 9 Uhr fuhr der Bus vom Hotel ab und es ging wieder zur Grenze nach Bosnien.
Heute ging unsere Reise erneut in das Zupci-Tal, wo noch weitere Drehorte waren, die wir besichtigen wollten.
Unser erster geplanter Drehort war die Stelle, wo einst der Ölprinz im Saloon wohnte.
Auf der Fahrt dorthin, musterten Werner und ich ganz intensiv den Straßenrand und den Horizont ab.
Denn hier gab es ein ganz bekanntes Fotomotiv.
Winnetou und Old Shatterhand reiten direkt parallel am Straßenrand und im Bild sieht man eine lange markante Steinmauer.

Ich hatte von verschiedenen Winnetou-Freunden, Bilder von dieser Szene, die aus unterschiedlichen Richtungen aufgenommen waren, gesammelt.
Aber wir konnten nicht den geringsten Anhaltspunkt mehr entdecken.
Die Natur hatte diese Location verschluckt und heutzutage ist am Straßenrand ein dichter Wald.
Kurz bevor wir unseren ersten Drehort erreichten, hört der Wald auf.
Jetzt hätte der Horizont gepasst, aber weit und breit war keine Steinmauer zu sehen …
***
Wir hatten unser Ziel um 10:45 erreicht und hier konnte Dado den Bus problemlos parken.
Wir mussten nur einige Meter über die Ebene gehen – selten war es so entspannt Drehorte zu besichtigen.

Wir standen mitten in der Westernstadt, die mehrmals als Kulisse diente:
– 1964 war es ´´Moon Valley´´ in Freddy und das Lied der Prärie
– 1965 war es ´´Chinla´´ im Ölprinz
– 1966 war es ´´Devils Town´´ in Graf Bobby, der Schrecken des wilden Westens
– 1968 war es ´´Golden Hill´´ in Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten
Leider wird heutzutage dort Kies abgebaut …

Aber man kann noch wunderbar alle Screenshots zuordnen und die markanten Berge im Hintergrund helfen dabei.

Die Filmrequisiten-Sammler kamen hier voll auf Ihre Kosten.
Die Ebene war übersäht von rostigen Nägeln, die einst für den Häuserbau verwendet wurden.
Jetzt liegen einige Tüten weniger Nägel dort … für manche war es wie ein Goldrausch.
Vielleicht baut jemand noch ein Haus? 😉
Aber auch zahlreiche Patronen lagen herum.
Es spielte keine Rolle, dass die wenigsten aus der Zeit stammten, als die Filme gedreht wurden.
Da waren auch Schrothülsen von Jägern dabei, aber auch russische Munition lag herum.
Es wurde ALLES gesammelt!

***
Dreht man sich nur ein wenig um die Achse hat man das Filmmotiv von der Hacienda el Erina mit dem markanten Berg im Hintergrund.

Dieses Motiv hat schon etwas, was einen anzieht.
Wir hatten Glück mit dem Wetter.
Bei strahlendblauem Himmel konnten wir alle Berge und Gipfel zuordnen.
Dazu blühten unzählige Arten von Blumen und verwandelten die Ebene in einen blühenden Teppich.

Davor ist die weite Ebene, wo einst im Film gefeiert, getanzt und gearbeitet wurde.

Hier gab es allerdings schon einen gewaltigen Eingriff in die Natur und im Verhältnis dazu waren wir klein wie Ameisen.

Aber das Projekt liegt seit Jahren auf Eis.
An dieser Stelle wurde ein Flughafen für Trebinje geplant und man hatte schon die Ebene für die Startbahn freigeräumt.

Aber die Natur kommt zurück …
Nachdem wir alles fotografiert hatten, machten wir uns auf den Weg zurück zum Bus.
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Wir fuhren zurück zu der Konoba Stara Hercegowina, wo wir schon vorgestern waren.
Diese erreichten wir gegen 12:45.
Diesmal wurden wir viel freundlicher empfangen und konnten auch etwas zu Essen bestellen.


So verbrachten wir gemütlich die heiße Mittagszeit im Schatten – bei gutem bosnischen Essen und kühlen Getränken.
*************
Nach unserer erfrischenden Mittagspause machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel.
Es war die Northern Ranch, die etwas weiter weg in einem Nebental liegt.
Es war ein Glück, dass wir Dado hatten. Ein anderer Busfahrer hätte dies wahrscheinlich abgelehnt bzw. die Fahrt abgebrochen.
Wir fuhren zurück zur Hacienda / Westernstadt und bogen dort auf einen Schotterweg, der quer durch die Ebene führt.
Nach einiger Zeit kamen vereinzelt einige Kiefern und schließlich wurde es ein dichter Wald.
Manche Kiefer stand sehr nah am Straßenrand und diese stellten immer eine Gefahr für die vielen großen Spiegel dar.
Dado umkurvte diese wie ein Slalomfahrer.
Dann kamen wir auf eine alte schmale holprige Asphaltstraße.
Dado´s Gesicht wurde ernster und er neigte den Kopf nach links und rechts. Erschwert wurde die Fahrt auch durch die Bäume.
Er hielt an und schüttelte den Kopf, dass es nicht mehr weiterging. Das konnte doch nicht wahr sein!
Wir waren doch fast da – aber zum Laufen war es trotzdem noch zu weit.
Er schaute die Straße auf Google Maps an und zweifelte.
Wir stiegen aus und gingen ein Stück auf der Straße entlang, damit er sich ein Bild machen konnte.
Ich erklärte Ihm, dass dies die schwierigste Stelle wäre und danach würde es wieder besser werden.
Er erklärte sich einverstanden, es zu probieren.
Es war ein Vertrauensbeweis mir gegenüber, denn zwischen uns hatte sich in den beiden Jahren eine Freundschaft entwickelt.
Wir meisterten die kritischen Punkte und standen dann endgültig im Tal der Northern Ranch um 14:15.

Von der Vegetation und den Bergen hatte man teilweise das Gefühl wirklich in Nordamerika zu sein.
Der eigentliche Standpunkt der Ranch ist heutzutage von hohen Pinien umgeben.

Deshalb machten wir unsere Aufnahmen weiter draußen mitten auf der Wiese.

In diesem schönen Nebental hat man das Gefühl am Ende der Welt zu sein …
***
Von dort ging es das schlechte Stück zurück.
Bevor es wieder auf die Schotterstraße ging, bogen wir ab und kamen auf eine schmale neue asphaltierte Straße, die zum nächsten Drehort führte.
Es war das verlassene Blockhaus aus dem Ölprinz, in dem sich Wabble und der Kantor vor den Banditen versteckten.

Dieser Drehort ist direkt an der Straße und man kann Ihn ganz genau lokalisieren, wenn man Screenshots aus einem anderen Film verwendet.

Ein Jahr vor dem Ölprinz, drehte man hier auch den Film mit Freddy und das Lied der Prärie.
Für den Ölprinz übernahm man die vorhandene Kulisse.
***
Nur einige Meter weiter war unser letzter Drehort.
Es war der Zweikampf zwischen Winnetou und dem Großen Bär aus dem Film Old Shatterhand.

Ein Teil des Kampfes wurde in Montenegro gedreht und der Rest hier im Zupci-Tal.
Nachdem wir unserer Aufnahmen gemacht hatten (16:00 Uhr), erklärte ich den Gästen, dass wir hier länger Pause machen.
Wir holten meine Klappstühle aus dem Bus, die wir in einem großen Kreis aufstellten.
Dazu holte ich meinen Tisch und stellte darauf die Thermoskannen mit Milch, Zucker und Gebäck.

Die Kaffeebar war eröffnet und selten saßen wir so entspannt zusammen.

XXXXX
Diese Gelegenheit nutzten wir, um Dado in unseren Kreis aufzunehmen.
Wir waren mit Ihm sehr zufrieden und jeder mag Ihn. Er zeigt auch Interesse an unserem Hobby.
Als Zeichen der Freundschaft überreichten wir Ihm ein Fest-T-Shirt.
Er strahlte über das ganze Gesicht, zog sein T-Shirt aus und schlüpfte in sein Geschenk.

Ich dachte, dass Roman dazu die Rede in Dado´s Muttersprache halten würde.
Aber Roman kam meiner Bitte nicht nach und wollte, dass ich die Rede halte.
Da wurde ich auf dem falschen Fuß erwischt.
Schnell sortierte ich meine Gedanken und hielt die Rede in Englisch, damit Dado es auch verstand.
XXXXX
Im Hintergrund liefen natürlich die Melodien von Martin Böttcher.
Was will man als Fan noch mehr erwarten?
Ich sah nur in zufriedene und glückliche Gesichter meiner Gäste!

Aber warum hatte ich diese Stelle für die Pause gewählt?
Von dieser Stelle gab es ein BRAVO-Poster, wo Winnetou im Schneidersitz auf einem Fell sitzt.
Dies war eine Szene aus dem Zweikampf, wo wir gerade saßen.
Aus diesem Grund holte ich jetzt das Festplakat aus dem Bus, auf das man schon neugierig wartete.

Außerdem hatte ich die Gäste gebeten, heute das Fest-T-Shirt mitzunehmen, damit wir ein Gruppenfoto machen könnten.
Es hatte das gleiche Motiv wie das Festplakat.
Ich stellte das Plakat auf die Wiese und dann nahmen wir das Gruppenfoto auf.

Wer wollte machte noch ein Einzelfoto mit dem Plakat oder man genoss den Kaffee am Drehort.

*************
Von diesem Winnetou Motiv gibt es 2 BRAVO-Poster.

Eines erschien als Mittelposter in der BRAVO im Jahr 31/1975.
Das andere Poster erschien in der BRAVO-Postermappe von 4/1974, die 10 Superposter beinhaltete.
Dieses Poster aus meiner Kindheit diente als Vorlage für das Festplakat und das T-Shirt.
Aber wie kam ich zu diesem Poster?
In der Schule mussten wir für die Oberstufe die Klassenzimmer in Ordnung halten.
Wir mussten die Kreide auffüllen, die Tafellappen austauschen, die Tafel wischen usw.
Als ich eines Tages im Jahr 1977 mal wieder Dienst hatte, sah ich dieses Winnetou-BRAVO-Poster neben anderen Postern an der Wand hängen.
Ich konnte nicht widerstehen und wollte das Poster haben.
So schob ich einen Tisch an die Wand und stellte darauf einen Stuhl.
Als ich auf dem Stuhl auf den Zehenspitzen stand, konnte ich gerade das Poster erreichen.
Vorsichtig löste ich es von der Wand und räumte alles wieder auf.
Ich rollte das Poster zusammen und schob es unter meinen Pullover … so schlummerte es jahrelang in meiner Sammlung.
48 Jahre später konnte ich dieses Poster sehr gut gebrauchen …
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Gegen 17:30 packten wir zusammen und machten uns auf den Rückweg.
Es war ein gelungener Ausflugstag.
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Nach dem Abendessen trafen wir uns oben auf der Dachterrasse und ließen den Tag entspannt zu Ende gehen.
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Zum letzten Mal klingelte der Wecker um 5 Uhr. Es war Zeit Kaffee zu kochen.
Außerdem hatte ich noch einige Sachen für den heutigen Tag herzurichten.
Während der Kaffee kochte, musste ich allerdings erst mein Zimmer mal aufräumen.
Jeden Tag hatte ich etwas aus dem Bus mitgenommen.
So war langsam das ganze Zimmer, der Balkon aber auch die zweite Betthälfte voller Festsachen, Kostümen, Kisten und Kleidern belegt.
Ich fing schon mal an zu packen. Alle Sachen, die ich nicht mehr brauchte kamen in Kartons.
Diese stapelte ich neben dem Bett und auf dem Balkon.
Nachdem das Bett wieder frei war wechselte ich das Filmplakat im Rahmen. Heute benötigte ich das Sonnenpyramiden-Plakat.
Außerdem packte ich die Jacke von Lex Barker ein, die noch für Furore sorgen sollte …
In der Zwischenzeit war auch der Kaffee fertig.
Danach ging ich frühstücken.
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Nach dem Frühstück ging es zum letzten Mal zum Grenzübergang bei Ivanica.
In Trebinje stiegen Günter, Klaus und Wolfram aus. Sie wollten den Tag in Trebinje genießen und waren ja schon mal in Bosnien gewesen.
Wir fuhren weiter, unser Ziel war erneut das Popovo Polje, wo noch weitere Drehorte auf uns warteten.
Gegen 10:15 erreichten wir unseren Drehort.
An dieser Flußkurve wurden mehrere Kameraeinstellungen aufgenommen, wie Dr.Sternau auf seinem Schimmel reitet.

Paar Meter weiter trifft an dieser Stelle später Dr. Sternau mit Hasenpfeffer auf Donnerpfeil.

Die Szenen wurden direkt auf der Straße bzw. am Straßenrand gedreht.
Wir machten unsere Aufnahmen so gut es ging, da heutzutage sich dort ein Haus befindet und davor viele Bienenstöcke stehen.
An dieser Stelle holte ich jetzt das Filmplakat aus dem Bus.
Ich schlüpfte in die Jacke von Lex Barker (Dr. Sternau) und setzte mir noch den Hut auf.
So stellte ich mich an die Stelle wo Dr. Sternau vom Fluß hochritt.

Tja, was soll ich sagen … diese Jacke ließ die Frauenherzen höher schlagen.
Man fragte mich, ob die Jacke noch nach Lex riecht.
Wirklich? Nach 60 Jahren?
Wie roch Lex?
Nach Zigaretten? Nach Whiskey? Nach Rasierwasser? Ich weiß es nicht.
Fast alle Frauen wollten die Jacke anziehen und Lex ganz nah sein!
Erst danach durften die Männer die Jacke in die Hand nehmen.
+++
Als ich die Kostüme am nächsten Tag abends den Berliner Freunden wieder unversehrt überreichte, hatte sich meine Verantwortungspflicht erledigt.
Die Frauen schafften es die Berliner zu überreden, dass sie die Jacke bis zu einem Treffen in 14 Tagen behalten konnten.
Wenn die Jacke reden könnte, würde sie rot anlaufen.
Wahrscheinlich hat sie in den 14 Tagen mehr erlebt, als in den letzten 60 Jahren …
+++
Knapp einen Kilometer weiter in der folgenden Kurve war unser nächster Stopp.
Hier wurde die 1. Sequenz der Postkutschenfahrt gedreht, die damals noch auf der Schotterstraße fuhr.

Dadurch dass die Vegetation so zugenommen hat, ist es teilweise schwierig, die Einstellungen zu fotografieren.
Knapp 600m weiter wurde die 2. Sequenz aufgenommen.

*************
Danach fuhren wir ein großes Stück am Fluß entlang, vorbei an Tujunga´s Galgenbaum.
Wir kamen in die Nähe des Schlangentals bei Žakovo.
So richtig hatte das Schlangental bis jetzt noch niemand gefunden.
Der markante Dreiecksberg war immer auf der linken anstatt auf der rechten Uferseite.
Ich hatte eine Vermutung und wollte diese heute aufsuchen und überprüfen.
*************
Aber zuerst wollte ich mit den Gästen die Mittagspause am Fluß genießen.
Wir hatten im Winter einen schmalen Weg runter zum Fluß entdeckt.
Allerdings musste man dafür zuerst durch eine wilde Müllkippe gehen, wo der Müll vor sich hinkokelte.
Wir nahmen meine Kartons mit den Stühlen und die ganze Kaffeeausrüstung mit runter zum Fluß.
Wir gingen noch ein Stück, bis wir ein schattiges Plätzchen sahen.
Dort machten wir es uns bequem.
Manche saßen im Schatten …

Manche saßen auf der Uferbefestigung …


Das war Urlaubsfeeling und dazu mit Freunden – Herzlichen Dank!

Aber irgendwann war die Pause zu Ende und wir packten unsere Sachen zusammen.
*************
Wir gingen am Fluß zurück, bis zu jener Stelle, wo der Weg hoch zur Straße führt.
Ich erklärte den Gästen, dass ich gerne noch 800m am Ufer entlang gehen möchte.
Dort vermutete ich das Schlangental, aber ich könne NICHTS versprechen.
Einigen Gästen war die Strecke in der Hitze zu weit, was ich verstehen konnte.
Sie blieben bei unseren Sachen und warteten.
Mit den anderen Gästen machte ich mich auf den Weg.
Es wurde viel geredet und die Zeit verging sehr schnell.
Der Weg war ja einfach – wir gingen am Rand des betonierten Flussbetts.
Dabei hatte ich aber permanent den Dreiecksberg im Visier.
Mit jedem Schritt wanderte er in die richtige Richtung – langsam auf die andere Uferseite.
Egal, wo die Fans bis jetzt gesucht hatten, der Berg war immer auf der linken Seite.
Dazu kamen jetzt auch noch links und rechts die Felswände!!!

Hier war das Schlangental, wo damals die Schlangen für Chaos und Tod bei den Banditen sorgten.

FALSCH! FILMSZENE! RICHTIG!
Wir waren bis jetzt die ersten Fans, die an dieser Stelle standen.
Genauer geht es sicher nicht, da der Eingriff vom Menschen gewaltig ist.
Beglückt von diesem Erfolgserlebnis, schafften wir schnell den Rückweg in der prallen Sonne zu unseren wartenden Freunden.

Von dort ging es dann hoch zur Straße, wo auch Dado inzwischen zurückgekommen war.
*************
Jetzt fehlte uns nur noch der letzte Drehort – der Galgenbaum von Tujunga.
Wir fuhren zurück in Richtung Trebinje.
Auf der linken Seite befindet sich Mesari und auf der rechten Seite ist ein Hügel, auf dem ein kleiner Friedhof ist mit dem Kirchlein (Crkva svetog Ilije).
Der Bus konnte hier nur sehr schlecht halten und wir mussten ein Stück auf der Straße gehen.
Dann folgten wir einem Feldweg und langsam erkannten wir die Berge ringsum.

Allerdings einige Stellen hatten wir nur im Winter gesehen. Jetzt standen wir teilweise vor einer grünen Wand.

Die Felder sind mit Armierungsgittern eingezäunt und die Ebene wo einst der Galgenbaum stand ist jetzt Ackerfläche.
Neben den Feldern sieht man aber noch die vielen Steine, wo einst Tujunga versuchte zu fliehen …

Dies war unser letzter Drehort von unserer Bosnientour.
***
Wir gingen zum Bus zurück und fuhren nach Trebinje, um unsere 3 Stadtbesucher einzusammeln.
Leider war aber der ausgemachte Treffpunkt (14:00) jetzt versperrt.
Dado suchte eine andere provisorische Parkmöglichkeit.
Ich stieg aus und lief in die Altstadt um die 3 zu treffen und sie zum Bus zu führen.
Es ging ein letztes Mal über die Grenze.
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Vorne saß ein Reiseleiter, der glücklich war und sich zufrieden in den Sitz zurücklehnte.
Alle Gäste waren gesund geblieben …
Wir hatten sehr schönes Wetter gehabt …
Wir haben viel gesehen und erlebt in einem neuen Land …
Wir erreichten nach kurzer Zeit das Hotel.
***
Einige trafen sich an der Strandbar und gingen schwimmen.

Werner und ich gönnten uns ein kühles Bier (15:50), blickten zufrieden auf die Woche zurück und ließen die Seele baumeln.

Manche gönnten sich ein Schläfchen …
Einige packten schon …
***
Bevor ich zum Abendessen ging unternahm ich eine kleine Abschiedstour durch die Hotelanlage.

Wir trafen uns zu unserem letzten Abendessen und genossen nochmals die schöne Sicht auf das Meer.
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Nach dem Abendessen ging ich sofort auf mein Zimmer um mich umzuziehen.
Ich packte all meine Sachen, die ich heute Abend am Strand benötigen würde.
Ich hatte am späten Nachmittag in meinem Zimmer alle Einzelteile zusammengebaut und war froh, dass auf der langen Reise nichts beschädigt wurde.
Ich hatte Moni um Hilfe gebeten und gemeinsam trugen wir die ganzen Sachen zum Strand.

Zum Gedenken an Pierre hatte ich mir etwas ausgedacht.
Meine Idee testete ich zuerst zu Hause im Regenfass und später bei uns auf dem Weiher.
Jetzt sollte die Generalprobe auf dem Meer stattfinden.
Auf dem Weiher hatte es gut funktioniert, aber auf dem Meer …
Falls die Wellen zu hoch wären … wäre das Projekt gescheitert.
Vorsichtig ließ ich mein Werk zu Wasser und es klappte einigermaßen.
Ich hoffte, dass sich das Meer abends noch weiter beruhigen würde …
***
Norbert – Bernhard
Norbert hatte im Laufe der Woche seinen Wunsch geäußert …
Er erzählte uns, woran sein Bruder gestorben sei und informierte uns über diese Krankheit.
Mit einer Powerpoint-Präsentation am Strand wurde seinem verstorbenem Bruder Bernhard – unserem Freund – gedacht.
Dies geschah am Strand, als die Sonne unterging …
***
*********
*** Pierre´s 10.Todestag ***
Vor 10 Jahren am 06.06.2015 erfuhren wir morgens auf dem Weg zum Tulove Grede die traurige Nachricht von Pierre´s Tod.
Am Tag zuvor lag ich noch auf dem Sterbebaum, deshalb wollten wir die Baumreste dort oben aufräumen.
Hella sagte damals zu mir: ´´Als Pierre nicht mehr konnte, hast Du Ihn würdig vertreten´´.

Heute jährte sich nun der 06.06. zum 10.Mal.
Zu diesem Anlass plante ich leuchtende Seerosen auf dem Meer in den Sonnenuntergang schwimmen zu lassen.
In der mittleren Seerose saß Pierre mit unserem T-Shirt-Motiv.
Damit die Seerosen nicht durcheinander schwimmen bzw. abtreiben, hatte ich diese an einem Hula-Hoop-Reifen befestigt.
Das Meer war jetzt ruhig geworden und ich legte den Reifen vorsichtig ins Wasser.
Moni hatte die Kerzen eingeschaltet und ich legte jeweils eine in die Mitte der Seerosen.
So trieb Pierre bei ganz leichtem Wind in das Abendrot …
Dazu spielte die Winnetou-Melodie …

*********
Als Hella die Bilder sah, schrieb sie mir:
´´Ohhh, wie irre ist das denn!!!! Das ist hammermässig romantisch und bewegend …
Ich bin so berührt und sprachlos … Einmalig!
Pierre hat alles da oben registriert …´´
*********
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Beförderung zum Oberhäuptling
Ich packte im Dunkeln meine Sachen und zog meine Schuhe an, als Wolfram sich zu Wort meldete.
Es gab noch einen Punkt auf der Tagesordnung von dem ich als Einziger nichts wusste.

Video von der Laudatio:
https://youtu.be/BAmtGgtywFI?si=0wQqf5yjZ43yj1b7
Freudig, überrascht und dankbar nahm ich die Geschenke an.
Ich hatte die Laudatio zwar gehört, aber richtig aufgenommen habe ich diese erst später.
In jenem Augenblick strömte so viel auf mich ein:
– die Abendstimmung mit Pierre´s Gedenken
– die Gewissheit, dass die Woche sehr gut verlaufen ist
– all die Freunde, die am Strand um mich rumstanden
– die Übergabe der Geschenke
– Stolz und Freude
Es hat mich natürlich sehr gefreut auf diese Art und Weise im Kreise der Freunde geehrt bzw. befördert worden zu sein.
Es ist sehr schön wenn die Gäste / Freunde die Arbeit all der Jahre wertschätzen und anerkennen.
Diese ist / war sicherlich nicht immer einfach – etwas in fremden Ländern allein zu organisieren, deren Sprache man nicht beherrscht.
* * *
2010 habe ich als einfacher Fan angefangen …
im Laufe der Zeit nannte man mich Häuptling …
und jetzt wurde ich am 10. Todestag von Pierre Brice zum Oberhäuptling befördert …

Vielen herzlichen Dank nochmals für diese Auszeichnung durch Euch!
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Mir lag auch noch ein Punkt am Herzen …
Mit einer Flasche Rotwein bedankte ich mich bei meinem treuen Freund Werner (Sam / Hadschi / Hasenpfeffer), der mich zu allen Wintertouren begleitete.

Danach gingen wir in die Oleander-Strandbar und ließen dort unsere letzte Nacht ausklingen.
Morgens hatten wir auf der Rückreise genug Zeit im Bus zu schlafen …
.

Heute konnte ich mal etwas länger schlafen und die Kaffeemaschine war auch schon eingepackt.
Wir genossen unser letztes Frühstück auf der Panoramaterrasse.
***
Dann ging ich ins Zimmer und packte meine letzten Kisten.
Werner schaute vorbei und gemeinsam brachten wir meine Sachen in die Lobby.
Wir mussten drei Mal den Weg gehen, bis mein Zimmer geräumt war.
Paar Minuten später fuhr Dado mit dem Bus vor.
Wir verstauten unser Gepäck im Bus.
Wir versammelten uns mit Dado vor dem Bus. Wir hatten für Ihn gesammelt und hatten ein kleines Geschenk.

Dies überreichten wir Ihm und bedankten uns nochmals ganz herzlich bei Ihm für die wunderbare unfallfreie Woche.
Danach hieß es Abschied nehmen, denn Aneka, Marlies und Helmut blieben noch für weitere Tage im Hotel.

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Wir stiegen ein und fuhren los in Richtung Dubrovnik.
Dann ging es diesmal nicht über die neue Brücke (Pelješac-Brücke), sondern wir blieben weiterhin auf dem Festland bis zur bosnischen Grenze.
Bosnien hat einen kleinen Meereskorridor (Neumkorridor) und so mussten wegen 7,5 Kilometern bei Neum alle Menschen bis 2022 diese Grenze passieren.
Kurz hinter der Grenze bogen wir in das Landesinnere in Richtung Mostar ab.
In der Nähe von Mostar gibt es die Wasserfälle von Kravica, die sich vor Plitvice und Krka nicht verstecken müssen.

Warum man hier nie gedreht hat, werden wir nie erfahren.
Hier plante ich unsere Mittagspause ein.


Man kann den kurzen Weg zu den Wasserfällen mit einer kleinen Eisenbahn fahren oder zu Fuß gehen.
Die Luft war angenehm erfrischend, da viele Millionen kleinster Wassermoleküle durch die Luft flogen.
Unten am Badesee sah man einige Touristen schwimmen.

Die Verlockung war für mich schon sehr groß, aber als Oberhäuptling hat man auch gewisse Pflichten.
Es war schön zu sehen wie friedlich die Welt eigentlich sein kann.
Hier badeten die ´´westlichen Touristen´´ in unserer Badekleidung.
Gleich daneben gingen die ´´südöstlichen Frauen´´ mit langen Kleidern und teilweise verschleiert ins Wasser.
Hier traf wirklich der Orient auf den Okzident (Abendland).
Gleichzeitig lag ein Grillduft über dem Tal. Im Schatten gab es einige schöne Lokale direkt am Wasser.

Die meisten von uns bestellten ein Getränk, einige auch etwas zu essen.

Was will man denn noch mehr!
Einige Gäste hatten mich im Vorfeld angesprochen, ob es nicht möglich wäre direkt nach Biograd zu fahren.
Aber ganz ehrlich, ich wollte diese Wasserfälle unbedingt sehen, da ich auch noch nie dort war.
Genau aber diese Gäste kamen jetzt zu mir und waren dankbar, dass ich mein Programm nicht geändert hatte.
Im Gegenteil, sie wollten noch länger bleiben. Aber dies war leider nicht möglich.

***
So fuhren wir unser letztes Stück. Es ging gefühlt über die 100ste Grenze nach Biograd.
In Wirklichkeit überquerten wir in den letzten Tagen 15 Mal die Grenzen.
Das hieß für mich 15 Mal die Pässe einsammeln und 15 Mal die Pässe zu verteilen.
Wir waren bei Sonnenschein abgereist und kamen mit Sonnenschein um 17:15 wohlbehalten wieder an.
*************
Wir luden unser Gepäck aus und verabschiedeten uns von Dado.


Gleichzeitig wurden wir von unseren Freunden des kommenden Kroatienfestes begrüßt.
Es gab viel zu erzählen …
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Wenn Du wissen willst, wie der Abend verlief, dann klicke bitte in das Tagebuch der Kroatiengruppe.
Fortsetzung vom Bosnien-Montenegro-Tagebuch
(das Fazit von beiden Festen steht beim Mittwoch den 11.06.2025)
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und
07.06. – 11.06.2025 in Kroatien – Biograd
´´In den Jagdgründen der Mescalero-Apachen´´
Mein Fest-Tagebuch:

Fortsetzung vom Bosnien-Tagebuch
*************
Nachdem die erste große Begrüßungswelle vorbei war, verabredeten wir uns um 18:00 Uhr an der Terrasse vom Hotel Ilirija.
Wir bezogen unsere Zimmer, schauten nach unseren Autos und dann war es auch schon so weit, dass wir uns auf den Weg machten.
Der Magen knurrte und wir freuten uns schon auf unser Abendessen.
Da wir ja in verschiedenen Hotels / Pensionen wohnten und jeder das Hotel Ilirija kannte, bot sich dies als guter Treffpunkt an.

Gemeinsam zogen wir dann los und zeigten unseren neuen Gästen Biograd.
Wir schlenderten am Hafen entlang und suchten nach einem Lokal, mit dem alle einverstanden waren.
Unsere Wahl fiel auf das Restaurant Europa. Dies fällt einem mit seinen vielen bunten alten Holztischen sofort ins Auge.

Wir haben hier schon öfters gegessen und waren immer zufrieden gewesen.

Dazu sitzt man direkt am Meer und genießt die Abendstimmung …
Nach dem Essen schlenderten wir langsam zum Hotel Ilirija und machten es uns auf der Terrasse bequem.
Wir schoben wie üblich die Tische zu einer langen Tafel zusammen.

Jetzt hatten wir Zeit für gemütliche Gespräche …

Natürlich mussten wir auch von unserem letzten Abenteuer erzählen.
Hier hatte ich mich mit Stefan und seinen Berliner Freunden verabredet, damit ich die geliehenen Filmrequisiten Ihnen wieder übergeben konnte.
Als diese dann eintrafen gab es ein großes Hallo.
Ich schnappte mir Stefan und wir fuhren zum Hotel Meduza, wo ich Ihm die Kostüme überreichte.
Danach fuhren wir wieder zurück zu den anderen Gästen.

Nun kam der Auftritt von einigen Frauen und sie bezirzten Stefan so lange, dass er zum Auto ging und die Jacke von Lex Barker holte.
Sie hatten es tatsächlich geschafft, sich diese für 14 Tage zu borgen …
Stefan schaute mich nur mit großen Augen leicht verzweifelt an, zuckte mit den Schultern und meinte: ´´Was sollte ich machen´´?
Damit hatte ich nichts mehr zu tun und war erleichtert, dass ich alle Kostüme wieder unversehrt übergeben hatte.
Irgendwann brachen die Berliner auf – ohne die Jacke von Lex.
Gegen 23 Uhr lösten wir die Tafel auf und es wurde mal wieder ein großer Abschied für ein Jahr.
Manche fuhren am nächsten Morgen heim, manche hängten noch die Kroatientour dran und für manche ging das Abenteuer erst los.
*************
Wir machten uns auf den Weg zu unserem Hotel.
Unser Wirt war noch wach und mancher Gast wollte noch etwas trinken.
Danach ging ich auf mein Zimmer.
Glücklich und zufrieden fiel ich ins Bett – das erste Abenteuer war geschafft …
Morgen ging es in die nächste Runde …
.

Die neue Gruppe genoss Ihr erstes Frühstück bei schönstem Sonnenschein auf der Terrasse.

Nach dem Frühstück ging ich zum Hotel Ilirija. Dort sammelte ich die Gäste ein, die nicht im Hotel Meduza wohnten.
Unser Bus stand auch schon vor dem Hotel. Ich kannte den Fahrer schon von früheren Touren.
Als wir komplett waren, fuhren wir zum Hotel Meduza um die restlichen Gäste aufzunehmen.
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Um 8:30 Uhr ging es dann los – unser heutiges Ziel war Vrilika.
Von Biograd fuhren wir über Drnis nach Vrilika.
Hinter Drnis wird die Gegend immer einsamer und wilder bis zum Lemeško sedlo.

Kurz danach erblickt man zum ersten Mal den Perućko jezero und Vrilika.
*************
Ich versuche seit Jahren, nicht nur Winnetou in das Programm aufzunehmen …
Sondern auch die restlichen Schönheiten des Landes den Gästen zu präsentieren.
Acht Quellen speisen den Fluß Cetina, aber vor allem eine zieht alle Augen auf sich – die Glavaševo Vrelo.
So stand als erstes diese Quelle der Cetina auf dem Programm.

Diese ist auch als ´´Blue Eye´´ oder ´´Drachenauge´´ bekannt.

Entscheidend ist die Perspektive.
Wenn man oben von der Plattform auf die Quelle blickt, so hat diese die Form eines Auges.
Aus einer 115m tiefen Quelle entspringt der Fluss. Die Wassertemperatur beträgt so um die 6°C.
Ich war erstaunt, denn dieses bekannte Fotomotiv war selbst den alten Drehortscouts unbekannt.

***
Danach fuhren wir ein kleines Stück zurück und bogen auf eine schmale Straße ab, die in die weite Prärie führte.
Wir überquerten die Cetina und bogen auf einen Schotterweg ab.
Dieser Weg führte in Richtung der bekannten Drehorte (Verteidigungsfelsen OF, Wagenburg UG).
In der Kurve sieht man eine Röhre, über die die Straße verläuft.
Hier hielten wir an und stiegen aus.
Ich hatte ja zwei neue Drehorte angekündigt.
Die Gäste, die heute dabei waren, waren die ersten Fans, die diese beiden Filmstellen besichtigen konnten.
Wir gingen ungefähr 200m und standen dann auf einem schmalen langen Grünstreifen.

Rechts und links sind im Gebüsch Felsbrocken.
Normalerweise verläuft hier ein kleines Rinnsal, das aber ausgetrocknet war.

Es ist ein kleiner ´´Canyon´´ bzw. nur ein Trampelpfad zwischen zwei Hügelketten für die Schafherde.
Hier ritten 1964 einst in Winnetou 2 für ein paar Sekunden Winnetou, Old Shatterhand und Castlepool über den schmalen Grünstreifen.

Die Kamera stand etwas erhöht auf dem einen Hügel.
Im Winter konnte ich mit Werner und Simon alle Merkmale erkennen, da das ganze Laub fehlte.
Simon staunte damals und fragte: ´´Wie kann man nur so etwas finden´´?

Jetzt aber war dieses Dickicht eine grüne Wand. Ich zog die Sträucher auseinander um den Gästen die Beweise zu zeigen.

In der Szene war man über meine Ankündigung verwundert, da in den Drehortunterlagen Grobnik Polje bei Rijeka als Location aufgelistet war.
Aber es gab gar keinen Zweifel, wir waren die Ersten nach 61 Jahren, die diesen Platz sahen.

***
Wir gingen langsam zurück in Richtung Bus und folgten dabei dem fast nicht wahrnehmbaren ausgetrockneten Bett des Rinnsals.

Vom Bus waren es knappe 100m bis zur nächsten Kameraeinstellung.
Hinter zwei mächtigen Bäumen an einem Wasserloch beobachtet ein Bandit in W2, wie Winnetou, Old Shatterhand und Castlepool einen Hang hinunterreiten.
Folgt man diesem Rinnsal, so gibt es 4-5 kleine Wasserlöcher, die dicht nebeneinander liegen.

Diese wurden künstlich erschaffen und aufgestaut, damit die Schafe und Ziegen hier trinken können.
Als Werner und ich vor 10 Tagen hier waren, waren die Wasserlöcher noch voll und auch das Rinnsal suchte sich seinen Weg.
Jetzt war alles ausgetrocknet und nur der Boden der Wasserlöcher war noch etwas feucht.
Aber nur eines der Wasserlöcher ist die Filmstelle.

Man sieht das Wasserloch, die großen Steine, den Hang …
Nur die beiden großen Bäume existieren nicht mehr.
Wir haben auch keine Wurzeln mehr gesehen, da das Wasserloch jetzt größer ist als zu Filmzeiten.

An den Rändern wurde Erde aufgehäuft – gut möglich, dass darunter die Baumstümpfe liegen.

Siehe auch Bericht von ´´Mein Fest-Tagebuch 30.05.2025´´
Siehe auch ´´That´s my Way – that´s my Story vom 30.05.2025´´
Jetzt wurde eine neue Google Maps Version mit einer höheren Auflösung hochgeladen und man kann sogar die Wasserlöcher erkennen.

Danach fuhren wir zurück zur Hauptstraße und bogen bei Vrilika ab. Wir folgten der Straße bis wir an die große Ebene / Prärie kamen.
***
Wir blieben auf der Straße bis zu jener Hügelkuppe, wo die Schlußszene vom Ölprinz gedreht wurde.
Hier verabschiedet sich Winnetou von Old Surehand und den Siedlern.
All die Jahre haben wir immer nur nach rechts auf die Filmlocation geschaut.
Wir hatten keinen Blick für die linke Seite. Dies aber war unser nächster Programmpunkt.

Im Sonderheft von Karl May & Co ´´Der Ölprinz´´ ist ein Foto zu sehen, das das Basislager der Rialto / Jadran-Produktion am Rand des Suho polje zeigt.

Man sieht im Hintergrund ein massiv gebautes Haus. Dies steht heute immer noch.
Nur das Dach fiel dem Krieg zum Opfer.

Von Ante meinem Freund, bei dem ich hier wohne, erfuhr ich, dass dies früher die Schule für alle Kinder gewesen sei.

Heute wird im Inneren Heu gelagert und die Schule ist ein Ziegenstall geworden.

***
Wir fuhren auf der Straße ungefähr 2km weiter und erreichten das serbisch orthodoxe Kloster ´´ Manastir Dragović´´.

Hier war unser nächster Programmpunkt.
Bei den Dreharbeiten zu ´´Winnetou und sein Freund Old Firehand´´ wurden hier 1966 Pressefotos mit Marie Versini aufgenommen.

Diese fanden im Außenbereich zwischen einer kleinen Kapelle und dem Glockenturm statt.

Einige ließen sich als Marie fotografieren …

Das eigentliche Kloster befindet sich unterhalb des Hügels – heutzutage versunken im Staussee.

Manchmal taucht es bei Niedrigwasser wieder auf.
In den 60er Jahren wurde das heutige Kloster gebaut.
*************
Danach hatten wir uns eine Pause verdient …
Bei meinem Freund Ante sollte diese stattfinden und er hatte schon einiges vorbereitet …
Wir fuhren 4km zurück zum kleinen Weiler Garjak, wo mein Freund Ante wohnt.
Von seinem Haus hat man einen Panoramablick auf den Perućko jezero.
Der Perućko jezero ist der drittgrößte See Kroatiens mit einer Fläche von 15km².
Er ist 20km lang und bis zu 64m tief. Es ist ein Stausee, mit dessen Bau man 1958 begann.
Wir machten es uns im Schatten der Terrasse bequem.

Mit Getränken genossen wir den Blick auf den See.

Einige erkundeten das Gelände von Ante …
Er hat eine Eselherde, mehrere Hunde und über 25 Katzen.


Seine Gemüsefelder und Obstplantagen reichen bis runter zum See.

Einige schauten auch neugierig ins Räucherhäuschen und in die Weinkammer.

In der Zwischenzeit hatte Ante und seine Köchin Kristina für uns den Tisch auf der anderen Hausseite gedeckt und servierten uns Köstlichkeiten.



Ante hatte zu meiner Überraschung spontan meinen Namen aus Teig ausgebacken.

Wir ließen uns die dalmatinischen Spezialitäten schmecken.

Gäste und Reiseleiter sind rundum zufrieden.

Eigentlich hatte ich ja geplant, die Drehorte von Old Firehand zu zeigen.
Aber es war so heiß, dass es unverantwortlich gewesen wäre, in die Steinwüste ohne Schatten zu gehen.
Deshalb hatte ich das Programm spontan geändert und die Cetinaquelle, das Basislager und das Kloster als Ersatz den Gästen gezeigt.
So blieben wir entspannt sitzen …
Aber irgendwann mussten wir uns doch auf den Heimweg nach Biograd machen.
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An diesem Abend waren wir noch satt.
Deshalb blieben wir im Hotel.

Miro stellte uns eine kleine Platte auf den Tisch und wir haben nur etwas getrunken.

.

Nach dem Frühstück ging ich zum Strand und von dort zum Hotel Ilirija, um die Gäste abzuholen.
Der Bus stand schon bereit.
Die Gäste waren auch schon da und so konnten wir zum Hotel Meduza fahren, um die restlichen Gäste aufzunehmen.
Dann ging es um 09:00 Uhr los – unser Ziel war heute Trilji, die Wagenburg am Chinla-River (Cetina).
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Ungefähr um 11:00 Uhr erreichten wir Trilji.
Von dort fuhren dann in Richtung Burgruine Nutjak, wo unterhalb vor 60 Jahren damals die Filmlocation Vidikovac Trilj war.
Wir parkten oben in der Kurve.
Wieder stand uns ein extrem heißer Tag bevor.
*************
Wir gingen langsam durch das hohe Gras in Richtung Fluss.
Nach einigen Metern erreichten wir die erste Kameraeinstellung.
Diese wird im Film markant in Szene gesetzt. In Wirklichkeit sind es nur paar unscheinbare Steinbrocken.

Auf diesen Steinen stand damals Häuptling Mokaschi und gab den Angriffsbefehl auf die Wagenburg.

Jeder von den Gästen bekam sein Mokaschi-Erinnerungsfoto.



Da vor einiger Zeit hier ein Waldbrand war, hatte man einen schönen Überblick vom Hang bis runter zum Fluss.

Wir kamen auch an der Stelle vorbei, an der Winnetou Mokaschi sein Leben anbot, um die Siedler zu retten.

Von dort war es nicht mehr weit bis zum Wasser.
Hier unten war allerdings der reinste Dschungel.
Es war feucht, es gab Wasser, dazu die Wärme – die Vegetation explodierte förmlich.

Dann standen wir am Ufer.


Damals war die Cetina ein reißender freier Fluss – heutzutage ist es ein stilles Gewässer und wurde aufgestaut.

Dadurch ist der Wasserspiegel viel höher.
Die Kameraeinstellungen von damals am Ufer sind heutzutage unter Wasser.
Blickt man nach rechts über den Fluss, so hat man ein sehr bekanntes Fotomotiv von Pierre Brice.

Hier machte ich ein Gruppenbild.

Von hier unten konnte man noch gut den Weg erkennen, auf dem Winnetou die Pferde vertreibt, bzw. Mokaschi mit seinen Kriegern kommt.

An der Stelle, wo Surehand den Beweis mit den Messern Mokaschi zeigt, liegt im Hintergrund ein großer markanter Stein.
Diesen wollte ich erstmals suchen und tatsächlich nach ganz kurzer Zeit lag er vor mir.

Auf dem Weg nach oben, suchten und fanden wir noch so manche Angriffstelle der Utahs.
Fast oben an der Straße ist eine alte Hausruine.
Einige Meter daneben liegt ein großer einzelner Stein.

Diesen suchten wir im kniehohen Gras.
Auf diesem saß in einer Pause Old Surehand – Stewart Granger.

Wir hatten alles gefunden, was man heute noch aufspüren kann.
*************
Für unsere Pause und um uns zu erfrischen, fuhren wir zurück nach Trilj.
Dort suchten wir uns ein Lokal direkt am Flussufer und genossen unsere Zeit.

Wir hatten unseren Spaß …

*************
Dann machten wir uns auf den Heimweg.
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Abends bummelten wir langsam durch den Hafen.
Wir waren auf der Suche nach einem passenden Lokal.
Um 20:00 hatten wir alle unser Essen vor uns und ließen es uns schmecken.

Als wir nachts im Hotel Meduza ankamen, wartete noch Miro auf uns.
Hier gönnten wir uns dann unseren Gute Nacht-Drink.
.

Heute war unser letzter Ausflugstag. Es sollte wieder ein heißer Tag werden.
Nach dem Frühstück unternahm ich wieder meine Runde zum Hotel Ilirija, um sicher zu sein, dass auch wirklich alle Gäste da sind.
In der Zwischenzeit hatten die Gäste im Hotel Meduza gefrühstückt und so ging es pünktlich um 09:00 los.
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Bevor wir allerdings unser Ausflugsprogramm starteten, steuerten wir erst die Gaststätte meiner Freundin Katarina an.
Sie hatte für uns Ihre phantastische Bohnensuppe gekocht.
Für den Nachtisch hatte sie Palatschinken (Pfannkuchen) mit Schokoladen – bzw. Aprikosenfüllung vorbereitet.
Nach einer herzlichen Umarmung trugen wir das Essen, Besteck, Teller und Servietten in den Bus.

*************
Unser erstes Ziel war das Pueblo-Plateau, das wir um 10:30 erreichten.
Der Blick runter auf die Zrmanja und die steilen Felswände fesselt einen immer wieder.

Was haben wir hier schon alles erleben dürfen …
Zuerst ließ ich den Gästen Zeit alles zu genießen.
Hier hatte ich für die Kroatiengruppe das Gruppenbild mit dem Festplakat geplant.

Danach ließ ich den Gästen Zeit zum Fotografieren.

***
Als nächstes stand der Prezid-Pass auf dem Programm.
In all den Jahren wurde er ein wenig vernachlässigt.
Wir waren zwar 2016 hier mit Uschi Glas, aber damals war keine Zeit um die Drehorte zu zeigen.
Gegen 12:00 Uhr stiegen wir aus dem Bus und erblickten den weißen Felsen – den Finger Manitou´s.

Die Drehorte liegen im linken und rechten Tal.

Wir entschieden uns mit dem rechten Tal anzufangen – dem Teil mit der Goldmine.



Die größte Herausforderung ist, von der Straße die hohe Böschung hoch zu gelangen.

Von dort ging es durch den schattigen Buchenwald zur Goldmine.

Die alte Buche bei der Goldmine stand damals auch schon bei den Dreharbeiten.

Mit Hilfe der Screenshots konnten wir wunderbar die Kameraeinstellungen ausfindig machen.

Eine Sache ist mir aber sofort aufgefallen.
Hier waren ganz fleißige Fans unterwegs gewesen.
Von allen Bäumen und Sträuchern rings um die Wiese waren alle unteren Äste abgeschnitten worden.

Der Drehort war richtig präpariert und sauber.

Danach ging es zurück zur Straße.


Wir folgten der alten Passstraße (Schotterstraße), die damals der einzige Weg war.
Den Tunnel gab es damals noch nicht.
Ein kleiner Abzweig, der in den Wald führt, war schon fast zugewachsen.


Dieser Teil war richtig verwildert.
Die Sträucher wurden immer höher und dichter.
Das Gras war teilweise hüfthoch.
So hatte ich den Prezid-Pass noch nie gesehen.
Zu Filmzeiten wurde hier noch Ackerbau betrieben.
Wir gingen zuerst hoch auf den Hügel, wo ich damals auf dem Pferd Uschi Glas begrüßte.


Hier wurde ein sehr schönes und bekanntes Motiv aufgenommen.

So klapperten wir einen Drehort nach dem anderen ab.


Liebe Corinne, was schaust Du so prüfend?

Wir gingen den Hügel runter und dann immer geradeaus, mit Blick auf den großen Felsen.

An dieser Stelle hatte Toby sich mit seinem Pony versteckt.

Die Stelle wo Götz George vom Felsen stürzt, hat doch eine beachtliche Höhe.

Dann ging es rüber zu dem Felsen, wo Winnetou Toby in die Felswand hebt.

Schließlich waren wir ganz oben an der Steinmauer, die man auch im Film sieht.

Von dort machten wir uns langsam auf den Rückweg.
Wir hatten Hunger und Durst. Wir waren die ganze Mittagszeit unterwegs gewesen.
Allerdings hatte ich zuvor noch eine Überraschung und machte mich alleine auf den Rückweg.
Plötzlich stieß ich einen Schreckensruf aus.
Direkt vor meinen Füßen schlängelte sich eine dicke Schlange und verschwand im Gras.
Die Gäste fragten, ob alles in Ordnung wäre.
Nachdem ich meinen ersten Schreck überwunden hatte, rief ich Ihnen von meinem Erlebnis zu.
Als ich am Bus angekommen war, zog ich mich schnell um.
Ich zog mir folgendes an:
Schwarze Hose, schwarz-braune Weste, schwarzes Jackett, schwarzer Binder, weißes Hemd, schwarzer Hut
Dazu schnallte ich mir den Colt um.
Ich hatte mich in den letzten Tagen extra nicht rasiert.

Als die Gäste kamen stand nach 59 Jahren erneut der Bandit Judge am Drehort und hatte den Colt schon gezogen …

Dieser Judge war allerdings friedlicher und verteilte an die Gäste die Bohnensuppe.

Ich hatte wieder meine Stühle mit und so konnten wir es uns bequem machen.


In den schwarzen Sachen floss mir der Schweiß herunter und ich zog wieder meine privaten Kleider an.
Obwohl wir alle mehrmals uns was von der Suppe gönnten, blieb doch einiges übrig.
Da hatte es Katarina sehr gut mit uns gemeint.
Es war so heiß geworden, dass es langsam unangenehm wurde.
Da hatte ich eine Idee …
Ich fragte die Gäste, was sie davon halten, wenn wir den Nachtisch in Katarinas Restaurant zu uns nehmen.
Wir könnten im Schatten sitzen und alle möglichen Getränke dort bestellen.
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Die Gäste waren begeistert und so packten wir langsam unsere Sachen zusammen.
Danach fuhren wir in Katarina´s Restaurant.
Dort genossen wir den Palatschinken und jeder bestellte sich das passende Getränk.

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Dann ging es zurück nach Biograd.
Wir hatten uns um 19:30 verabredet und bummelten dann durch die Gassen in Richtung Hafen.
Unser letztes gemeinsames Essen genossen wir in unserem Lieblingsrestaurant am Hafen.

Gegen 22:00 machten wir uns auf den Rückweg.


Bei Miro nahmen wir unseren Abschiedsdrink zu uns.
Ich fuhr Moni zur Bushaltestelle vom Flixbus. Dort warteten wir einige Zeit.
Dann sahen wir die Scheinwerfer des Busses – jetzt war der Abschied da.
Als ich zurückkam, war die Terrasse leer – alle waren ins Bett gegangen.
War alles nur ein Traum gewesen?
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Heute war der Abreisetag – 14 wunderschöne Tage gingen heute zu Ende.
Ich hatte schon gestern das Auto gepackt und hatte nur noch paar Sachen auf dem Zimmer.
Vor dem Frühstück hatte ich auch den Rest im Auto verstaut.
Beim Frühstück war ich der erste Gast und Miro bediente mich wie immer in seiner freundlichen Art.

Um 07:00 war ich fertig und verabschiedete mich von Miro und meinen Freunden.
Viele hatten ja Fahrgemeinschaften, aber ich musste die Strecke alleine fahren.
Da schlechtes Wetter angekündigt war, wollte ich unbedingt los – beim Sveti Rok-Tunnel weiß man nie …
Ein letzter Blick auf das blaue Meer, ein letzter Blick auf die weißen Felsen vom Tulove Grede, dann verschwand ich im Tunnel.
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Auf der anderen Tunnelseite war die Welt grau und trüb.
Es regnete und ich schaltete den Scheibenwischer ein.
Erst in Deutschland konnte ich ihn wieder ausschalten.
Was war ich doch für ein Glückskind.
14 Tage hatte ich schönsten Sonnenschein gehabt.
Beide Veranstaltungen – Bosnien / Montenegro-Tour und Kroatien-Tour – fanden bei Traumwetter statt.
Während ich nach Hause fuhr, gingen mir viele Erlebnisse von unseren Touren durch den Kopf.
Mit der Sonne im Herzen spulte ich mit meinem Iltschi die knapp 1000km zu meinem Pueblo runter.
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Fazit:
Was war das für eine wunderschöne Woche mit vielen Erlebnissen und Eindrücken in Bosnien und Montenegro gewesen.
Die Drehorte sind nicht so spektakulär wie der Tulove Grede. Aber sie haben auch ihren Reiz und müssen sich nicht verstecken.
Wir tauchten teilweise in eine für uns fremde Welt ein.
Mostar war wunderschön und auch die Wasserfälle von Kravica waren ein Erlebnis.
Wir lernten auch, dass die Uhr in anderen Ländern etwas langsamer geht.
Beeindruckend war auch unser Tag in Dubrovnik mit seinen herrlichen Prachtbauten.
Die Gäste waren begeistert von dieser Tour.
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Aber auch die Kroatientour hatte einiges zu bieten.
Es gab neue und frisch entdeckte Drehorte zu besichtigen.
Selbst alten Drehort-Scouts konnte ich so manch neues neben der Strecke zeigen.
Wir genossen die kroatische Gastfreundschaft meiner Freunde und die Leckereien, die sie uns servierten.
Natürlich durfte auch das Pueblo-Plateau nicht fehlen.
Die Gesellschaft abends im kleinen Kreis hat auch seinen eigenen Charme.
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Ich habe nur positives Feedback erhalten und wurde aufgefordert nächstes Jahr wieder eine Tour anzubieten.
Dies freut einen als Veranstalter natürlich sehr.
Vielen herzlichen Dank an alle treuen Gäste, die mir erneut das Vertrauen geschenkt haben!
DANKE für die schönen gemeinsamen Augenblicke!!!
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Zum Abschluss möchte ich mich noch bei meinen Freunden Werner und Simon bedanken.
Sie begleiteten mich im Februar auf meiner Erkundigungstour durch Montenegro und Bosnien.
Diese Tour hat uns wettertechnisch einiges abverlangt – war aber notwendig, damit wir nun diese gemeinsamen Traumstunden erleben konnten.
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Über ein Wiedersehen im Jahr 2026 würde ich mich sehr freuen!!!
Euren Wünsche habe ich ja vernommen …
Es soll in den Kosovo gehen.
Dazu werde ich auch noch die restlichen Drehorte in Bosnien und Montenegro anbieten.
Es wird meine größte Tour und wir werden in 4 Ländern auf den Spuren unserer Helden unterwegs sein …
Herzlichst Ulrich
*** ULLITOURS***


Erleichterung und Zufriedenheit:
— es war eine lange Tour durch drei Länder und wir wurden mit 13 Tagen Sonnenschein verwöhnt …
— über zufriedene glückliche Gäste, die alle gesund geblieben sind …
Vielen herzlichen Dank für Euer erneutes Vertrauen!








